Andrei Hoteev
Andrej Hoteev ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 2. Dezember 1946<ref>Moscow_Conservatory_alumni. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> in Leningrad; † 28. November 2021<ref>Russischer Quellgeist: Zum Tod von Andrej Hoteev. 7. Dezember 2021, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>) war ein in Deutschland lebender russischer Pianist.
Leben
Andrej Hoteev studierte am Sankt Petersburger Konservatorium bei Nathan Perelman<ref>Sviatoslav Richter-Forum. Abgerufen am 28. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und am Moskauer Konservatorium bei Lew Naumow.<ref>Redaktion: CD-Rezension Andrej Hoteev - Rehabilitationstat. In: concerti.de. 19. Oktober 2016, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref><ref>Защитник окружающей среды. In: Российский музыкант. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Dezember 2024; abgerufen am 28. Januar 2026 (S. 1233).</ref> 1983 gab er sein Debüt im Kleinen Saal des Moskauer Konservatoriums. Es folgten weitere Auftritte in Russland. Die künstlerische Begegnung mit Swjatoslaw Richter<ref>concerti - Das Hamburger Musikleben Juni 2010. In: Issuu. (issuu.com [abgerufen am 28. Januar 2026]).</ref><ref>Jürgen Kesting: Hoteevs Hommage für Richters singende Finger (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive ), Hamburger Abendblatt vom 4. Juni 2010 </ref> im Juni 1985 in Sankt Petersburg gab den entscheidenden Impuls für den pianistischen Stil von Andrej Hoteev.<ref>Lutz Lesle: Ein olympisches Programm. In: Welt. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> Nach zunehmender Behinderung seiner konzertanten und musikwissenschaftlichen Tätigkeit durch staatliche Stellen war es ihm, nach zeitweisem Auftrittsverbot,<ref>Die Eckelshausener Musiktage - Kuenstler - Andrej Hoteev. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> erst ab 1990 möglich, auf Empfehlung von Valery Gergiev Konzerte in den Niederlanden<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Vara Matinee Extra: Andrej Hoteev in Slot Zeist 1990" ( vom 7. April 2014 im Internet Archive)</ref> und in Deutschland zu geben.
1993 unternahm Hoteev seine erste Europa-Tournee durch Russland, Großbritannien, Deutschland, Belgien und Spanien und machte seine erste CD-Aufnahme in Frankreich. Das St.-Petersburger Fernsehen übertrug im Oktober 1993 ein Konzert mit Hoteev und dem Sankt Petersburger Symphonieorchester aus dem Großen Saal der Sankt Petersburger Philharmonie. Auf dem Programm stand eine Neufassung des 3. Klavierkonzertes von Pjotr Iljitsch Tschaikowski mit Erläuterungen von Hoteev, der die dreisätzige Urfassung des Werkes nach den Handschriften des Komponisten wiederentdeckt hatte.<ref name="welt509075">Lutz Lesle: Verschlüsselte Klangbotschaften werden jetzt enthüllt, Die Welt, 27. März 2000</ref> Im selben Jahr übersiedelte er mit seiner Familie nach Hamburg.
1995 gastierte Hoteev in Frankreich. Er trat in der Pariser Salle Pleyel und beim Montpellier Festival von Radio France auf, spielte mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Orchestre National de Montpellier und dem Pariser Concerts Lamaureux Symphonieorchester.
Hoteev arbeitete regelmäßig mit Dirigenten wie Thomas Sanderling, Wladimir Fedosejew, Andrey Boreyko, Eri Klas, Avi Ostrovski, Woldemar Nelsson, Pawel Kogan, Rawil Martynow, Wladislav Tschernuschenko und Vladimir Altschuller zusammen. Auch trat er als Liedbegleiter von Sergei Aleksashkin und Robert Holl auf. Seit 2006 arbeitete er mit der Sopranistin Anja Silja zusammen und realisierte mit ihr mehrere Projekte.<ref>Antje Rössler: Zugabe einer Gräfin (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive ), Berliner Zeitung, 10. März 2009</ref>
Bekannt wurde Hoteevs Weltpremiere des Zyklus der drei Klavierkonzerte sowie der „Fantaisie de Concert“ für Klavier und Orchester von Tschaikowski, die er im November 1996 in ihrer Urfassung in Moskau präsentierte<ref name="welt509075" /> und in dieser Fassung 1998 – ergänzt durch die „Ungarischen Zigeunerweisen“ von Franz Liszt/Sophie Menter in Tschaikowskis Orchestrierung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sophie Menter ( vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) auf mugi.hfmt-hamburg.de</ref><ref>Ein düsterer Romantiker. In: zeit. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> und das „Allegro c-moll“ – in einer CD-Aufnahme einspielte.
