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Theodor Liedtcke

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Theodor Liedtcke (* 23. Oktober 1823<ref name="Theateralmanach">Neuer Theater-Almanach – Theatergeschichtliches Jahr- und Adressen-Buch. 15. Jahrgang. F. A. Gunther & Sohn, Berlin 1904, S. 134 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> oder 1828<ref name="Eisenberg">Ludwig Julius Eisenberg: Ludwig Eisenberg’s grosses biographisches Lexikon der deutschen Buhne im 19. Jahrhundert. Paul List, Leipzig 1903, S. 606–607 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> in Königsberg; † 20. November 1902 in Berlin) war ein deutscher Sänger und Königlicher Hofschauspieler am Berliner Schauspielhaus.

Leben

Liedtcke war der Sohn eines Fabrikanten.<ref name="Eisenberg" /> Er sollte sich ursprünglich der Landwirtschaft widmen folgte jedoch seiner Neigung und begann 1846 seine Bühnenlaufbahn als Chorfänger an der Bühne in Königsberg. Schon bald entwickelte er sich zu einem Solisten und war als Baritonist aktiv. Er beteiligte sich ein halbes Jahr lang an einer Opernunternehmung und kehrte, als sich diese nach Russland wandte nach Deutschland zurück. Bei seinem Engagement am Deutschen Theater in Vilnius wechselte er zwischen der Oper und dem darstellenden Spiel. Er sang noch einige Basspartien am Stadttheater von Stettin, wechselte aber schließlich zur Schauspielerei und wirkte in der Heldenrolle oder als jugendlicher Liebhaber. Nachdem er zunächst mit einihen Wanderbühnen unterwegs war, bekam er in der Rolle des ersten Liebhabers ein etwas besseres Engagement beim Grafen Hahn am Stadttehter in Altona. Es folgten Auftritte in Dresden, Liegnitz, Rostock, Stettin, Weimar und Wien auf. 1850 wurde er nach mehrmaligen Probegastspiel am Königlichen Schauspielhaus in Berlin engagiert.

Später wandte er sich dem humoristischen Fach zu. Als Gast trat er in Hamburg, Leipzig und München auf. Nach gut 40 Jahren beendete Liedtcke am 12. Oktober 1889 seine Bühnenkarriere als Hofschauspieler.<ref>Oscar Red Meltzer, Karl Vollrath: Theaternotizen. In: Breslauer Zeitung. 70. Jahrgang, 720 (14 Oktober 1889) - Abend-Ausgabe. Eduard Trewendt, 14. Oktober 1889, S. 2, rechte Spalte unten (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Zwischenzeitlich hatte man ihm an der Wiener Hofburg einen lebenslänglichen Vertrag angeboten, den er jedoch auf Wunsch des preußischen Hofes ablehnte. Er starb kurz nach seinem 79. Geburtstag<ref name="Theateralmanach" /> und wurde auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor, wo vierzig Jahre zuvor bereits seine früh verstorbene erste Gattin ihre letzte Ruhestätte gefunden hatte, beigesetzt. Beide Gräber sind nicht erhalten.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 233.</ref>

Rollen (Auswahl)

Zu seinen Rollen zählten:

Familie

Liedtcke war zweimal verheiratet:

  • am 17. September 1860 mit der Sängerin und Schauspielerin Clara (geborene Stich, verwitwete Hoppe; 1820–1862)
  • mit der österreichischen Schauspielerin Marie (geborene Weisshappel, geschiedene Kierschner; 1834–1898)<ref>Liedtke, Marie; geb. Weißhappel, verehel. Kierschner (1834-1898), Schauspielerin. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1972, S. 208 (biographien.ac.at).</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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