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PGA Tour

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Die PGA Tour (Professional Golfers' Association, offizielle Schreibweise PGA TOUR) ist eine Organisation mit Hauptsitz in Ponte Vedra Beach, Florida, USA. Sie betreibt die wichtigste Golf-Tour der USA in 3 Ebenen (Levels):

Gründung

Die PGA Tour entstand aus einem fundamentalen Bruch im professionellen Golf der Vereinigten Staaten. Bis 1968 war die Tour Teil der PGA of America, einer Organisation, die sowohl die Interessen der Club Professionals als auch der Turnierspieler vertrat. Die Spannungen zwischen diesen beiden Gruppen führten schließlich zu einer historischen Abspaltung. Zentral für diesen Bruch war eine Gruppe von führenden Golfspielern, die mit der mangelnden Mitsprache und den finanziellen Strukturen unzufrieden waren. An der Spitze dieser Bewegung standen Persönlichkeiten wie:

  • Jack Nicklaus: Der aufstrebende Star der damaligen Zeit setzte sich öffentlich für die Autonomie der Tourspieler ein. Er kritisierte die mangelnde Transparenz und Kontrolle der Spieler über Turnierorganisation und Preisgelder.
  • Gardner Dickinson: Als Mitbegründer der „American Professional Golfers, Inc.“ (APG), einer kurzlebigen, aber symbolträchtigen Spielervereinigung, spielte Dickinson eine Schlüsselrolle bei der Mobilisierung seiner Kollegen.
  • Doug Ford und Frank Beard: Auch sie engagierten sich aktiv in den Verhandlungen mit der PGA of America und unterstützten die Forderung nach einer stärkeren, von Spielern geführten Tourstruktur.

Während Arnold Palmer selbst kein offizielles Mitglied der APG war, übernahm er eine bedeutende Vermittlerrolle. Mit seiner Autorität und seinem Einfluss auf die Öffentlichkeit half er, Spannungen zu entschärfen und unterstützte die Suche nach einem nachhaltigen Kompromiss.

Im August 1968 mündete die Bewegung in die Gründung der Tournament Players Division innerhalb der PGA – einem Schritt, der als Geburtsstunde der modernen PGA Tour gilt. Diese neue Struktur wurde von einem „Tournament Policy Board“ gelenkt, in dem Spielervertreter erstmals echten Einfluss auf die Ausrichtung der Tour hatten. Die heutige Unabhängigkeit und der wirtschaftliche Erfolg der PGA Tour lassen sich somit direkt auf das Engagement und die Vision dieser Spieler in den späten 1960er Jahren zurückführen.<ref>https://www.reuters.com/lifestyle/sports/liv-pga-feud-unlike-dispute-that-gave-rise-pga-tour-says-nicklaus-2023-04-06/</ref>

Struktur der eigentlichen PGA Tour

Die PGA Tour hat in den letzten Jahren bedeutende strukturelle Veränderungen vorgenommen, um den Wettbewerb zu stärken und die Attraktivität für Fans, Spieler und Sponsoren zu erhöhen. Im Zentrum dieser Reformen stehen die sogenannten „Signature Events“, die 2024 erstmals Teil der Tour waren. Die Saison 2025 umfasst insgesamt 39 Turniere: 36 reguläre Events und drei FedExCup-Playoff-Turniere. Zu den regulären Veranstaltungen zählen acht Signature Events, 18 Full-Field Events und fünf zusätzliche Turniere. Hinzu kommen die vier Major Championships sowie die PLAYERS Championship.<ref>https://golf.com/news/2025-pga-tour-schedule/</ref><ref>https://www.attpbgolf.com/news/pga-tour-releases-2025-fedexcup-season-schedule/</ref><ref>https://www.thesun.ie/sport/14407598/2025-pga-tour-scheduled-golf-fedex-cup/</ref>

Die Signature Events wurden eingeführt, um regelmäßig hochkarätige Wettbewerbe mit den besten Spielern zu gewährleisten. Sie bieten erhöhte Preisgelder von jeweils 20 Millionen US-Dollar und 700 FedExCup-Punkte für den Sieger. Die Teilnehmerfelder sind auf mindestens 72 Spieler begrenzt und setzen sich aus den Top 50 der FedExCup-Wertung des Vorjahres sowie weiteren qualifizierten Spielern zusammen.<ref>https://www.pgatour.com/signature-events</ref> Die Einführung der Signature Events ist eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch alternative Golf-Ligen wie LIV Golf. Ziel ist es, die besten Spieler regelmäßig gegeneinander antreten zu lassen und so die Attraktivität der Tour zu steigern. Durch die begrenzten Teilnehmerfelder und erhöhten Preisgelder sollen sowohl die sportliche Qualität als auch das Zuschauerinteresse erhöht werden.<ref>https://www.golfmonthly.com/news/phil-mickelson-pga-tour-model-mcilroy</ref>

