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PET-Flasche

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Datei:Botella agua.JPG
PET-Einweg-Flasche

PET-Flaschen sind Behälter aus Polyethylenterephthalat, die mittels eines thermischen Blasverfahrens aus einem gespritzten PET-Rohling hergestellt werden. Seit Ende der 1980er Jahre werden sie unter anderem als Verpackungsmittel mit Schraubverschluss (meist aus Polypropylen oder Polyethylen) in der Getränkeindustrie eingesetzt. In Ländern mit einem Mehrwegpfandsystem für Plastikflaschen wie dem Mehrwegpfandsystem in Deutschland gibt es neben Einweg- auch Mehrweg-PET-Flaschen, die deutlich dickwandiger und stabiler als Einwegflaschen sind und daher erst nach etwa 15 bis 25 Rückläufen ersetzt werden müssen.

Auch andere Lebensmittel, Reinigungsmittel, Flüssigkeiten für den Automobilbereich, Kosmetika und Arzneimittel werden teils in PET-Flaschen abgefüllt.<ref>Global PET Bottles Market to Reach USD 67.1 Billion by 2035, Driven by Growing Demand for Beverage Packaging Solutions. In: accessnewswire.com. Future Market Insights, 27. Januar 2025, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="MRW25">Plastic Bottles & Containers Market Size, Share, Growth, and Industry Analysis, By Type (PET, PP, HDPE, LDPE, Others), By Application (Beverages and Food, Pharmaceutical, FMCG, Others), Regional Insights and Forecast From 2026 To 2035. In: marketreportsworld.com. Market Reports World, 26. Februar 2026, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Deren Aufkommen ist aber im Vergleich zu den auf den Markt gebrachten PET-Getränkeflaschen gering, so dass mit dem Begriff „PET-Flasche“ meist die PET-Getränkeflasche assoziiert wird.

Geschichte

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-0401-031, Hannover, Besuch Mittag, Gespräch Beitz.jpg
1987: Berthold Beitz (Krupp GmbH), Günter Mittag und Ewald Moldt (DDR) mit PET-Flaschen auf der Hannover Messe

Die Entwicklung der PET-Flasche geht auf die späten 1960er Jahre zurück. Der Forscher Nathaniel Wyeth entwickelte bei DuPont in den USA das seit den 1930er Jahren bekannte PET weiter und ermöglichte dessen Einsatz als formbares Material.<ref>Richard Jansen-Parkes: Nathaniel Wyeth – Got a lot of bottle. In: The Chemical Engineer. The Institution of Chemical Engineers, 6. April 2018, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daneben begannen Maschinenhersteller wie der amerikanische Hersteller Cincinnati Milacron und die deutschen Maschinenbauer Bekum Maschinenfabriken, Berlin sowie Heidenreich & Harbeck (später Gildemeister AG) in Hamburg mit der Konstruktion von Hochleistungs-Streckblasmaschinen zur Herstellung von Kunststoffflaschen.<ref>O. Brandau: Stretch Blow Moulding, A Hands-on-Guide. Heidelberg 2003, ISBN 3-9807497-2-X.</ref>

Mit der Einführung einer 2-Liter-Flasche im Jahr 1978 in den USA durch Coca-Cola startete die PET-Flasche ihre Karriere weltweit.<ref>Highlights der Coca-Cola Geschichte von 1970 bis 1979. In: coca-cola.com. Abgerufen am 21. August 2024.</ref> Diese PET-Flasche war mit einer separat gefertigten Bodenschale ausgestattet, so dass die Standfestigkeit der Flasche bei einem Innendruck von 5 bar trotz der damals noch unstrukturierten Bodenform gesichert war. In Deutschland wurden PET-Flaschen um 1987 zuerst von der Coca-Cola GmbH in Form einer 1,5-Liter-Einwegflasche als so genannte „Einsfünfer“ eingeführt.<ref>Coca-Cola-Dosen.de: Alter Aufkleber zur Markteinführung der „Einsfünfer“ (mit Fanta-Design von 1987).</ref> 1990 folgte dann die laut Eigenwerbung „unkaputtbare“ 1,5-Liter-PET-Mehrwegflasche.<ref>Nina Janich: Werbesprache. Ein Arbeitsbuch. 2. Auflage. Narr, Tübingen 2001, S. 106. ISBN 3-8233-4974-0</ref>

Anfang der 1990er Jahre war die Technologie, einteilige Flaschen aus PET herzustellen, ausgereift und auf dem Markt verfügbar. Diese Tatsache und die Vorgaben für die verkürzte Mindesthaltbarkeit von Getränken hatten die Verbreitung der PET-Flasche auf den Märkten zur Folge. Technische Weiterentwicklungen ermöglichten sowohl Qualitätsverbesserungen (z. B. Beschichtungsverfahren zur Verringerung der Diffusion oder Verfahren zur Heißabfüllung von Saftprodukten) als auch eine höhere Produktivität sowie Energieeinsparungen bei der Herstellung und damit einen wirtschaftlicheren Einsatz des Rohstoffs PET. Zudem konnte das Gewicht vergleichbarer PET-Flaschen je nach Volumen und Verwendungszweck (Einweg-, Mehrwegflasche, Heißabfüllung) erheblich reduziert werden. So verringerte sich das Gewicht einer 1,5-Liter-PET-Einwegflasche von ursprünglich ca. 50 bis 80 g auf das heute gängige Gewicht von rund 20 bis 35 g.<ref>Christian Schätzle: Gewicht von PET-Flaschen nimmt in Frankreich weiter ab. In: neue-verpackung.de. 28. Februar 2002, abgerufen am 12. März 2026.</ref><ref>Simone Podieh: Leichtgewicht PET-Flasche. In: neue-verpackung.de. 16. September 2015, abgerufen am 12. März 2026.</ref><ref>Super-Lightweight PET Bottles. In: ptonline.com. 25. Oktober 2013, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die großen Spannbreiten resultieren daraus, dass kohlensäurehaltige Getränke ein anderes Flaschendesign mit höheren Wandstärken und stabileren Gewinden erfordern als „stille“ Getränke. Die seit Anfang der 1990er Jahre eingesetzten PET-Mehrwegflaschen sind aus Gründen der Stabilität wesentlich dickwandiger und schwerer. Eine in Deutschland eingesetzte 1,5-l-Coca-Cola-Mehrwegflasche wiegt heutzutage beispielsweise ca. 112 g.

