Slowjansk
| Slowjansk | ||
|---|---|---|
| {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | ||
| Wappen von Slowjansk |
| |
| Basisdaten | ||
| Staat: | Datei:Flag of Ukraine.svg Ukraine | |
| Oblast: | Oblast Donezk | |
| Rajon: | Rajon Kramatorsk | |
| Höhe: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) m | |
| Fläche: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1.686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) km² | |
| Einwohner: | Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl UA (Fehler: Ungültige Zeitangabe)
Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ | |
| Postleitzahlen: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Vorwahl: | +380 Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Geographische Lage: | Gradzahl-Fehler: NS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| KATOTTH: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| KOATUU: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Stadt, 2 Siedlungen städtischen Typs, 1 Dorf, 1 Ansiedlung | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Ljach Wadym Mychajlowytsch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) | |
| Adresse: | пл. Жовтневої Революції 2 84122 м. Слов’янськ | |
| Website: | http://www.slavrada.gov.ua/ | |
| ||
Slowjansk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt in der Oblast Donezk im Osten der Ukraine. Slowjansk war bis 2020 das administrative Zentrum des gleichnamigen Rajons Slowjansk und hatte 2024 etwa 56.000 Einwohner.<ref>Скільки людей залишається у Слов’янську і чи є тенденція до евакуації – коментар ВА | Новини. Abgerufen am 21. Dezember 2024.</ref> Seit 2020 gehört sie zum Rajon Kramatorsk.
Geographie
Slowjansk liegt im Donezbecken am Zusammenfluss des Kasennyj Torez mit dem Suchyj Torez 93 Kilometer nördlich der Oblasthauptstadt Donezk. Im Ort gibt es einen Bahnhof an der Bahnstrecke Poltawa–Rostow.
Bei Slowjansk befinden sich salzhaltige Seen, die die Basis der Erholungsindustrie der Stadt bilden.<ref>Славянский курорт. slavkurort.org.ua, abgerufen am 4. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Славянский курорт. niceplaces.com, abgerufen am 4. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Im Stadtkreis von Slowjansk befindet sich das erstmals 1526 schriftlich erwähnte Kloster Swjatohirsk. 1676 wurde an Stelle der Stadt die Festung Tor gegründet. Schon damals wurde in der Umgebung der Stadt Salz gewonnen und intensiver Salzhandel getrieben. Heute noch ist sie einer der größten Salzlieferanten in Osteuropa. 1784 wurde sie in Slowjansk umbenannt, wörtlich: „Slawische Stadt“. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der chemischen Industrie. Vom 25. Oktober 1941 bis zum 6. September 1943 war sie von Truppen der Wehrmacht besetzt. Seit 1974 hat Slowjansk den Status einer kreisfreien Stadt, am 8. September 2016 wurde die bis dahin zum Stadtkreis von Slowjansk gehörende Stadt Mykolajiwka administrativ dem Rajon Slowjansk unterstellt.<ref>Верховна Рада України; Постанова, План від 08.09.2016 № 1518-VIII Про зміни в адміністративно-територіальному устрої Донецької області, зміну і встановлення меж міста Слов’янськ та Слов’янського району Донецької області. zakon.rada.gov.ua (ukrainisch).</ref>
Gewaltsame Stürmung der Stadtverwaltung 2014
Der Afghanistanveteran Wjatscheslaw Ponomarjow war Anführer der prorussischen Kräfte, die am 12. April 2014 während prorussischer Proteste das Hauptquartier der Polizei und den Sitz des Geheimdienstes SBU besetzten. Er bezeichnete sich selbst seit der gewaltsamen Stürmung der Stadtverwaltung<ref>Leonid Ragozin: In the Center of Eastern Ukraine's Separatist Movement, the People's Mayor Speaks Out. Bloomberg Businessweek, 23. April 2014, abgerufen am 1. Mai 2014 (englisch).</ref> als „Bürgermeister“ der Stadt.<ref>Website der Stadt Slawjansk, abgerufen am 1. Mai 2014.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mass media report: Russian flag raised above Sloviansk town administration. ( des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. The Voice of Russia, abgerufen am 1. Mai 2014 (englisch).</ref> Tags darauf kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Einheiten des ukrainischen Innenministeriums und den Besetzern. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums habe es auf beiden Seiten Tote und Verletzte gegeben.<ref name="zeit-2014-04-13">Ukraine: Minister spricht von Toten und Verletzten in Slawjansk. zeit.de, 13. April 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref> Die prorussischen Rebellen waren „plötzlich und unerwartet“ aufgetaucht.<ref name="Angst">Konrad Schuller: Es ist vorüber, die Separatisten sind weg. FAZ, 5. Juli 2014.</ref> Ponomarjow verschärfte in den Folgetagen mit der Festsetzung internationaler Militärbeobachter die Krise in der Ukraine.
