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Stefano Garris

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Basketballspieler
Basketballspieler
Stefano Garris
Datei:Nino Garris 2006.jpg
Stefano Garris, 2006
Spielerinformationen
Voller Name Stefano Marco Garris
Spitzname Nino
Geburtstag 21. April 1979 (47 Jahre)
Geburtsort Paderborn, Deutschland
Größe 198 cm
Position Shooting Guard / Small Forward
Vereine als Aktiver
1994–1998 DeutschlandDeutschland Paderborn Baskets
1999–2001 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde
2001–2005 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2005–2008 DeutschlandDeutschland Skyliners Frankfurt
2008–2009 DeutschlandDeutschland Paderborn Baskets
2010–2012 DeutschlandDeutschland Accent Baskets Salzkotten
Nationalmannschaft
2001–2007 DeutschlandDeutschland Deutschland 72 Spiele
Stefano Garris
Medaillenspiegel

Basketball (Männer)

DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Weltmeisterschaft
Bronze 2002 Vereinigte Staaten Deutschland

Stefano Marco „Nino“ Garris (* 21. April 1979 in Paderborn) ist ein ehemaliger deutscher Basketballspieler. Er bestritt 72 Länderspiele<ref name=":0">Elmar Neumann: Basketball: Nino und sein neues Leben. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 1. September 2020]).</ref> und 249 Bundesliga-Spiele.<ref name=":1">1620 Stefano GARRIS. In: Basketball-Bundesliga. Abgerufen am 1. September 2020.</ref>

Leben

Der Sohn eines US-amerikanischen Vaters und einer Deutschen und italienischen Mutter<ref>Stefano Garris #11. In: Alba Berlin. Alba Berlin, 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Januar 2014; abgerufen am 2. April 2013 (Spielerprofil).</ref> spielte zunächst Fußball beim SC GW Paderborn. Mit seinem Vater besuchte er schon in Kindertagen als Zuschauer Heimspiele der Paderborner Basketballmannschaft und lebte eine Zeit lang auch in den Vereinigten Staaten. Ein Freund nahm ihn in Paderborn zum Basketballtraining mit.<ref>»Bundesliga gehört zu Paderborn«. In: 50 JAHRE BASKETBALL IN PADERBORN. Abgerufen am 31. Oktober 2020.</ref> In der Jugend wurde er von Nima Mehrdadi gefördert.<ref name=":2">»Bundesliga gehört zu Paderborn«. In: Westfalen-Blatt. Abgerufen am 1. September 2020.</ref> Garris spielte für Forbo Paderborn in der 2. Basketball-Bundesliga, bevor er 1998 nach Berlin wechselte. Nach einer verletzungsbedingten Pause in der Saison 1998/1999 machte er dort von 1999 bis 2001 beim TuS Lichterfelde, dem Farmteam von Alba Berlin, große Fortschritte.

Schon Ende der Saison 2000/2001, mit einer Doppellizenz auch für Alba spielberechtigt, sprang er in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft für verletzte Leistungsträger ein und hatte auf Anhieb einen großen Anteil daran, dass die Berliner ihren Meistertitel erfolgreich verteidigen konnten.

Gleich anschließend setzte Nino seinen Aufstieg bei der EM 2001 in der Türkei fort. Dort wurde er mit Deutschland Vierter und erzielte im Turnierverlauf 5,6 Punkte je Begegnung.<ref>Stefano Marco Garris profile, European Championship for Men 2001. In: FIBA. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. September 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.fiba.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> 2002 gewann er mit der Nationalmannschaft Bronze bei der Weltmeisterschaft, Garris war daran mit 4,2 Punkten je Partie beteiligt.<ref>Stefano Marco Garris profile, World Championship for Men 2002. In: FIBA. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2016; abgerufen am 1. September 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fiba.com</ref> 2005 musste er kurz vor der Europameisterschaft seine Turnierteilnahme wegen einer Operation am Fußgelenk absagen.<ref>Nino Garris muss EM-Teilnahme absagen. Deutscher Basketball Bund, abgerufen am 1. September 2020.</ref>