Seit ihrer Einführung ist der Anteil der PET-Flaschen am Verpackungsmix für Getränke stetig gestiegen. Der Anteil der Plastikverpackungen für nicht-alkoholische Getränke, das sind vor allem PET-Flaschen, lag 2024 weltweit bei 55 % der Verpackungseinheiten.<ref>Non-alcoholic Beverage Packaging Size, Share, Growth, and Industry Analysis, By Type (Plastic,Metal,Glass,Paper,Metal Foils,Other), By Application (Juices,RTD Tea And Coffee,Functional Drinks,Other), Regional Insights and Forecast to 2035. In: 360researchreports.com. 23. Februar 2026, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2025 wurden weltweit über 70 % des abgefüllten Wassers, 55 % der Erfrischungsgetränke und 35 % der Säfte in PET-Flaschen abgefüllt.<ref name="MRW25" /> In Deutschland sind PET-Flaschen in Größen von 0,3 bis 5,0 Liter als Einweg- und Mehrwegflaschen im Umlauf und haben für die Abfüllung von Mineralwasser und kohlensäurehaltigen Softdrinks mittlerweile eine deutlich höhere Verbreitung als die traditionelle Glasflasche. Inzwischen werden auch andere Getränke wie Säfte, Nektare, Bier und in geringem Umfang auch Wein in PET-Flaschen abgefüllt.

Herstellung

Datei:Plastic bottle.jpg
PET-Flasche und Rohling
Datei:Inyección-soplado.gif
Spritzblasverfahren
Datei:Plastic bottles before processing.jpg
PET-Rohlinge vor dem Aufblasen

Basis für die Herstellung von PET-Flaschen ist die Thermoformbarkeit des Grundmaterials Polyethylenterephthalat. Aus dem in Granulatform vorliegenden Werkstoff werden die Flaschen in zwei Prozessschritten produziert:

Diese beiden Herstellungsschritte können direkt im kunststoffverarbeitenden Betrieb im Einstufen-Verfahren (Spritzblasverfahren – Injection Stretch Blow Moulding) realisiert werden, so dass die fertigen PET-Flaschen dann zum Getränkebetrieb geliefert werden. Dieses „Verfahren aus erster Wärme“<ref>Walter Michaeli, Einführung in die Kunststoffverarbeitung, Hanser, München, 2010, ISBN 978-3-446-42488-3, S. 112.</ref> hat den Vorteil, dass der Kunststoff zwischen den beiden Prozessschritten nicht abgekühlt und erneut erwärmt werden muss, so dass der Fertigungsprozess weniger Energie erfordert.

Der weitaus häufigere Fall<ref>Michael Thielen, Klaus Hartwig, Peter Gust: Blasformen von Hohlkörpern, Hanser, München 2006, ISBN 3-446-22671-0, S. 149.</ref> ist das Zweistufen-Verfahren mit einer Trennung des Spritzgießprozesses vom Streckblasprozess (Verfahren aus zweiter Wärme). Die Rohlinge werden bei einem Kunststoffverarbeiter hergestellt und an die Getränkebetriebe geliefert, wo die PET-Flaschen in einer eigenen Streckblasmaschine hergestellt und anschließend befüllt werden. Der Vorteil dieser Verfahrensweise liegt darin, dass die unterschiedlichen Prozesszeiten für das Spritzen von Rohlingen und für das Blasen von PET-Flaschen nicht aufeinander abgestimmt werden müssen.<ref>Michael Thielen, Klaus Hartwig, Peter Gust: Blasformen von Hohlkörpern, Hanser, München 2006, ISBN 3-446-22671-0, S. 211.</ref> Zudem ist eine höhere Flexibilität bei der Wahl von Rohlingtypen und -gewichten gegeben. Auch die geringeren Transportkosten für PET-Rohlinge zwischen dem Kunststoffverarbeiter und dem Getränkebetrieb sprechen für das Zweistufen-Verfahren.

Qualitätskontrolle

Bereits die PET-Rohlinge unterliegen strengen Qualitätsvorgaben, insbesondere in Bezug auf die Gewinderundung, eine konstante Wandstärke, die Homogenität sowie die Farbe. Die Qualitätskontrolle erfolgt direkt im Anschluss an die Herstellung meist vollautomatisch, indem die Preforms auf einem Förderband vereinzelt und mittels Kamerasystemen optisch analysiert werden. Ein Algorithmus gleicht die Ist- mit den Solldaten ab und aktiviert bei Abweichungen Druckluftdüsen, die die jeweiligen Preforms aus dem Produktionsstrom blasen.

Die fertig geblasenen Flaschen werden analog dazu im laufenden Betrieb geprüft, bevor sie befüllt werden. Neben optischen Methoden, die mit sichtbarem Licht arbeiten, kommen Infrarot-Interferometer zum Einsatz, die eine sehr genaue Bestimmung der Wandstärke zeitgleich an mehreren repräsentativen Punkten der Flasche erlauben. Die ermittelten Daten dienen nicht nur zum Aussortieren schadhafter Flaschen, sondern können gleichzeitig zur automatischen Optimierung der Produktionsparameter im laufenden Prozess genutzt werden. Die Einführung eines Bildverarbeitungssystems erlaubt eine automatische 100-%-Inspektion für Hochgeschwindigkeitslinien mit Durchsätzen bis zu 90.000 Flaschen pro Stunde.<ref>Das neue IntelliADJUST™ – Die ultimative Qualitätskontrolle mit automatischer Einstellung für PET-Flaschen-Linien. In: sidel.com. Tetra Laval, 30. Januar 2024, abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Neben der produktionsbegleitenden Qualitätskontrolle werden PET-Flaschen weiteren Prüfungen unterzogen, insbesondere wenn grundlegende Produktionsparameter geändert werden, zum Beispiel bei der Erprobung neuer Formwerkzeuge oder PET-Typen. Um möglichst repräsentative Ergebnisse zu erhalten, werden Stichproben aus einer Produktionscharge entnommen. Jede Flasche wird zunächst visuell auf Mängel wie Blasen, Grate, eingeschlossene Fremdkörper oder Verfärbungen geprüft. Anschließend werden charakteristische Abmessungen wie Höhe, Hals- und Gewindedurchmesser, Wandstärke und allgemeine Form der Flasche ermittelt, um sicherzustellen, dass die Flaschen den Konstruktionsstandards entsprechen und automatisch befüllt und verschlossen werden können. Zudem werden Wandstärke und Materialverteilung noch einmal genauer bestimmt, um einerseits Schwachstellen und andererseits unnötigen Materialverbrauch auszuschließen und gegebenenfalls die Produktionsparameter gezielt anzupassen. Die Gebrauchstauglichkeit wird durch weitere Tests eruiert:

