Zum Inhalt springen

Carl Schuhmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 15:52 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Carl Schuhmann Vorlage:SportPicto Vorlage:SportPicto Vorlage:SportPicto
Datei:Schuhmann cavallo atene 1896.jpg
Nation Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (1867–1919).svg Deutsches Reich
Geburtstag 12. Mai 1869
Geburtsort MünsterNorddeutscher BundDatei:Flag of Germany (1867–1919).svg Norddeutscher Bund
Größe 163 cm
Beruf Goldschmied
Sterbedatum 24. März 1946
Sterbeort BerlinDeutschland 1946Datei:Flag of Germany (1946-1949).svg Deutschland
Karriere
Disziplin Turnen
Ringen
Gewichtheben
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 4 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische SpieleVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold Athen 1896 Turnen Pferdsprung
Gold Athen 1896 Mannschaft Reck
Gold Athen 1896 Mannschaft Barren
Gold Athen 1896 Ringen Griechisch-römisch offene Klasse
 

Carl Schuhmann (* 12. Mai 1869 in Münster, Westfalen; † 24. März 1946 in Berlin) war ein deutscher Sportler. Als vierfacher Olympiasieger bei den Olympischen Spielen 1896 in Athen zählt er zu den erfolgreichsten Sommerolympioniken.

Wirken

Schuhmann, war ursprünglich Goldschmied und begann seine sportliche Laufbahn bei der Aachener Turngemeinde. Später wurde er Mitglied der Berliner Turnerschaft Korporation 1863 und einer der erfolgreichsten deutschen Athleten der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896. Schumann folgte dem Aufruf des von Willibald Gebhardt ins Leben gerufenen Komitees für die Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen zu Athen, wo er der erfolgreichste internationale Teilnehmer wurde, der mit vier Siegen die meisten Goldmedaillen errang, gefolgt von Hermann Weingärtner, der mit fünf Medaillen (dreimal Silber, zweimal Bronze) ausgezeichnet wurde. Zudem war Schuhmann der vielseitigste Sportler. Er gewann seine Medaillen für den ersten Platz<ref name="F1">Eine Auszeichnung der ersten drei Plätze in der heutigen Form mit Gold-, Silber- und Bronzemedaille hatte es 1896 und 1900 nicht gegeben. Bei einigen Sportarten und Wettbewerben wurden Plaketten aus Silber oder Bronze vergeben.</ref> im Gerätturnen mit der deutschen Riege am Barren und am Reck sowie den Einzelwettbewerb im Pferdsprung.<ref name="WN_2012-08-09">Michael Schulte: @1@2Vorlage:Toter Link/www.wn.deSportliche Legenden: Dr. Reiner Klimke führt die Liste an: Münsters erfolgreichste Olympioniken. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2023. Suche im Internet Archive ) In: Westfälische Nachrichten, Münster, 9. August 2012</ref> Auch im Ringen gewann er den Wettbewerb, was besonderes Aufsehen erregte, da er mit 1,63 m der kleinste teilnehmende Sportler war.<ref name="WN_2012-08-09" /> Dabei bezwang er den Griechen Georgios Tsitas, der sowohl größer als auch schwerer als Schuhmann war, in einem 65-minütigen Kampf, der sich über zwei Tage erstreckte.<ref name="WN_2012-08-09" /> Zudem wurde er Vierter beim beidarmigen Wettbewerb des Gewichthebens und nahm an der Leichtathletik teil.<ref name="WN_2012-08-09" />

Nach seiner Rückkehr wurden Carl Schuhmann und die anderen deutschen Teilnehmer verhöhnt. Die Deutsche Turnerschaft hatte die Olympischen Spiele in Athen boykottiert, da sie die Veranstaltung nicht als ernsthaften sportlichen Wettkampf ansah. Da Schuhmann und seine Mitstreiter dennoch teilgenommen hatten, wurden sie von einigen Landsleuten kritisiert. Dennoch wurde er später als einer der erfolgreichsten deutschen Athleten dieser Spiele anerkannt. Carl Schuhmann emigrierte nach England und kehrte erst 1918 wieder nach Deutschland zurück.

Carl Schuhmann starb im März 1946 im Alter von 76 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem landeseigenen Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 495.</ref> Auf Beschluss des Berliner Senats ist die letzte Ruhestätte von Carl Schuhmann seit 1990 als Ehrengrab des Landes Berlin gewidmet. Die Widmung wurde 2018 um die übliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.<ref>Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: November 2018). (PDF, 413 kB) Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, S. 79. Abgerufen am 23. November 2019. Anerkennung und weitere Erhaltung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin. (PDF, 369 kB). Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache 18/1489 vom 21. November 2018, S. 1 und Anlage 2, S. 12. Abgerufen am 23. November 2019.</ref>

2008 war Schuhmann einer der ersten 40 Sportler, die zum Gründungsakt in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen worden sind.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (1867–1919).svg Carl Schuhmann | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Anton Heida und Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg George Eyser | 1924: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Frank Kriz | 1928: SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Eugen Mack | 1932: Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Savino Guglielmetti | 1936: Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Alfred Schwarzmann | 1948: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Paavo Aaltonen | 1952: Sowjetunion 1923Datei:Flag of the Soviet Union (1936–1955).svg Wiktor Tschukarin | 1956: Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg Helmut Bantz und Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walentin Muratow | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Boris Schachlin und Japan 1870Japan Takashi Ono | 1964: Japan 1870Japan Haruhiro Yamashita | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Michail Woronin | 1972: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Klaus Köste | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nikolai Andrianow | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nikolai Andrianow | 1984: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Lou Yun | 1988: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Lou Yun | 1992: Vereintes TeamDatei:Olympic flag.svg Wital Schtscherba | 1996: RusslandRussland Alexei Nemow | 2000: SpanienSpanien Gervasio Deferr | 2004: SpanienSpanien Gervasio Deferr | 2008: PolenDatei:Flag of Poland.svg Leszek Blanik | 2012: Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Yang Hak-seon | 2016: Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Ri Se-gwang | 2020: Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Shin Jea-hwan | 2024: PhilippinenDatei:Flag of the Philippines.svg Carlos Yulo

Liste der Olympiasieger im Turnen Vorlage:Klappleiste/Ende