Der 1,98 m große Garris spielte auf den Position zwei und drei. Er war als Verteidigungsspezialist und Distanzschütze bekannt. Für Berlin erzielte er in der Saison 2004/2005 bei einer Trefferquote von 45 Prozent 11,1 Punkte pro Spiel. 2005 unterschrieb er bei den Skyliners Frankfurt einen Dreijahresvertrag, bestritt für die Hessen bis 2008 verletzungsbedingt<ref name=":0" /> aber nur 52 Bundesliga-Spiele.<ref name=":1" />

Am 7. Oktober 2005 erschien ein Hip-Hop-Titel mit dem Namen „Kling wie du“ auf der CD Dein Lieblings Album von Deine Lieblings Rapper, in dem Garris als Rapper auftrat.

Die Sängerin Stephanie Brauckmeyer (Deutschland sucht den Superstar) brachte am 6. Februar 2006 den gemeinsamen Sohn Jaden Romeo zur Welt. Im Dezember 2009 heiratete Garris seine langjährige Lebensgefährtin.<ref name=":0" />

Ab der Saison 2008/2009 spielte Garris wieder für seinen Heimatverein Paderborn Baskets, dies gab der Verein am 28. Juli 2008 auf einer Pressekonferenz bekannt. Nach einer Saison, in der er durchschnittlich 4,7 Punkte erzielte, verließ er die Mannschaft.

Nach einer Saison ohne Pflichtspiel-Einsatz schloss sich Garris zur Saison 2010/2011 dem TV Salzkotten in der 1. Regionalliga West an. Dort sollte er eine junge Mannschaft führen und dabei helfen den Verein in der Liga zu halten.<ref>Elmar Neumann: Nino und sein neues Leben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. April 2012, abgerufen am 2. April 2013.</ref> 2012 trat Garris dann aus gesundheitlichen Gründen endgültig vom Leistungssport zurück.<ref>Jochem Schulze: Garris vor dem Karriereende. In: Neue Westfälische. 29. August 2012, abgerufen am 2. April 2013.</ref> Er studierte bis 2015 Betriebswirtschaftslehre und arbeitete rund drei Jahre als Spielervermittler für eine Berliner Agentur, die Berufsbasketballspieler berät.<ref name=":2" /> Er gründete zudem mit einem Geschäftspartner ein Reiseunternehmen<ref>Stefano Garris. In: jetlegs.eu. Abgerufen am 1. September 2020.</ref> und wurde Geschäftsführer der Firma.<ref>Stefano Garris, Bad Lippspringe - Geschäftsführer der Jetlegs Travel GmbH. In: companyhouse.de. Abgerufen am 1. September 2020.</ref>

Zur Saison 2020/2021 stieß Garris als Assistenztrainer zum Stab der Paderborn Baskets<ref>Ehemaliger Nationalspieler Nino Garris wird Co-Trainer bei den Uni Baskets Paderborn. In: Paderborn Baskets. Abgerufen am 1. September 2020.</ref> und war bis 2022 in diesem Amt tätig.<ref>Uni Baskets Paderborn - ProA - 2021/2022. In: 2. Basketball-Bundesliga. Abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref>

Erfolge

  • 1999 Deutscher Pokalsieger und Meister mit Alba Berlin
  • 2000 Deutscher Meister mit Alba Berlin
  • 2001 Deutscher Meister mit Alba Berlin und 4. Platz bei der EM in der Türkei mit Deutschland
  • 2002 Deutscher Pokalsieger und Meister mit Alba Berlin und die Bronzemedaille bei der WM in Indianapolis mit Deutschland
  • 2003 Deutscher Pokalsieger und Meister mit Alba Berlin

Weblinks

Einzelnachweise

<references />