  • Prüfung der Druckfestigkeit: Hierbei wird die Belastbarkeit gegenüber Druck von oben ermittelt, indem die PET-Flasche senkrecht in einem Belastungsprüfgerät einer nach unten gerichteten Kraft ausgesetzt wird, bis sie sich verformt. Dies simuliert den Druck, dem Flaschen beim Lagern oder während des Transports ausgesetzt sein können.
  • Prüfung der Berstfestigkeit: Um die Widerstandsfähigkeit der Flasche gegenüber Innendruck zu bestimmen, wird mit einem hydrostatischen Druckprüfgerät oder einem Berstprüfgerät der Berstdruck ermittelt. Dazu wird die Flasche mit Wasser gefüllt und der Innendruck kontinuierlich erhöht, bis die Flasche birst oder undicht wird.
  • Dichtheitsprüfung: Die Dichtheitsprüfung dient dazu, eventuelle Undichtigkeiten durch Poren oder Mikrorisse zu erkennen. Die Flaschen werden mit Wasser befüllt und verschlossen, bevor sie einem Vakuum ausgesetzt oder in Wasser eingetaucht werden, um zu prüfen, ob sich Luftblasen bilden. Andere Systeme nutzen Luftdruck und Sensoren, um Druckabfälle im Laufe der Zeit zu erkennen.
  • Falltest: Mit dem Falltest wird die Schlagfestigkeit von PET-Flaschen bei der Handhabung geprüft. Dazu wird die Flasche mit dem vorgesehenen Produkt oder mit Wasser befüllt und aus einer festgelegten Höhe aus verschiedenen Winkeln auf eine harte Oberfläche fallen gelassen. Es wird ermittelt, ab welcher Fallhöhe die Flasche beim Aufprall Risse bekommt, zerbricht oder undicht wird.
  • Prüfung der umgebungsbedingten Spannungsrissbeständigkeit (environmental stress crack resistance – ESCR): Für bestimmte Anwendungsbereiche, insbesondere für aggressive Füllmedien, werden PET-Flaschen einem Langzeittest zur Rissbeständigkeit unter Medieneinwirkung unterzogen. Die Flaschen werden mit dem vorgesehenen Produkt oder einer Modellflüssigkeit gefüllt und über einen längeren Zeitraum hinweg auf Anzeichen von Oberflächenrissen oder Materialermüdung überwacht. Der Test dient dazu, die langfristige Haltbarkeit und chemische Beständigkeit der Flaschen für industrielle Anwendungen, Körperpflegeprodukte oder Haushaltsreiniger zu bestimmen.

Verschlusssysteme

Die Verschlusssysteme von PET-Flaschen unterscheiden sich je nach Füllgut, Abfüllmethode und Anwendungszweck. Für Getränkeflaschen kommen meist Schraubverschlüsse zum Einsatz, für stilles Wasser teilweise auch Klappverschlüsse. Vor allem Sportgetränke werden teils in Flaschen mit Push-Pull-Verschlüssen, die sich einhändig öffnen und schließen lassen, angeboten. Für Füllgüter, die kontrolliert dosiert werden sollen, eignen sich auch Klappscharnier- oder Flip-Top-Verschlüsse. Deren Anwendungen reichen von Speiseölen über Kosmetika und Körperpflegeprodukte bis zu Haushaltschemikalien und industriellen Flüssigkeiten. Daneben finden sich, insbesondere für kosmetische und pharmazeutische Produkte sowie für Reinigungsmittel, häufig Pumpzerstäuber oder Trigger-Sprühpistolen.

Gewichtsentwicklung einteiliger Verschlusskappen<ref>A review of caps and closures developments. In: petpla.net. heidelberg business media GmbH, 4. Februar 2019, abgerufen am 23. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
späte 1990er späte 2000er 2019
Kappen für kohlensäurehaltige Getränke
PCO-1810 3,1 g 2,8 g 2,5 g
PCO-1881 2,5 g 2,0 g
26/22 mm 1,6 g
Kappen für stilles Wasser
30/25 mm 2,4 g 2,0 g 1,6 g
29/25 mm 1,3 g 1,2 g
26/22 mm 1,0 g 0,9 g
25/22 mm 0,7 g

Die Verschlüsse für PET-Getränkeflaschen sind nicht genormt, sie unterscheiden sich nicht nur nach Füllgut, sondern auch regional. Allerdings erarbeiten Vertreter der globalen Getränkeindustrie gemeinsam freiwillige Verpackungsrichtlinien zur Standardisierung.<ref>ISBT Threadspecs. In: isbt.com. International Society of Beverage Technologists, 2026, abgerufen am 23. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die meisten Flaschen für kohlensäurehaltige Getränke haben ein Gewinde mit 28 mm Außendurchmesser. Da insbesondere der dickwandige Flaschenhals und das Gewinde Potenzial zur Material- und damit Gewichtseinsparung bieten, wird der frühere Standardverschluss PCO-1810 mit 21 mm Höhe zunehmend von leichteren Typen verdrängt. Mit dem PCO-1881 lässt sich allein durch die Verkürzung des Gewindes um 4 mm rund ein Viertel des Flaschengewichts einsparen – hinzu kommt der leichtere Deckel mit 2- statt 3-gängigem Gewinde.<ref>Kragen Javier Sitaker: Comparison of the PCO-1810 and PCO-1881 plastic bottlecap standards. In: dercuano.github.io. 27. Juli 2016, abgerufen am 14. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weitere Einsparungen lassen sich mit dem GME 30.40 erzielen: Der um 2 mm kürzere Flaschenhals spart im Vergleich zum PCO-1881 fast ein Gramm, die kürzere Verschlusskappe weitere 0,4 g. Bei einer Anlage, die 40.000 Behälter pro Stunde produziert und 6.000 Betriebsstunden pro Jahr läuft, summiert sich die dadurch eingesparte Materialmenge jährlich auf mehr als 330 Tonnen.<ref>Angelika Krempl: Tethered Caps: Kosten sparen beim Umrüsten. In: Krones magazine. Krones AG, 20. Oktober 2021, abgerufen am 23. April 2026.</ref>

Verschlusssysteme von PET-Flaschen für stilles Wasser können wegen des geringeren Flascheninnendrucks einfacher gestaltet werden und sind dementsprechend leichter. Doch auch hier lässt sich ein Trend zur Gewichtseinsparung beobachten: Von Ende der 1990er bis 2019 konnte das Gewicht einer Verschlusskappe für einen 30/25-mm-Flaschenhals (30 mm Durchmesser, 25 mm Höhe) von 2,4 g um ein Drittel auf 1,6 g reduziert werden. Ein 25/22-mm-Verschlussdeckel (25 mm Durchmesser, 22 mm Höhe) wog 2019 nur noch 0,7 g. Nebenstehende Tabelle zeigt die Gewichtsentwicklung bei einteiligen Verschlusskappen über 20 Jahre für stilles Wasser und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.

