Asbolos
Asbolos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), latinisiert und deutsch auch Ásbolus<ref>Weitere Erklärung des Namens siehe Astylos.</ref>) ist ein Kentaur der griechischen Mythologie, möglicherweise identisch mit den ovidschen Astylos.<ref>Ovid, Metamorphosen 12, 307–309.</ref>
Bei Hesiod und Ovid<ref>Bei Ovid heißt der Seher Astylos. Roscher will ihn in Asbolos ändern, „weil dieser nicht nur einer der berühmtesten Kentauren war, sondern auch Ovid ausdrücklich von einem augur (Seher) redet, was aufs genaueste mit dem hesiodischen Verse (Schild 185) ... übereinstimmt.“ Roscher, Kentaurennamen, Seite 428, siehe Literatur.</ref> ist er einer der Kentauren, die bei der Hochzeit des Peirithoos mit den Lapithen kämpfen (Kentauromachie). Der Beiname Vogelschauer ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) deutet auf seherische Fähigkeiten hin.<ref>Hesiod, Schild des Herakles 185</ref><ref>Ovid, Metamorphosen 12,309</ref>
Nach Flavius Philostratos wurde er nach dem Kampf von Herakles gekreuzigt.<ref>Flavius Philostratos, Heroikos 19,17</ref> Auf das Kreuz schrieb dieser das Epigramm: <poem style="margin-left:2em; font-style:italic;"> Ich, Asbolos, weder fürchtend Strafe von Göttern noch von Menschen, bin, hängend an einer harzigen Fichte mit spitzigen Nadeln, geweiht als ein reichliches Mahl beinahe ewig lebenden Raben.<ref>Andreas Beschorner: Helden und Heroen, Homer und Caracalla: Übersetzung, Kommentar und Interpretationen zum Heroikos des Flavios Philostratos. Levante, 1999. S. 157.</ref> </poem>
In antiken bildlichen Darstellungen von Kentaurenkämpfen ist er inschriftlich als Hasbolos auf dem attisch-schwarzfigurigen Klitiaskrater (ca. 570/60 v. Chr., siehe Bild) und einem attisch-schwarzfigurigen Kantharos in der Antikensammlung Berlin (Inv.-Nr. F1737; ca. Mitte des 6. Jh. v. Chr.) bezeugt.<ref>Die Inschrift auf dem Kantharos: Corpus Inscriptionum Graecarum 7383; 8185c</ref>
Am 28. September 1999 wurde der Zentaur (8405) Asbolus nach ihm benannt.
Literatur
- Wilhelm Heinrich Roscher: Die Kentaurennamen bei Ovidius’ Metamorphosen 12, 220–499. In: Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik. Band 105, 1872, Seite 421–428, (Digitalisat).
- Heinrich Wilhelm Stoll: Asbolos. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 609 (Digitalisat).
- Konrad Wernicke: Asbolos 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,2, Stuttgart 1896, Sp. 1519.
Einzelnachweise
<references />