Lage in jüngerer Zeit

Die weltweite Wirtschaftskrise ab 2007/2008 – ausgelöst durch den Zusammenbruch des Immobilienmarkts und großer Banken in den USA – traf auch den Profisport hart. Sponsoren zogen sich zurück oder reduzierten ihr Engagement. Große Unternehmen wie Buick (damals Hauptsponsor mehrerer PGA-Turniere und auch Partner von Tiger Woods) kürzten ihr Sponsoring-Budget massiv. Preisgelder konnten schwerer aufrechterhalten werden, weil Turniere weniger Einnahmen durch Sponsoring, Werbung und Hospitality-Angebote hatten. Anders als in den Vorjahren sank das Preisgeld der gesamten Turnierserie leicht. 2008 waren 280 Millionen, 2009 noch 274 Millionen US-Dollar zu gewinnen.<ref>http://www.golfweek.com/news/2009/dec/19/pga-tour-looses-money-events-2010/</ref> Ebenfalls nicht zur Steigerung der amerikanischen Profiserie trug Ende 2010 die Ankündigung einiger europäischer Spitzenspieler bei, weniger Turniere in den USA zu spielen. Rory McIlroy kündigte an, seine PGA-Tour-Karte zurückzugeben. Zuvor hatten schon der Weltranglistenerste Lee Westwood und Francesco Molinari erklärt, sich auf die European Tour konzentrieren zu wollen.

Die PGA Tour hält jährlich im Herbst ein Qualifikationsturnier, die Q-School über 6 Runden ab, wobei die ersten 30, inklusive geteilte 30. Plätze, die Spielberechtigung für das folgende Jahr auf der Top-Level Tour erhalten. Weiterhin spielberechtigt sind die ersten 20 der Nationwide-Tour-Jahreswertung und die ersten 125 der Top-Level-Jahreswertung PGA Tour Money Leaders.

Gewinner der Geldrangliste seit 1980

Am Ende der Saison erhält der Führende in der money list seit 1981 den Arnold Palmer Award.

Jahr Sieger Nation Verdienst (US-Dollar) Meiste Siege
2025 Scottie Scheffler Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 27.659.550 6: Scottie Scheffler
2024 Scottie Scheffler Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 29.228.357 7: Scottie Scheffler
2023 Scottie Scheffler Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 21.014.342 4: Jon Rahm
2022 Scottie Scheffler Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 14.046.910 4: Scottie Scheffler
2021 Jon Rahm SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 7.750.933 4: Patrick Cantlay
2020 Justin Thomas Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 7.344.040 3: Dustin Johnson, Justin Thomas
2019 Brooks Koepka Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 9.684.006 3: Brooks Koepka, Rory McIlroy
2018 Justin Thomas Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 8.694.821 3: Bryson DeChambeau, Dustin Johnson, Justin Thomas, Bubba Watson
2017 Justin Thomas Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 9.921.600 5: Justin Thomas
2016 Dustin Johnson Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 9.365.185 3: Jason Day, Dustin Johnson
2015 Jordan Spieth Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 12.030.465 5: Jason Day, Jordan Spieth
2014 Rory McIlroy NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland 8.280.096 3: Rory McIlroy, Jimmy Walker
2013 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 8.553.439 5: Tiger Woods
2012 Rory McIlroy NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland 8.047.952 4: Rory McIlroy
2011 Luke Donald EnglandDatei:Flag of England.svg England 6.683.214 2: 7 Spieler
2010 Matt Kuchar Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 4.910.477 3: Jim Furyk
2009 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 10.508.163 6: Tiger Woods
2008 Vijay Singh FidschiDatei:Flag of Fiji.svg Fidschi 6.601.094 4: Tiger Woods
2007 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 10.867.052 7: Tiger Woods
2006 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 9.941.563 8: Tiger Woods
2005 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 10.628.024 6: Tiger Woods
2004 Vijay Singh FidschiDatei:Flag of Fiji.svg Fidschi 10.905.166 9: Vijay Singh
2003 Vijay Singh FidschiDatei:Flag of Fiji.svg Fidschi 7.573.907 5: Tiger Woods
2002 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 6.912.625 5: Tiger Woods
2001 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 5.687.777 5: Tiger Woods
2000 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 9.188.321 9: Tiger Woods
1999 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 6.616.585 8: Tiger Woods
1998 David Duval Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 2.591.031 4: David Duval
1997 Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 2.066.833 4: Tiger Woods
1996 Tom Lehman Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1.780.159 4: Phil Mickelson
1995 Greg Norman AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 1.654.959 3: Lee Janzen, Greg Norman
1994 Nick Price SimbabweDatei:Flag of Zimbabwe.svg Simbabwe 1.499.927 6: Nick Price
1993 Nick Price SimbabweDatei:Flag of Zimbabwe.svg Simbabwe 1.478.557 4: Nick Price
1992 Fred Couples Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1.344.188 3: John Cook; Fred Couples; Davis Love III
1991 Corey Pavin Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 979.430 2: 8 Spieler
1990 Greg Norman AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 1.165.477 4: Wayne Levi
1989 Tom Kite Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1.395.278 3: Tom Kite; Steve Jones
1988 Curtis Strange Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1.147.644 4: Curtis Strange
1987 Curtis Strange Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 925.941 3: Paul Azinger; Curtis Strange
1986 Greg Norman AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 653.296 4: Bob Tway
1985 Curtis Strange Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 542.321 3: Curtis Strange; Lanny Wadkins
1984 Tom Watson Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 476.260 3: Tom Watson; Denis Watson
1983 Hal Sutton Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 426.668 2: 8 Spieler
1982 Craig Stadler Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 446.462 4: Craig Stadler; Tom Watson; Calvin Peete
1981 Tom Kite Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 375.699 4: Bill Rogers
1980 Tom Watson Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 530.808 7: Tom Watson