Datei:Pulloon kiinnitetty pullonkorkki 4.JPG
Tethered Cap

Seit Juli 2024 sieht die Richtlinie (EU) 2019/904 (Einwegkunststoff-Richtlinie) für Einwegflaschen sogenannte Tethered Caps vor, also Verschlüsse, die auch nach dem Öffnen mit der Verpackung verbunden bleiben. Die Umstellung der Verschlusssysteme für den EU-Markt führte zu weiteren Neuerungen. Im US-Markt stößt das Konzept bisher auf wenig Resonanz; in Kalifornien scheiterte im Februar 2026 der 2024 vorgelegte Senatsentwurf 45, der die Hersteller von Kunststoffgetränkebehältern dazu verpflichten sollte, Verschlüsse bis 2027 fest mit den Flaschen zu verbinden.<ref>California Senate Bill 45. In: legiscan.com. LegiScan LLC, 2. Februar 2026, abgerufen am 23. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ähnliche Gesetzesvorlagen liegen in New York (Senate Bill S8600) und Illinois (SB 0132) vor, sind jedoch bisher (Stand April 2026) nicht verabschiedet. Wenige Unternehmen in den USA sind freiwillig auf Tethered Caps umgestiegen.<ref>Plastic Bottle Caps Should be Attached To Reduce Plastic Pollution and Litter. (PDF; 1,26 MB) In: beyondplastics.squarespace.com. Beyond Plastics, Dezember 2025, abgerufen am 23. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mitte 2024 gab Orgin Materials, ein in Kalifornien ansässiger Hersteller von nachhaltigen Materialien, bekannt, dass es die ersten Tethered Caps aus PET entwickelt hat und produziert. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den „weltweit leichtesten PET-Verschluss für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, der mit dem PCO 1881-Halsprofil kompatibel ist“, vorgestellt.<ref>Rick Lingle: World’s First Tethered PET Cap Already in Production. In: plasticstoday.com. 6. August 2024, abgerufen am 23. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> PET-Verschlüsse galten aufgrund der Herausforderungen bei der effizienten Entformung, der Dichtheit und dem zur Dichtung notwendigen Anzugsmoment jahrzehntelang als nicht kommerzialisierbar.<ref>Patented PET closure from Nviro1 aspires for mono-material pack recycling. In: packagingeurope.com. 5. September 2025, abgerufen am 24. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Doch bietet PET als Kappenmaterial für Getränkeflaschen den Polyolefinen HDPE und PP gegenüber eine Reihe von Vorteilen:

  • PET bietet eine bessere Gasbarriere, d. h. CO2 diffundiert langsamer durch den Deckel hinaus und Sauerstoff langsamer hinein.
  • PET ist steifer, so dass die gleiche Stabilität mit weniger Material erreicht werden kann.
  • Die Verwendung desselben Materials für Flasche und Verschluss vereinfacht das Recycling deutlich, da der Verschluss nicht von der Flasche getrennt werden muss. Zudem entsteht kein separat zu handelnder Materialstrom aus den Kappen (HDPE/PP-Mix), der nur zur Herstellung minderwertiger Produkte genutzt werden kann (Downcycling).
  • Der Verschluss selbst kann aus Rezyklat (rPET) hergestellt werden, was bei Polyolefinen mangels Lebensmittelkontakt-geeigneter Rezyklate nicht möglich ist.

Vorteile

Datei:Indonesia-sodis-gross.jpg
SODIS Anwendungsbeispiel aus Indonesien

Für den Verbraucher sind PET-Flaschen komfortabel in der Handhabung, da sie leicht und nicht bruchanfällig sind. Aus dem geringen Gewicht resultiert außerdem ein niedriger Transport-Energieverbrauch.

Anders als Kunststoffflaschen aus Polyethylen oder Polypropylen sind PET-Flaschen hochtransparent, so dass sich das Füllgut einfach auf Verfärbung oder sichtbare Verunreinigungen kontrollieren lässt. Im Gegensatz zum ebenfalls hochtransparenten Polycarbonat, das früher häufig für stabile, wiederverwendbare Trinkflaschen (Babyflaschen, Sportflaschen) eingesetzt wurde, enthalten PET-Flaschen kein gesundheitsschädliches Bisphenol A.<ref name="BfR25">PET-Flaschen: Keine Anhaltspunkte für ein gesundheitliches Risiko. (PDF; 170 kB) In: bfr.bund.de. Bundesinstitut für Risikobewertung, 28. Mai 2025, abgerufen am 20. April 2026.</ref>

PET-Flaschen eignen sich für SODIS, ein einfaches, aber wirksames Verfahren zur Wasserentkeimung. SODIS steht für Solar Water Disinfection und beruht auf der keimtötenden Wirkung der UV-Komponente in der Sonnenstrahlung. Die WHO empfiehlt SODIS als eine effektive Methode zur Wasserbehandlung auf Haushaltsebene. SODIS wird in zahlreichen Entwicklungsländern in einer steigenden Zahl von Haushalten angewendet.

Nachteile

Gasundichtigkeit

PET ist im Gegensatz zu Glas nicht gasdicht. Da Kohlendioxid aus der PET-Flasche herausdiffundiert, können manche Getränke bereits nach einigen Wochen schal und ungenießbar werden; eindringender Sauerstoff führt zu Geschmacksveränderungen und gegebenenfalls zum Verderben des Inhalts. Weil dieses Phänomen mit zunehmender Gefäßgröße abnimmt (→ A/V-Verhältnis), sind die dünnwandigen Einwegflaschen besonders von kohlensäurehaltigen Getränken meist nur in Füllgrößen über einem Liter erhältlich. Mineralwasser und andere kohlensäurehaltige Getränke in PET-Flaschen haben eine deutlich kürzere angegebene Mindesthaltbarkeitsdauer (ca. 40–50 %) als solche in Glasflaschen und Getränkedosen. Durch Plasmabeschichtungen mit Siliciumdioxid an der Innenseite kann die Gasdichtigkeit erheblich verbessert werden.<ref>Julia Weiler: Plasmabeschichtung: So gelangen weniger Gase durch die Kunststoffschicht - Ein Hauch von Glas macht dicht. In: medizin-und-technik.de. 12. Februar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2016; abgerufen am 30. August 2016.</ref>

Sterilisation, Kaltentkeimung

Da PET-Flaschen hitzeempfindlich sind und daher nicht mit thermischen Sterilisierungsverfahren keimfrei gemacht werden können, bedarf es hierzu einer chemischen Sterilisation, wie z. B. der Wasserstoffperoxid-Sterilisation.