In den folgenden Tagen war die Umgebung der Stadt eines der Zentren des Anti-Terror-Sondereinsatzes der ukrainischen Armee.<ref name="fr-online-26855344">Osten der Ukraine: Sondereinsatz im Osten der Ukraine. fr-online.de, 15. April 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kiew schickt Soldaten in den Osten. ( vom 16. April 2014 im Internet Archive) tagesschau.de, 16. April 2014.</ref><ref>Donetsk’s police confirm death of three people in skirmish in Slavyansk. itar-tass.com, 20. April 2014 (englisch).</ref> In jenen Tagen wurde auch die Bürgermeisterin Nelja Schtepa entführt und war bis zum Abzug der Rebellen verschwunden.
Die ukrainische Armee griff am 2. Mai 2014 Stellungen der prorussischen Miliz im Rahmen eines „Anti-Terror-Einsatzes“ an. Hubschrauber der ukrainischen Armee wurden von den prorussischen Milizen beschossen. Zwei Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 stürzten ab, wobei die Piloten starben und weitere Personen verletzt wurden.<ref name="SPON-967210">Gefechte in der Ostukraine: Kreml hält Friedensplan für gescheitert. Der Spiegel, 2. Mai 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref>
Ab Mitte Mai 2014 führte Igor Girkin als „Generalissimus“ bzw. „Armeechef“ die Separatisten in Slowjansk.<ref name="welt-128019177">Julia Smirnova: Machtkampf unter den Separatisten. welt.de, 15. Mai 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref><ref>David Nauer: In der Ostukraine hat der Wind gedreht. Berner Zeitung/Tages-Anzeiger, 24. Mai 2014, abgerufen am 29. Mai 2014.</ref> Auch nach Aussage Igor Girkins, ging der gesamte Krieg in der Ostukraine nicht von den Donbass-Bewohnern selbst, sondern von diesen bewaffneten Einheiten aus.<ref name="sueddeutsche_2231494">Julian Hans: Russischer Geheimdienstler zur Ostukraine – „Den Auslöser zum Krieg habe ich gedrückt“. sueddeutsche.de, 21. November 2014, abgerufen am 22. November 2014.</ref>
Am 10. Juni 2014 wurde Ponomarjow auf Anweisung von Girkin festgenommen. Als sein Nachfolger in Slowjansk wurde Wladimir Pawlenko eingesetzt.<ref>Мэр Славянска Владимир Павленко: Блокада нашего города грозит экологической катастрофой Азовскому бассейну. kp.ru, abgerufen am 21. Mai 2022 (russisch).</ref> Ponomarjow soll auf Grund der Belastung durch seine Position nicht mehr zurechnungsfähig gewesen sein und habe Drogen konsumiert.<ref>У террориста Пономарева передозировки наркотиками. fakty.ictv.ua, 6. Juni 2014, abgerufen am 18. November 2022 (russisch).</ref> Seit dem 20. Juni 2014 befindet sich Ponomarjow auf der Sanktionsliste der USA.<ref>США добавили в санкционный список семь имен. Голос Америки, 20. Juni 2014, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nach Berichten von Augenzeugen herrschte in der Stadt völlige Gesetzlosigkeit.<ref name="faz-12956138">In Slawjansk herrscht jetzt Krieg. faz.net, 25. Mai 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref><ref name="faz-12903451">Welche Rolle spielt der „Rechte Sektor“? faz.net, 20. April 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref><ref>Российский СК решил наказать украинских военных за убийства мирных жителей. ntv.ru (russisch).</ref><ref name="zeit-2014-05-30">Ukraine: Nato berichtet von russischem Truppenabzug. zeit.de, 30. Mai 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.</ref> Die Angst und ein drakonisches Regime gegen Abweichler währte bis zum Abzug der regierungsfeindlichen Kämpfer.<ref name="Angst" />
In der zweiten Juniwoche gab es in Slowjansk während andauernder Gefechte weder Strom noch Gas oder Wasser.<ref>Tim Lister, Diana Magnay: Europe's new frontline. Inside Slovyansk. CNN, 11. Juni 2014, abgerufen am 13. Juni 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 5. Juli 2014 wurde die Stadt durch die ukrainische Armee befreit, nachdem die Rebellen über Nacht abgezogen waren.<ref>Poroschenko sieht nach Rückeroberungen Wendepunkt im Kampf gegen die Separatisten. 22-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunks am 5. Juli 2014, abgerufen am 5. Juli 2014, nicht mehr online verfügbar.</ref>
Russischer Überfall auf die Ukraine
Seit April 2022 ist Slowjansk infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine Kriegsschauplatz.<ref>Wir sind bereit – Ukrainische Armee wappnen sich für russische Offensive. Der Tagesspiegel, 6. April 2022.</ref> Die Stadt erlebte innerhalb eines Kriegsjahres, d. h. bis 2023, einen Bevölkerungsrückgang um etwa 50 %.<ref name=":0">Like a ghost town: Slovyansk locals live in fear of Russia’s return. In: ft.com. 26. April 2023, abgerufen am 5. November 2025.</ref> Im Herbst 2025 stand Slowjansk unter täglichem Beschuss von russischen Drohnen und mitunter auch Gleitbomben.<ref>»Die ukrainischen Streitkräfte schrumpfen und die Front ist sehr ausgedünnt«. In: spiegel.de. 5. November 2025, abgerufen am 5. November 2025.</ref>
Verwaltungsgliederung
Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Slowjansk (Слов'янська міська громада/Slowjanska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 2 Siedlungen städtischen Typs Suchaniwka und Bylbassiwka, das Dorf Torez sowie die Ansiedlung Myrne,<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 710-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Донецької області"</ref> bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Slowjansk (Слов'янська міська рада/Slowjanska miska rada) welche direkt unter Oblastverwaltung stand und im Zentrum des ihn umschließenden Rajons Slowjansk lag.