2006 realisierte er im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg ein eigenes Projekt aus Farblicht, Bild und Musik. Als Solist der Hamburger Symphoniker unter Andrey Boreyko präsentierte er die rekonstruierte Farblichtpartitur von Alexander Skrjabins Prométhée. Le Poème du feu sowie die Farblicht- und Bildpartitur von Wassily Kandinsky zu Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“.<ref>Günter Berard: Musik sehen, Farbe hören. 28. August 2006, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
2012 verwendete Hoteev beim Usedomer Musikfestival zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Nowosibirsk unter Thomas Sanderling die Originalpartitur des Konzertes für Klavier und Streichorchester von Alfred Schnittke.<ref>Usedomer Musikfestival endet mit Paukenschlag (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive ), Nordkurier 4. Oktober 2012</ref>
2014 veröffentlichte Hoteev eine neue CD-Einspielung von Mussorgskis Bilder einer Ausstellung nach den Originalmanuskripten aus der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg, die laut seiner Forschung zahlreiche wesentliche Abweichungen zu allen Notenausgaben enthält.<ref>Remy Franck: Mussorgsky nach den Originalmanuskripten, Pizzikato, 24. September 2014</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Edel ( vom 6. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref> Im CD-Beiheft sind die wichtigsten Abweichungen auch anhand von Abbildungen aus den Manuskripten nachvollziehbar dokumentiert.<ref>Dorothea Bossert: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Diese CD hat Folgen ( vom 10. Dezember 2014 im Internet Archive) SWR2, 16. September 2014 (PDF)</ref> Das Magazin Fono Forum schildert den Eindruck der expressiven Kraft, der Dynamik, des Farbenreichtums und der Intensität des Originals.<ref>Gregor Willmes: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Urtext-Bilder ( vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive), FonoForum, November 2014</ref> Dieses Album „Pure Mussorgsky“ vom Label Berlin classics<ref>Pure Mussorgsky bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Longlist Bestenliste 4.2014 ( vom 31. März 2015 im Internet Archive; PDF) Jury Klaviermusik</ref>
Im Januar 2015 wurde Andrei Hoteev mit dem „Diapason 5“ (Frankreich) für herausragende CD-Einspielung ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Im Sommer 2016 nahm Hoteev in Bayreuth sein neues Richard-Wagner-Album „Declarations of Love: Complete piano works and piano songs for Mathilde and Cosima“ auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Christoph Vratz. Maria Bulgakova, Andrej Hoteev – Wagner: Declarations of Love. ( vom 23. Oktober 2017 im Internet Archive) Fono Forum, August 2017, abgerufen am 17. Juni 2020.</ref> Neben „Wesendonck-Sonate“ in As-dur für Klavier WWV 85 und einigen Klavierminiaturen sind als Weltersteinspielung<ref> Weltersteinspielung von Wagners „Vier weißen Liedern“ Naxos News 24. März 2017</ref><ref>Richard-Wagner-Verband International News: eine neue CD mit Wagnerliedern</ref> zusammen mit der Sopranistin Maria Bulgakova „Vier weiße Lieder“ (1868) und die erste Fassung der Wesendonck-Lieder veröffentlicht (Hänssler Classic HC16058 2017).<ref>Young-Jin Hur. Richard Wagner Declaration of Love. MusicWeb International,London. July 2017 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref>
Hoteev war mit der russischen Pianistin Olga Hoteeva verheiratet. Mit ihr veröffentlichte er 2012 eine CD mit 22 unbekannten, von ihm bei seinen Tschaikowski-Studien wiederentdeckten Original-Transkriptionen von Sergei Rachmaninow für Klavier zu 4 Händen nach Tschaikowskis Ballett Dornröschen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen über das Werk und die Ersteinspielung ( vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref>
Diskographie
- Tschaikowski: Piano Concerto Nr. 3., Dumka 1993.