Um PET-Flaschen keimfrei abzufüllen, kann die einzufüllende Flüssigkeit nicht, wie bei Glasflaschen üblich, heiß abgefüllt werden. Hier wird auf die sogenannte Kaltentkeimung mit Hilfe von Dimethyldicarbonat (DMDC) zurückgegriffen. Dabei zerfällt DMDC in Getränken aufgrund ihres Wassergehaltes vollständig. Als Abbauprodukte entstehen geringe Mengen Methanol und Kohlendioxid.<ref>Band 58, Federal Register 1993, page 6088 ff.</ref> Diese Stoffe sind u. a. natürliche Bestandteile von Getränken auf Fruchtbasis und von Wein.

Wenn in Getränken Ammoniumionen (NH4+) vorhanden sind und es sich um eine wässrig-saure Lösung handelt, können sich geringste Mengen von O-Methyl-Carbamat (O-Methylurethan) bilden<ref>http://www.inchem.org/documents/jecfa/jecmono/v28je15.htm</ref>. Dieser Stoff wurde in Weinen, die mit Dimethyldicarbonat (DMDC) entkeimt wurden, nachgewiesen. Er ist auf der Liste der krebsauslösenden Stoffe des Staates Kalifornien zu finden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CHEMICALS KNOWN TO THE STATE TO CAUSE CANCER OR REPRODUCTIVE TOXICITY – 3. Februar 2006 (Memento vom 12. Mai 2006 im Internet Archive).</ref> O-Methyl-Carbamat ist toxikologisch gut untersucht und es hat sich gezeigt, dass er ausschließlich bei sehr hoher Belastung (200 mg/kg Körpergewicht/Tag über 103 Wochen täglich) in weiblichen Ratten eines bestimmten Rattenstamms (F344) Leberkrebs begünstigen kann. Weder bei einem anderen Rattenstamm (Wistar) noch bei Mäusen konnte diese Wirkung beobachtet werden.<ref>https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.2903/j.efsa.2015.4319</ref>

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) sieht nach ihrem Bericht aus dem Jahre 2015 bei einer Kaltentkeimung mit DMDC keine Anhaltspunkte für eine Gesundheitsgefahr im Rahmen der zugelassenen Verwendung in Getränken.<ref>https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.2903/j.efsa.2015.4319</ref>

Acetaldehyd

Bei der Herstellung und Lagerung von PET-Flaschen entsteht Acetaldehyd, das in geringen Mengen in das Füllgut übergehen kann. Acetaldehyd hat ein süßliches und leicht fruchtiges Aroma und ist ein natürlicher Bestandteil vieler Früchte und anderer Lebensmittel wie Brot und Käse, gilt jedoch in hohen Konzentrationen als gesundheitsschädlich. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liegen die in Getränken aus PET-Flaschen gemessenen Konzentrationen von Acetaldehyd deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert und sind somit unbedenklich.<ref name="BfR25" />

Gleichwohl lässt sich Acetaldehyd bereits in Konzentrationen von weniger als einem Hundertstel dieses Grenzwerts deutlich riechen und schmecken, so dass es in nicht-aromatisierten Getränken wie Mineralwasser zwar kein gesundheitliches, aber ein sensorisches Problem darstellt. Nach geltenden Vorschriften stellt eine Geschmacks- oder Geruchsveränderung durch Acetaldehyd einen unerlaubten Qualitätsmangel dar. Dieser lässt sich durch technische Maßnahmen vermeiden. Dazu eignen sich gesundheitlich unbedenkliche Stoffe, die das Acetaldehyd im PET binden, oder einige Nanometer dünne Innenbeschichtungen aus Siliciumoxid (SiOx), die gleichzeitig als Gasbarriere fungieren.<ref>Monika Roegge: Ein Forschungsergebnis geht um die Welt: Physiker entwickelten neue Flasche für Coca Cola. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft e. V., 18. Mai 2000, abgerufen am 3. April 2026.</ref><ref>Forscher machen PET-Flaschen steril und dicht. In: pressetext.com. Pressetext Nachrichtenagentur GmbH, 25. Februar 2006, abgerufen am 3. April 2026.</ref> Letztere werden seit Anfang der 2000er-Jahre eingesetzt und sind seit mehreren Jahren Standard bei vielen PET-Flaschen, insbesondere für sauerstoffempfindliche oder karbonisierte Getränke.<ref>PET-Mehrwegflaschen mit Top-Coat. In: k-zeitung.de. Schlütersche Fachmedien GmbH, 20. November 2019, abgerufen am 3. April 2026.</ref><ref>Simone Podieh: Beschichten von PET-Mehrwegflaschen. In: neue-verpackung.de. Ultima Media Germany GmbH, 20. Februar 2020, abgerufen am 3. April 2026.</ref>

Mikroplastik

Untersuchungen des Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe in Zusammenarbeit mit der Universität Münster zeigen, dass Mikroplastik vom Verpackungsmaterial in Mineralwasser und somit direkt in die menschliche Nahrungskette gelangt. Die meisten der in den PET-Mehrwegflaschen gefundenen Partikel wurden als Polyethylenterephthalat (PET, 84 %) und Polypropylen (PP; 7 %) identifiziert. Die Mehrwegflaschen sind aus PET hergestellt und die Deckel aus PP. Im Wasser der PET-Einwegflaschen wurden nur wenige PET-Partikel gefunden. Im Wasser der Getränkekartons und Glasflaschen wurden weitere Polymere wie Polyethylen und andere Polyolefine gefunden. Dies erklärt sich daraus, dass Getränkekartons mit Polyethylenfolien beschichtet und Verschlüsse mit Schmierstoffen behandelt werden. Daher deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die Verpackung selbst Mikropartikel freisetzen kann.<ref>Darena Schymanski, Christophe Goldbeck, Hans-Ulrich Humpf, Peter Fürst: Analysis of microplastics in water by micro-Raman spectroscopy: Release of plastic particles from different packaging into mineral water. In: Water Research. Band 129, 2018, S. 154–162, doi:10.1016/j.watres.2017.11.011.</ref>

Eine Studie zeigt, dass sich etwa 240.000 Partikel von Mikroplastik (~10%) und Nanoplastik (~90%) pro Liter in Proben von Wasser aus üblichen Plastikflaschen befanden. Die Forscher analysierten Flaschenwasser von drei verschiedenen Marken, die gleichzeitig von einem großen Einzelhändler erworben wurden.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Washington Post, 9. Januar 2024. Abgerufen am 15. Mai 2024 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Mögliche hormonell wirksame Substanzen aus PET-Flaschen

