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Hans Woellke

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Hans Woellke Vorlage:SportPicto
Voller Name Hans Otto Woellke
Nation Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich
Geburtstag 18. Februar 1911
Geburtsort BischofsburgDeutsches ReichDatei:Flag of Germany (1867–1919).svg Deutsches Reich
Größe 178 cm
Gewicht 105 kg
Beruf Polizist
Sterbedatum 22. März 1943
Sterbeort ChatynSowjetunion 1923Datei:Flag of the Soviet Union (1936–1955).svg Sowjetunion
Karriere
Disziplin Kugelstoßen
Bestleistung 16,60 m
Verein Polizei SV Berlin
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Deutsche Meisterschaften 7 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Berlin 1936 16,20 m
 Europameisterschaften
Bronze Paris 1938 15,52 m
 Deutsche Meisterschaften
Gold Nürnberg 1934 15,24 m
Gold Berlin 1935 15,33 m
Gold Berlin 1936 15,86 m
Gold Berlin 1937 15,82 m
Gold Breslau 1938 15,63 m
Bronze Berlin 1939 15,84 m
Silber Berlin 1940 15,78 m
Gold Berlin 1941 15,14 m
Gold Berlin 1942 15,74 m

Hans Otto Woellke (* 18. Februar 1911 in Bischofsburg, Ermland, Ostpreußen; † 22. März 1943<ref>Der Todestag steht so in der Datenbank SportsReference und im Biographischen Handbuch von Klaus Amrhein, in Volker Kluges Olympiachronik wird der 23. März angeführt.(Volker Kluge: Die Chronik I. S. 884f).</ref> bei Chatyn, Nähe Minsk, Weißrussland) war ein deutscher Leichtathlet und Mitglied der Ordnungspolizei in Weißrussland.

Leben

Woellke gewann bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin das Kugelstoßen (15,96 - 14,76 - 15,72 - 15,90 - 16,20 m - 14,98). Der Wettkampfverlauf wurde auch im Olympiafilm von Leni Riefenstahl dargestellt.

Der Titel von Hans Woellke war der erste deutsche Leichtathletik-Olympiasieg in Männerwettbewerben. Außerdem gewann Hans Woellke bei den Europameisterschaften 1938 in Paris die Bronzemedaille im Kugelstoßen (15,45 - 15,19 - 15,52 m - 14,94 - 14,32 - 15,03). Bei den Europameisterschaften 1934 in Turin hatte er den achten Platz belegt (14,67 m).

Hans Woellke startete für den Polizei SV Berlin und trainierte bei Wilhelm Landmesser. In seiner Wettkampfzeit war er 1,78 m groß und 105 kg schwer. Hans Woellke war Polizist und wurde für seinen Olympiasieg vom Revieroberwachtmeister zum Polizeileutnant befördert.

Im Zweiten Weltkrieg war er Hauptmann der Schutzpolizei in einem Regiment der Ordnungspolizei in Guba (Weißrussland). Nach seinem Tod, als Folge eines Gefechts bei Chatyn mit Partisanen, wurde er von Adolf Hitler und Heinrich Himmler zum Major der Schutzpolizei befördert.<ref>Laut Volker Kluge (Die Chronik I, Seite 885) erfolgte die Beförderung postum.</ref> Sein Tod war der Grund für die am selben Tag durchgeführte Strafaktion, bei der 149 Zivilisten von Chatyn, darunter 75 Kinder, bei lebendigem Leibe verbrannt wurden.

Sein Grab befand sich auf dem Ehrenfriedhof Minsk (Moskauer Str., Grab 28, Reihe 22, Westseite). Auf der Nordseite der heutigen Moskauer Chaussee befindet sich nun ein zu Zeiten der Sowjetunion angelegter Friedhof; auf der Südseite der Chaussee, dem alten Standort des Wehrmachtsfriedhofs, wurden Bäume gepflanzt. Gräber sind dort keine mehr erkennbar.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Из истории минского немецкого военного кладбища на Московском шоссе. Часть 2 (Memento vom 26. Januar 2021 im Internet Archive)</ref>

Literatur

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft
  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik I. Athen 1896 – Berlin 1936. Sportverlag Berlin, Berlin 1997, ISBN 3-328-00715-6.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg Robert Garrett | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Richard Sheldon | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ralph Rose | 1908: Vereinigte Staaten 46Datei:Flag of the United States (1908-1912).svg Ralph Rose | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Pat McDonald & Ralph Rose (beidhändig) | 1920: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Ville Pörhölä | 1924: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Bud Houser | 1928: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg John Kuck | 1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Leo Sexton | 1936: Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Hans Woellke | 1948: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Wilbur Thompson | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Parry O’Brien | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Parry O’Brien | 1960: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Nieder | 1964: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Long | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Randy Matson | 1972: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Władysław Komar | 1976: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Udo Beyer | 1980: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Wladimir Kisseljow | 1984: Vorlage:ITA-1946 Alessandro Andrei | 1988: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Ulf Timmermann | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Stulce | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Randy Barnes | 2000: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Arsi Harju | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Adam Nelson | 2008: PolenDatei:Flag of Poland.svg Tomasz Majewski | 2012: PolenDatei:Flag of Poland.svg Tomasz Majewski | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Crouser | 2020: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Crouser | 2024: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Crouser

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/Ende