Zur Stadtratsgemeinde gehörte neben den genannten Ortschaften auch noch die Stadt Mykolajiwka.
Am 17. Juli 2020 wurde der Ort ein Teil des Rajons Kramatorsk.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Slowjansk Teil der Gemeinde:
| Name | ||
|---|---|---|
| ukrainisch transkribiert | ukrainisch | russisch |
| Bylbassiwka | Билбасівка | Былбасовка (Bylbassowka) |
| Myrne | Мирне | Мирное (Mirnoje) |
| Suchaniwka | Суханівка | Сухановка (Suchanowka) |
| Torez | Торець | Торец |
Bevölkerung
| 1860 | 1897 | 1923 | 1926 | 1939 | 1959 | 1970 | 1979 | 1989 | 2001 | 2016 | 2019 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 9.300 | 15.792 | 21.410 | 28.385 | 77.842 | 82.784 | 124.183 | 140.256 | 135.300 | 124.829 | 114.437 | 109.683 | 105.141 | 40.000–50.000<ref name=":0" /> |
Quelle:<ref name="Demographische Entwicklung">Demographie ukrainischer Städte pop-stat.mashke.org.</ref>
Die meisten Einwohner sind Ukrainer (73,1 Prozent), daneben leben Russen (23,6 Prozent) und weitere Nationalitäten in Slowjansk. Russisch ist allerdings für über 54 Prozent der Bevölkerung die Muttersprache. Für über 43 Prozent der Bewohner ist Ukrainisch die Muttersprache.
| Nationalität | Anzahl | Anteil | davon als Muttersprache | ||||
| Sprache der eigenen Nationalität |
ukrainisch | russisch | andere | keine Angabe | |||
| Ukrainer | 104.423 | 73,1 % | 58,6 % | 58,6 % | 41,3 % | 0,0 % | 0,1 % |
| Russen | 33.649 | 23,6 % | 96,8 % | 3,1 % | 96,8 % | 0,0 % | 0,1 % |
| Türken | 829 | 0,6 % | 97,6 % | 0,6 % | 1,6 % | 0,1 % | 0,1 % |
| Weißrussen | 766 | 0,5 % | 14,5 % | 8,3 % | 77,2 % | 0,0 % | 0,0 % |
| Armenier | 592 | 0,4 % | 43,4 % | 4,6 % | 51,7 % | 0,3 % | 0,0 % |
| Griechen | 320 | 0,2 % | 4,4 % | 12,8 % | 82,2 % | 0,0 % | 0,6 % |
| Roma | 279 | 0,2 % | 54,5 % | 1,8 % | 36,5 % | 7,2 % | 0,0 % |
| Aserbaidschaner | 208 | 0,1 % | 51,0 % | 1,4 % | 42,3 % | 5,3 % | 0,0 % |
| Insgesamt | 142.873 | 100 % | |||||
Quelle:<ref>history.org.ua (PDF; 0,2 MB).</ref>
Hochschulen
In der Stadt befindet sich die Staatliche Pädagogische Universität Donbas.
Persönlichkeiten
- Mychajlo Petrenko (1817–1862), ukrainischer Poet und Dramatiker
- Pjotr Kontschalowski (1876–1956), russischer Maler, Grafiker und Bühnenbildner
- Sofiya Ostrovska (* 1958), sowjetisch-ukrainische Mathematikerin und Hochschullehrerin
Weblinks
Einzelnachweise
<references />