Valeraldehyd
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Valeraldehyd | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Valeraldehyd | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C5H10O | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 86,13 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
0,81 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−92 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
103 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
36 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
schlecht löslich in Wasser (14 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,3944 (20 °C)<ref name="CRC90_3_414">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-414.</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| MAK |
Schweiz: 50 ml·m−3 bzw. 175 mg·m−3<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 110-62-3 bzw. Valerianaldehyd)Vorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||||||||
Valeraldehyd (nach IUPAC-Nomenklatur: Pentanal, seltener auch als Amylaldehyd bezeichnet) ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der Aldehyde. Mit seinen isomeren Verbindungen Isovaleraldehyd, 2-Methylbutyraldehyd und Pivalaldehyd bildet er die Stoffgruppe der Pentanale.
Vorkommen
Natürlich kommt Pentanal in Färberdisteln,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Sojabohnen,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Echtem Lorbeer,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Luzerne,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Arabischem Bergkraut,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Reis (Oryza sativavor),<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Schwarzen Johannisbeeren,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Rosa damascena,<ref name="Dr.Dukes 59950" /> Sesam<ref name="Dr.Dukes 59950" /> und Kartoffeln<ref name="Dr.Dukes 59149" /> vor.
Gewinnung und Darstellung
Valeraldehyd wird großtechnisch durch Hydroformylierung von But-1-en bei Temperaturen von 70 – 150 °C und Drücken von 10 – 200 bar hergestellt. Als Katalysatorsysteme werden meist Rhodium-Bisphosphitkomplexe mit sterisch gehinderten organischen sekundären Aminen, die eine Selektivität für n-Pentanal von mindestens 90 % aufweisen, verwendet. Die komplette Reaktion läuft dabei in Blasensäulen- oder Rührkesselreaktoren ab. Als Ausgangsmaterial können auch C4-Gemische wie das beim Steamcracken anfallende sogenannte Raffinat II verwendet werden.<ref>Patentanmeldung WO2009146985A1: Verfahren zur Herstellung von C5-Aldehydgemischen mit hohem N-Pentanalanteil. Angemeldet am 28. April 2009, veröffentlicht am 10. Dezember 2009, Anmelder: Evonik Oxeno GmbH, Erfinder: Hans-Gerd Lüken et al.</ref><ref>Patent EP2802550B1: Langzeitstabiles Verfahren zur Herstellung von C5-Aldehyden. Angemeldet am 27. September 2013, veröffentlicht am 13. Januar 2016, Anmelder: Evonik Degussa GmbH, Erfinder: Dirk Fridag, Robert Franke, Dieter Hess, Markus Schwarz, Katrin Marie Dyballa, Hans-Gerd Lueken, Bart Hamers, Uwe Ernst.</ref>
Eigenschaften
Valeraldehyd bildet leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 6 °C.<ref name="GESTIS" /> Die untere Explosionsgrenze (UEG) liegt bei 1,1 Vol.‑% (50 g·m−3).<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes">E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.</ref> Die Zündtemperatur beträgt 205 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes" /> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T3.
Verwendung
Valeraldehyd wird in verschiedenen Aromen (z. B. Früchtearomen) sowie als Vulkanisationsbeschleuniger verwendet. Aus Valeraldehyd erhält man durch Aldolkondensation 2-Propyl-2-heptenal, das zum gesättigten verzweigten Alkohol 2-Propylheptanol (2-PH) hydriert wird. Dieses dient als Edukt für den PVC-Weichmacher Di-2-propylheptyl-phthalat und nach Ethoxylierung mit 5 bzw. 7 EO-Einheiten für nichtionische APEO (alkylphenolethoxylat)-freie Detergentien.
Sicherheitshinweise
Die Dämpfe reizen die Augen, die Atemwege und die Haut. Zu lange Exposition kann zu Lungenödemen führen. Mit Aminen, Ammoniak, alkalischen Stoffen erfolgt eine Polymerisation.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Dr.Dukes 59149"> Vorlage:DrDukesDB </ref> <ref name="Dr.Dukes 59950"> Vorlage:DrDukesDB </ref> </references>
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- Sensibilisierender Stoff
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- Alkanal
- Aromastoff (EU)
- Futtermittelzusatzstoff (EU)