In den meisten Ländern wird Antimontrioxid als Katalysator bei der PET-Herstellung verwendet, das sehr gering östrogen wirkt und sich in Spuren in abgefüllten Getränken nachweisen lässt. Die in den Trinkwasserverordnungen verschiedener Länder empfohlenen Grenzwerte von Antimon liegen aber deutlich höher als der Antimongehalt getesteter Getränke.<ref>Michael Schwarz: Mineralwasser aus PET-Flaschen ist mit Antimon verunreinigt. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft e. V., 24. Januar 2006, abgerufen am 20. März 2026.</ref> Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge liegen die maximal ermittelten Werte von 2 µg/l auch deutlich unterhalb des durch die EU-Kommission gesetzlich festgelegten Grenzwerts für einen Übergang von Antimon aus Verpackungsmaterialien auf Lebensmittel von 40 µg/kg.<ref name="BfR25" />

Trotz der Bezeichnung „Polyethylenterephthalat“ (PET) enthalten PET-Flaschen keine Weichmacher in Form von Phthalaten, die als Xenohormone fungieren können.<ref name="BfR25" />

Obwohl PET kein Bisphenol A oder Orthophthalate (siehe Phthalsäureester) enthält, wurden in zwei 2009 bzw. 2011 von den gleichen Forschern von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main veröffentlichten Fachartikeln deutliche östrogenähnliche Auswirkungen von PET festgestellt. Gegenstand dieser Artikel sind Studien, in denen die hormonelle Wirkung von Wasser auf menschliche Zellen untersucht und verglichen wurde, welches zuvor entweder in Glas- oder in PET-Flaschen aufbewahrt worden war.<ref>M. Wagner, J. Oehlmann: Endocrine disruptors in bottled mineral water: estrogenic activity in the E-Screen. In: The Journal of steroid biochemistry and molecular biology. Band 127, Nummer 1–2, Oktober 2011, S. 128–135, ISSN 1879-1220. doi:10.1016/j.jsbmb.2010.10.007. PMID 21050888. (Kompletter Artikel als Endocrine disruptors in bottled mineral water: Estrogenic activity in the E-Screen oder Endocrine disruptors in bottled mineral water: Estrogenic activity in the E-Screen).</ref><ref>Martin Wagner, Jörg Oehlmann: Endocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles (Abstract) In: Environmental Science and Pollution Research, Volume 16, Issue 3, 2009. S. 278–286 (Komplette Studie als Endocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles).</ref> Diese Ergebnisse konnten von anderen Forschern allerdings nicht nachvollzogen werden.<ref>Interview mit Dr. Frank Welle, Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung: Keine Hormone aus PET In: Stiftung Warentest, Natürliches Mineralwasser: 30 Medium-Mineralwässer im Test, 28. Juni 2017, zuletzt abgerufen am 4. August 2017</ref> Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) konnte die Ergebnisse der Frankfurter Forscher ebenfalls nicht nachvollziehen. Es konnte keinen Zusammenhang zwischen PET-Flaschen und einer Verunreinigung von Mineralwasser mit östrogenartig aktiven Substanzen feststellen und sieht „für Verbraucher keine Notwendigkeit, auf Mineralwasser aus PET-Flaschen zu verzichten.“<ref>Hormonell wirkende Substanzen in Mineralwasser aus PET-Flaschen. Information Nr. 006/2009 des BfR vom 18. März 2009 zu einer Studie der Universität Frankfurt am Main. (PDF; 72 kB).</ref>

Recycling

PET-Einwegflaschen werden gesammelt und teils recycelt, teils thermisch verwertet (sie werden in Müllverbrennungsanlagen oder Heizkraftwerken als Feuerungsmittel eingesetzt und ersetzen (Substitutionsgut) dort Gas oder Öl, das sonst eingesetzt werden müsste, wenn der zu verbrennende Müll einen zu geringen Heizwert hat).

In Aufbereitungsanlagen werden die PETs in kleine Flocken, sogenannte „Flakes“, zerhackt, von Fremdstoffen gereinigt, nach Farben sortiert und zu Granulat aufbereitet. Ein Teil dieses Materials kann dem Neumaterial beigemischt und zur Herstellung neuer Vorformlinge in einem Spritzgussverfahren für Getränkeflaschen verwendet werden. Die Herstellung neuer (glasklarer oder farbreiner) Flaschen ausschließlich aus recyceltem Material war bislang nicht möglich. Deutsche, niederländische und US-amerikanische Chemiker haben jetzt zwei Verfahren entwickelt, die künftig PET-Flaschen zu 100 Prozent recyceln können. Beim ersten Verfahren wird das vorgängig mechanisch zerkleinerte Material chemisch gelöst, gefiltert und wieder ausgefällt, beim zweiten Verfahren wird das Material mit Hilfe von Wärme und eines Katalysators in reines PET zurückverwandelt.

Gebrauchtes PET wird auch zur Herstellung von Polyester-Textilfasern verwendet. Weltmarktführer auf diesem Gebiet ist China. Allein im Jahre 2006 wurden knapp vier Millionen Tonnen PET-Abfälle in die VR China exportiert, was etwa 100 Milliarden Plastikflaschen entsprach.<ref>Jacken aus Plastikflaschen auf www.tagesspiegel.de.</ref> Auch die Türkei importierte altes PET, um daraus Textilfasern herzustellen.<ref>Dieser Pulli war mal eine Flasche im Hamburger Abendblatt.</ref> Der Marktwert sortenreinen PETs lag Mitte 2014 zwischen 400 und 500 Euro je Tonne.<ref>Jan Garvert, tagesschau.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wer profitiert von der Wertstofftonne? (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), 11. Juli 2014.</ref> Der Materialwert einer gebrauchten 1,5-Liter-Einwegflasche beläuft sich somit auf etwa 1,5 Eurocent. Der Marktwert von Recycling-PET (Flakes) orientierte sich schon in den 1990er Jahren 100-prozentig an den Kosten der enthaltenen Rohstoffe Terephthalsäure und Ethylenglycol. Daher war ein Einsatz in der chemischen Industrie als Rohstoff-Ersatz für Terephthalsäure/Glycol nicht möglich. Anfang 2018 hat China den Import von Plastikmüll eingestellt. Das Importverbot betrifft auch andere Müllarten wie Elektroschrott, Altpapier und Schlacken aus der Eisen- und Stahlindustrie. Die Regierung in Peking begründete 2018 das Importverbot mit dem Schutz von Umwelt und Gesundheit.<ref>Grenzen des Recyclings – Deutschland versinkt im Plastikmüll In: faz.net, 5. Januar 2018, abgerufen am 11. Januar 2018.(kostenpflichtig)</ref>

Die französische Firma Carbios hat ein Verfahren zur enzymatischen Depolymerisierung von PET-Produkten incl. Textilien mittels bakterieller Enzyme entwickelt. Dabei werden PET-Monomere gewonnen, die sich zu komplett neuwertigen Produkten verarbeiten lassen.<ref>Mutiertes Enzym zerlegt Plastik in Rekordzeit - ingenieur.de. 16. April 2020, abgerufen am 6. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine Demonstrationsanlage begann im September 2021 ihren Betrieb; mehrere Hersteller stellten mit dem gewonnenen Material Verpackungen her.<ref>History. In: Carbios. Abgerufen am 6. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Deutschland