Erfolgreichste Spieler der PGA-Tour

Rang Name Nation Siege Majors Zeitspanne
1. Sam Snead Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 82 7 1936–1965
Tiger Woods Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 82 15 1996–2019
3. Jack Nicklaus Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 73 18 1962–1986
4. Ben Hogan Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 64 9 1938–1959
5. Arnold Palmer Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 62 7 1955–1973
6. Byron Nelson Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 52 5 1935–1951
7. Billy Casper Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 51 3 1956–1975
8. Walter Hagen Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 45 11 1914–1936
Phil Mickelson Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 45 6 1991–2021
10. Cary Middlecoff Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 39 3 1945–1961
Tom Watson Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 39 8 1974–1998

Weblinks

Commons: PGA Tour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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Major-Turniere: The Masters | U.S. Open | The Open Championship (British Open) | PGA Championship

Andere FedEx-Cup-Turniere: Hyundai Tournament of Champions | Sony Open in Hawaii | Bob Hope Classic | Farmers Insurance Open | Waste Management Phoenix Open | AT&T Pebble Beach National Pro-Am | Northern Trust Open | WGC-Dell Match Play Championship | Mayakoba Golf Classic at Riviera Maya-Cancun | The Honda Classic | WGC-Cadillac Championship | Puerto Rico Open | Transitions Championship | Arnold Palmer Invitational | Shell Houston Open | Valero Texas Open | The Heritage | Zurich Classic of New Orleans | Wells Fargo Championship | The Players Championship | Crowne Plaza Invitational at Colonial | HP Byron Nelson Championship | Memorial Tournament | FedEx St. Jude Classic | Travelers Championship | AT&T National | John Deere Classic | Viking Classic | RBC Canadian Open | Greenbrier Classic | WGC-Bridgestone Invitational | Reno-Tahoe Open | Wyndham Championship

FedEx-Cup-Playoff-Turniere: The Barclays | Deutsche Bank Championship | BMW Championship | The Tour Championship

Featured Events: CIMB Asia Pacific Classic Malaysia | WGC-HSBC Champions

PGA Tour Fall Series: Justin Timberlake Shriners Hospitals for Children Open | Frys.com Open | McGladrey Classic | Children’s Miracle Network Classic

Team-Turniere: Presidents Cup | Ryder Cup | Omega Mission Hills World Cup

Challenge Season Events (inoffiziell): Tavistock Cup | CVS Caremark Charity Classic | PGA Grand Slam of Golf | Wendy’s 3-Tour Challenge | ADT Skills Challenge | Chevron World Challenge | The Shark Shootout

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