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Wolfram Paulus

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Wolfram Paulus (* 12. August 1957 in Großarl; † 28. Mai 2020 in Salzburg<ref name="orf3050935">Filmemacher Wolfram Paulus gestorben. In: ORF.at. 29. Mai 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.</ref>) war ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben

Paulus studierte von 1977 bis 1982 an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Nach dem Zivildienst bei der Salzburger Lebenshilfe realisierte er mit Heidenlöcher seinen ersten Kinofilm, der als österreichischer Beitrag im Wettbewerbsprogramm der Berliner Filmfestspiele 1986 lief.

Paulus arbeitete bevorzugt mit Laiendarstellern. Seine frühen Filme gelten als Wegbereiter des Neuen Österreichischen Films und zeichnen sich durch einen genauen Blick auf Themen wie Heimat, Religion, Tourismus und Kindheit aus oder führen dem Publikum wie etwa in Heidenlöcher das beklemmende Lebensgefühl im Zweiten Weltkrieg drastisch vor. Ein empathischer Zugang zu den jeweiligen Hauptpersonen in seinen Erzählungen – Paulus schrieb die Drehbücher und schnitt seine Filme selbst – wird mittels ausgeklügeltem Ton und Schnitt verstärkt. Bert Breit oder Peter Valentin schrieben oft die Filmmusik.

Die ersten drei Langfilme von Paulus (Heidenlöcher, Nachsaison und Die Ministranten) befinden sich in der Edition österreichischer Film, wie auch sein Kurzfilm Wochenend (auf DVD #24).

Eine für März 2020 geplante Retrospektive im Filmarchiv Austria im Metro-Kino Wien konnte aufgrund der Corona-Krise (COVID-19) nicht stattfinden und fand stattdessen im Onlinekanal des Filmarchivs statt. Die Retrospektive wurde im September/Oktober 2020 nachgeholt und mit einer Gedenkveranstaltung des in der Zwischenzeit verstorbenen Regisseurs erweitert.

Paulus erlag im Mai 2020 im Alter von 62 Jahren in Salzburg den Folgen eines Krebsleidens.

Filmografie

Auszeichnungen

Literatur

  • Wolfram Paulus. Andreas Ehrenreich / Iris Laner / Florian Widegger (Hg.), Softcover, ca. 388 Seiten, deutsch; (Verlag Filmarchiv Austria, Wien 2022)<ref>WOLFRAM PAULUS. Abgerufen am 7. August 2023.</ref> ISBN 978-3-902781-94-9

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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