Zum Inhalt springen

Buise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Februar 2024 um 23:40 Uhr durch imported>Elvaube.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:East Friesland 1584 map by Waghenaer.jpg
Gesüdete Karte von Ostfriesland (1584) von Waghenaer, mit Buysen zwischen Norderny und Iuyſt

Buise oder Buyse ist eine im 17. Jahrhundert untergegangene Ostfriesische Insel mit unsicherer Lage und Ausdehnung.

Da es keine genauen Quellen aus dieser Zeit gibt, wird davon ausgegangen, dass Buise in den verheerenden Sturmfluten der Jahre 1219 und 1362 aus einer größeren Insel, die der römische Naturforscher Plinius der Ältere in seiner in den 70er Jahren n. Chr. entstandenen Enzyklopädie Naturalis historia als Burchana bezeichnet hatte, entstand. Anderen Quellen zufolge entstand Buise wie Juist, Borkum und Memmert mit der Allerheiligenflut 1170 aus der von der Sturmflut in Teile gerissenen Insel Bant.

Bei der Zweiten Marcellusflut von 1362 zerbrach Buise in zwei Teile. Die östliche Hälfte wurde Oesterende oder bis 1406 Ostende<ref>Gottfried Kiesow: Architekturführer Ostfriesland. Deutsche Stiftung Denkmalschutz – Monumente Publikationen, Bonn 2009, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 364.</ref> und später „Nynorderoog“ oder „Norder neye Oog“ (Neue Norder Insel) genannt, die heutige Insel Norderney.

Durch witterungs- und strömungsbedingtes Abtragen der Dünen verschwand der südwestlich verbliebene Teil in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Als genauer Zeitpunkt werden insbesondere die Petriflut von 1651, aber auch das Jahr 1690 genannt.

Weblinks

Quellenangaben und Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 53° 42′ N, 7° 9′ O

 {{#coordinates:53,707221944444|7,1469438888889|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE
   |type=isle
  }}