In Deutschland wird ein Großteil der PET-Pfandflaschen über die Leergutsammelstellen der Wiederverwertung zugeführt. So gelangen etwa 30 % der PET-Flaschen in einen „sortenreinen Stoffkreislauf“. Laut einer Marktanalyse der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung<ref>Getränkeflaschen aus PET - Meister des Recyclings: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. neue-verpackung.de, abgerufen am 9. Oktober 2015.</ref> wurden 2013 in Deutschland PET-Getränkeflaschen zu 93,6 % recycelt. Die Recyclingbilanz bei pfandpflichtigen PET-Flaschen lag bei 97,2 %. Etwa 80 % des PET-Recyclings fand innerhalb Deutschlands statt, nur ein geringer Teil wurde im Ausland stofflich verwertet. Etwa ein Drittel der im Inland hergestellten PET-Rezyklate wurde im Jahr 2013 für die Produktion neuer PET-Getränkeflaschen verwendet. Weitere Abnehmer waren die Textilfaser-Industrie (29 %), die Folien-Industrie (27 %) sowie sonstige Anwendunge (beispielsweise Bänder oder Reinigungsmittelflaschen) (11 %). Neue PET-Getränkeflaschen bestanden 2013 durchschnittlich zu 24 % aus Recycling-Material (pfandpflichtige Einwegflaschen zu 26 %). Das Berliner Jungunternehmen share GmbH begann im September 2018 damit, als erster Hersteller in Deutschland nur noch Wasserflaschen aus voll recyceltem Plastik (100 %) zu vertreiben.<ref>Marcel Rosenbach, Simone Salden: Kampf gegen Plastikmüll: Share bringt erste voll recycelte Wasserflasche auf den Markt. In: Spiegel Online. 14. September 2018 (spiegel.de [abgerufen am 21. Januar 2019]).</ref>

Österreich

In Österreich wurden 1996 rund 7.000 t PET eingesetzt, 2002 lag die Marktmenge bei rund 26.800 t. 2003 erreichte sie das Rekordniveau von rund 33.700 t. Im Jahr 2004 lag sie noch höher, nämlich bei rd. 33.800 t, im darauffolgenden Jahr 2005 stieg sie unter Berücksichtigung der so genannten Zweiweg-Systeme auf rd. 36.400 t. 2006 erreichte die Marktmenge rd. 39.000 t und im Berichtsjahr 2007 schließlich 40.500 t.<ref>„Umsetzungsbericht der österreichischen Getränkewirtschaft 2008 pdf“ <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Umsetzungsbericht 2007 – Wirtschaftskammer Österreich (Juni 2008) (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive).</ref> Die PET to PET Recycling Österreich GmbH – ein Unternehmen der Firmengruppen Coca-Cola Hellenic Österreich, Radlberger Getränke, Rauch-Fruchtsäfte, Spitz und Vöslauer. Weitere Recyclingsanlagen: PET Recycling Team GmbH und Kruschitz GmbH. In der Anlage von PET to PET im burgenländischen Müllendorf wurden seit ihrer Inbetriebnahme im August 2007 rund 43.964 Tonnen PET-Material wieder zu Ausgangsmaterial für neue PET-Flaschen und andere Lebensmittelverpackungen verarbeitet. Nach der Verwertung bei PET to PET steht das aufbereitete Material allen Unternehmen der Getränkeindustrie, die die Anforderungen der Nachhaltigkeitsagenda erfüllen, zur Verfügung. Die Mengen orientieren sich nach dem Prozentsatz ihrer „Inverkehrsetzung“ (laut ARA-Statistik), das heißt, je mehr Flaschen ein Unternehmen per Handel in Umlauf bringt, umso größere Mengen an aufbereitetem Material stehen dem Getränkehersteller zur Verfügung.

Schweiz

Rücklaufquoten

Deutschland

Der Umlauf an PET-Flaschen in Deutschland wurde im Jahr 2003 auf etwa 800 Millionen Stück in den Größeneinheiten 1,5 Liter, 1 Liter und 0,5 Liter geschätzt. Mit der Einführung des Pflichtpfands auf definierte Einweg-Getränkeverpackungen am 1. Januar 2003 kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Umlaufmengen. Vor diesem Stichtag recycelte das „Duale System“ rund 99 % der gesammelten PET-Flaschen, was einem Anteil von etwa der Hälfte der insgesamt produzierten Flaschen entsprach. Seit Anfang 2003 werden etwa 70 % der deutschen PET-Flaschen direkt von den Verkaufsstellen zurückgenommen. Über die aktuellen Umlaufmengen gibt es derzeit keine verlässlichen Angaben.

Österreich

In Österreich werden Leichtverpackungen und PET-Flaschen von den österreichischen Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen gesammelt, sortiert und verwertet. Über die flächendeckenden, lizenzierten Systeme werden Haushalte und Betriebe versorgt (Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen).

Schweiz

Datei:PET-Flaschen-Recycling in Frauenfeld (2021).jpg
PET-Flaschen-Recycling in Frauenfeld

In der Schweiz ist die „Abgabe und die Rücknahme von Getränkeverpackungen für die Verwendung im Inland“ in der vom Bundesrat erlassenen Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) vom 5. Juli 2000 geregelt.<ref>Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) vom 5. Juli 2000.</ref> Demnach müssen Händler, Hersteller und Importeure, welche die Getränke in Einwegverpackungen aus PET abgeben, solche Einwegverpackungen auch in allen Verkaufsstellen zurücknehmen. Die Verwertungsquote soll dabei mindestens 75 % betragen. Wird diese nicht erreicht, kann das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ein Pfand auf PET-Getränkeverpackungen einführen.

Für die flächendeckende getrennte Sammlung von PET-Einweggetränkeflaschen ist der Verein PRS PET-Recycling Schweiz verantwortlich. Dieser betreibt landesweit ein Sammelstellennetz von insgesamt über 50.000 Sammelstellen, davon befinden sich 9.000 Standorte direkt bei den Verkaufsstellen und 41.000 bei freiwilligen Sammelstellen aus dem Arbeits- und Freizeitbereich.