- Tschaikowski: Die vier Klavierkonzerte, Zigeunerweisen und Allegro c-moll in ungekürzter Urfassung. 3 CDs, 1998.
- Russian songs: Rachmaninow: 10 Lieder; Mussorgski: Lieder und Tänze des Todes; Skrjabin: Klaviersonate Nr. 9 „Schwarze Messe“; mit Anja Silja, Sopran. Aufnahme: Berlin, Jesus-Christus-Kirche, RCA Red Seal (Sony Music) 2009.
- Tschaikowski/Rachmaninow: Sleeping Beauty/Dornröschen. Große Ballett-Suite für Klavier zu 4 Händen. Andrej Hoteev und Olga Hoteeva, Klavier. 2012.
- „Pure Mussorgsky“: Bilder einer Ausstellung und Lieder und Tänze des Todes – gespielt aus den Originalhandschriften; Andrej Hoteev (Klavier) und Elena Pankratova (Sopran) Berlin classics/Edel 2014<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Andrej Hoteev: Bilder einer Ausstellung + Lieder und Tänze des Todes ( vom 8. August 2014 im Internet Archive)</ref>
- Wagner „Declarations of Love. Complete Piano Works and Piano Songs for Mathilde and Cosima“: „Wesendonck-Sonata“ Piano Sonata in A flat Major WWV 85 – „Sleepless“ Music Letter for piano in G Major – „Schmachtend“ Piano Elegie for Cosima in A-flat Major – Wesendonck-Lieder 1. Version, 1857/58 – „Vier weiße Lieder“,1868. Andrej Hoteev, piano; Maria Bulgakova, soprano Hänssler Classic HC16058 2017<ref>Allmusic Richard Wagner: Declarations of Love Andrej Hoteev/Maria Bulgakova </ref>
- „Tschaikovsky. The Seasons & Dumka“: „Die Jahreszeiten, Zwölf charakteristische Bilder“ op. 37 und „Dumka“ op. 59. Andrej Hoteev (piano) Profil-Edition Günter Hänssler PH18088 2019<ref>magazin.klassik.com</ref>
DVDs
- Mussorgski: Bilder einer Ausstellung. 2001.
- Prokofjew: Die sechste Klaviersonate. (op. 82), 2003
Andrej Hoteev gab seiner Forschung nach bei dem Wiener Musikverlag Doblinger die „Vier weiße Lieder“ Richard Wagners als Urtextausgabe heraus. ISMN 979-0-012-20472-5<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vier weiße Lieder ( vom 31. Dezember 2017 im Internet Archive)</ref>
Literatur
- Andrej Hoteev: Der russische Pianist Andrej Hoteev – Zwischen zwei Welten. Herausgegeben von Gabriele Helbig. Staccato Verlag, Düsseldorf 2017. 248 Seiten / brosch. ISBN 978-3-932976-70-4<ref>Der russische Pianist Andrej Hoteev im Staccato-Verlag</ref>
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Puskas International Artist Management, London: Andrej Hoteev ( vom 6. April 2015 im Internet Archive)
- LinkedIn: Andrei Hoteev
- Andrei Hoteev bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Werke von Andrei Hoteev im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie von Andrei Hoteev ( vom 2. März 2013 im Internet Archive) auf ncamusic.com
- Jürgen Kesting: Interview mit Andrej Hoteev, in: Concerti, Juni 2010
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hoteev, Andrei |
| ALTERNATIVNAMEN | Chotejew, Andrei; Goteev, Andrej |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Pianist |
| GEBURTSDATUM | 2. Dezember 1946 |
| GEBURTSORT | Leningrad |
| STERBEDATUM | 28. November 2021 |
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