Provinz Guayas
Vorlage:Infobox Provinz in Ecuador
Die Provinz Guayas (span. Provincia de Guayas) ist mit rund 4,4 Millionen Einwohnern die einwohnerreichste Provinz Ecuadors. Sie liegt an der Pazifikküste des Landes und trägt den Namen des Flusses Río Guayas, dessen Wassereinzugssystem sie durchzieht und prägt. Die Provinzhauptstadt ist Guayaquil.
Lage
Die Provinz Guayas liegt im Zentrum des Küstentieflandes (Costa) Ecuadors. Im Süden grenzt sie an die Provinz El Oro und den Golf von Guayaquil, im Südwesten an den Pazifik. Ihre Nachbarprovinzen sind die im Oktober/November 2007 aus Guayas ausgegliederte Provinz Santa Elena im Westen, Manabí im Nordwesten, Los Ríos im Nordosten und Osten, Chimborazo, Cañar und El Oro im Osten.
Politik
Die lange Zeit bestimmende politische Partei der Provinz war der Partido Social Cristiano (PSC), die sozialchristliche Partei Ecuadors, aus dem vor den Parlamentswahlen 2009 die vom Bürgermeister Guayaquils, Jaime Nebot, gegründete Bürgerbewegung Madera de Guerrero hervorging, die aber weiterhin mit dem PSC alliiert ist. Der Präfekt der Provinz, Jaime Jairala, gehört der von ihm selbst gegründeten Partei Centro Democrático Nacional (CD) an, einer eher Mitte-Links-Partei, die als lokale Opposition gegen Präsident Correas Alianza PAÍS entstand (Jairala gewann 2009 als Kandidat der kurzlebigen Partei Una Nueva Opción die Regionalwahlen gegen Pierina Correa und gründete anschließend die CD), aber seit den Regionalwahlen 2014 mit dieser kooperiert. Von den 25 Kantonshauptstädten stellt seit diesen Wahlen PSC-Madera de Guerrero 6 und CD und/oder Alianza PAÍS 14.
Am 1. März 2007 unterzeichnete Präsident Correa ein Gesetzesprojekt, das die Kantone La Libertad, Santa Elena und Salinas zu einer neuen „Provinz Santa Elena“ zusammenfasste. Der Präfekt von Guayas, der Bürgermeister Guayaquils und große Teile des Provinzrates waren gegen die Ausgliederung der neuen Provinz, die nach langen Verhandlungen und zum Teil gewalttätigen Streiks in den betroffenen Kantonen am 7. November 2007 durch den Nationalkongress ratifiziert wurde.<ref>María Alejandra Torres, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Provincialización de la Península, al Congreso ( vom 4. März 2007 im Internet Archive), El Universo (Guayaquil), 2. März 2007, Hipólito Muñoz, Santa Elena es oficialmente provincia (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, El Universo, 8. November 2007, und Lenin Moreno posesiona a nuevos gobernadores, EL UNIVERSO, 16. November 2007 (spanisch)</ref>
Geschichte
Bereits seit ca. 3500 v. Chr. waren Teile der heutigen Provinz besiedelt, wovon Artefakte der Valdivia-Kultur zeugen.
Die Provinz wurde 1820 als „Freie Provinz Guayaquil“ ausgerufen und umfasste die heutigen Provinzen Guayas, Los Ríos, El Oro, Manabí und Santa Elena. Der erste Präsident war José Joaquín de Olmedo. Durch das Gesetz über die Territoriale Ordnung Großkolumbiens entstand 1824 das Departamento Guayaquil als Verwaltungseinheit Großkolumbiens, dem auch die neubenannte Provinz Guayas angehörte. Seit der Staatsgründung 1830 gehört die Provinz zu Ecuador und ist im 20. und 21. Jahrhundert dessen einwohnerreichste und wirtschaftsstärkste Provinz.
Vorlage:Einwohnerentwicklung Ecuador Zensus
Kantone
Die Provinz Guayas ist in 25 Kantone mit einer wechselnden Zahl von etwa 50 städtischen und 35–40 ländlichen Kirchspielen (parroquias) unterteilt. Diese sind (in der Reihenfolge ihrer Einrichtung):
Vorlage:Tabellenstile Vorlage:Tabelle Kanton in Ecuador
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Turismoguayas – Seite der Tourismuskammer von Guayas ( vom 3. März 2009 im Internet Archive)
- Regierung und Parlament der Provinz Guayas
Anmerkungen
<references />
Azuay | Bolívar | Cañar | Carchi | Cotopaxi | Chimborazo | El Oro | Esmeraldas | Galápagos | Guayas | Imbabura | Loja | Los Ríos | Manabí | Morona Santiago | Napo | Orellana | Pastaza | Pichincha | Santa Elena | Santo Domingo de los Tsáchilas | Sucumbíos | Tungurahua | Zamora Chinchipe