2016 lag die Rücklaufquote bei einem Verbrauch von 1.6 Milliarden PET-Flaschen bei 82 % (siehe auch Verwertungsquote).<ref>Webseite von Verein PRS PET-Recycling Schweiz, 29. Januar 2018.</ref>

Auswirkungen auf die Umwelt

Da PET-Flaschen häufig zur Abfüllung von Trinkwasser und Erfrischungsgetränken eingesetzt werden (in Japan 63 % aller Getränkeflaschen),<ref>Das Geschäft mit dem Abfall-Export</ref> und der weltweite Bedarf dafür aufgrund von Trinkwasserverschmutzung sehr hoch ist<ref>UNICEF Für das Kinderrecht auf Wasser, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Für das Kinderrecht auf Wasser (Memento vom 23. Juli 2013 im Internet Archive)</ref> machen derartige Flaschen einen großen Teil der Haushaltsabfälle aus. In Österreich bleiben – nach einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2011 – im Schnitt 26 Prozent der PET-Flaschen im Hausmüll, in Großstädten noch mehr,<ref>Getränkeverpackungen am Prüfstand, Wien, 2011, die umweltberatung Getränkeverpackungen am Prüfstand – Nachhaltiger Getränkekonsum: Mehrweg gewinnt, die Umweltberatung wird getragen von VHS Wien, siehe Impressum „die umweltberatung“</ref> in Europa werden nur 48,4 Prozent der PET-Flaschen eingesammelt.<ref>Julia Schilly: Sechsmal mehr Plastik als Plankton in den Weltmeeren derstandard.at, 8. Juni 2011.</ref> Unkomprimierte Kunststoffflaschen im Hausmüll erhöhen das Volumen des Mülls stark, wodurch Deponien (in Ländern, in denen Restmüll noch deponiert wird) schneller gefüllt werden.

Datei:Plastik strandgut.jpg
Strandgut an der Oberguineaküste Westafrikas: fast ausschließlich PET-Getränkeflaschen

Besonders in Entwicklungsländern erfolgt die Restmüllentsorgung häufig über Flüsse, und alle Materialien mit einer geringeren Dichte als Süßwasser oder Meerwasser, wozu auch PET-Flaschen gehören, schwimmen als Treibgut und Plastikmüll in den Ozeanen oder verunstalten als Müll-Strandgut die Küsten und Strände.

Zudem stehen Textilfasern aus recycelten PET-Flaschen im Verdacht, durch Abrieb beim Waschen zur Kunststoffmüll-Problematik im Mikropartikelbereich beizutragen. Laut einer Studie, die im Fachjournal Environmental Science & Technology veröffentlicht wurde,<ref>Gefahr durch Mikroplastikmüll orf.at, 22. Dezember 2012, zuletzt abgerufen am 19. September 2017.</ref> reiben Waschmaschinen mehr als 1.900 Mikropartikel – im Durchmesser kleiner als ein Millimeter – pro Waschgang von Fleece-Stoffen aus Polyester- und Acryltextilfasern ab. Sie werden nicht in Kläranlagen zurückgehalten. Gelangen diese Mikropartikel über Abwässer ins Meer, so bilden sie einen Teil des Plastikmülls in den Ozeanen. Derartige Partikel wurden weltweit im Sediment von 18 Stränden gefunden, keine einzige Probe war frei davon.<ref>Mark Anthony Browne, Phillip Crump, Stewart J. Niven, Emma Teuten, Andrew Tonkin, Tamara Galloway, Richard Thompson: Accumulation of Microplastic on Shorelines Worldwide: Sources and Sinks, Environment Science & Technology, 2011, 45 (21), Seiten 9175–9179, doi:10.1021/es201811s</ref>

Die Richtlinie (EU) 2019/904 des Europäischen Parlaments und des Rates legt in Artikel 6 fest, dass die Mitgliedstaaten dafür Sorge tragen sollen, dass Einwegkunststoffartikel, die in Teil C des Anhangs aufgeführt sind und deren Verschlüsse und Deckel aus Kunststoff bestehen, nur dann in Verkehr gebracht werden dürfen, wenn diese Verschlüsse und Deckel während der für das Produkt vorgesehenen Verwendungsdauer an den Behältern befestigt bleiben.<ref>Richtlinie (EU) 2019/904 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2019 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (Text von Bedeutung für den EWR). Band 155, 5. Juni 2019 (europa.eu [abgerufen am 19. Mai 2023]).</ref>

Zusätzlich zu dieser EU-Richtlinie gibt es in Deutschland ein eigenes Gesetz, das die Rechtslage bezüglich Einwegkunststoffprodukten regelt. Am 3. Juli 2024 tritt §3 der Verordnung über die Beschaffenheit und Kennzeichnung von bestimmten Einwegkunststoffprodukten (Einwegkunststoffkennzeichnungsverordnung – EWKKennzV) in Kraft. Die Hersteller haben bereits Vorkehrungen getroffen, um die Anforderungen gemäß §3 zu erfüllen, welche die Beschaffenheit bestimmter Einwegkunststoffgetränkebehälter regeln.<ref>§ 3 EWKKennzV - Einzelnorm. Abgerufen am 19. Mai 2023.</ref>

PET als Innenhülle für Hochdruckgasflaschen

Die Entwicklung von leichten Gasflaschen für Atemschutz (Feuerwehr), Heliumballons, Kfz-Treibstoff-Gase sowie Flug-, Raumfahrt- und Seenotanwendungen führte vom

  • Typ 1 – nur aus Metall (nahtlos; Stahl oder Aluminiumlegierung), über
  • Typ 2 – mit Fasern nur am zylindrischen Umfang umwickelte Metallflaschen und
  • Typ 3 – Flaschen mit dünnem Metall-Liner, der vollflächig umwickelt ist, zum
  • Typ 4 – Flaschen, bei denen auch der Liner, die gasdichte Innenlage aus Kunststoff ist. Nur mehr der Hals besteht aus Metall, mitunter auch noch ein Bodenstück.

Der Kunststoff-Liner dieser Typ-4-Composite-Flaschen wurde zunächst aus HDPE hergestellt. 2014 entwickelt der PET-Flaschen-Blasmaschinenhersteller SIPA für den Gasflaschenhersteller CTS (beide in Italien ansässig) ein Verfahren zum präzisen Blasen von PET-Linern. PET hält Sauerstoff wesentlich besser, denn die Permeabilität von PE ist um den Faktor 40 bis 100 größer (bei 300 bar). Diese Blase kann aus PET dünner und damit leicht gefertigt werden; sie dient auch als Kern für die CNC-Bewicklung mit Carbonfaser-Roving. Mit Epoxidharz als Matrix werden die Fasern fixiert.

Diese für CTS patentierte Bauweise – Typ 4 mit PET-Liner – ergibt die heute leichtesten Gefäße für Betriebsdrucke im Bereich von 100 bis 800 bar.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. packagingeurope.com, 30. Oktober 2014, abgerufen am 7. November 2016.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary: PET-Flasche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: PET-Flaschen – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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