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Courtney Love

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Datei:Life Ball 2014 Courtney Love Crop.png
Courtney Love, 2014

Courtney Love (* 9. Juli 1964 in San Francisco, Kalifornien als Courtney Michelle Harrison) ist eine US-amerikanische Rocksängerin, Gitarristin, Songschreiberin und Schauspielerin.

Sie war von 1992 bis zu dessen Tod 1994 mit Kurt Cobain verheiratet und verwaltet zusammen mit zwei anderen Bandmitgliedern das musikalische Erbe seiner Band Nirvana.

Leben

Kindheit und Jugend

Datei:Hole 1989 LA.jpg
Auftritt mit Hole (1989)

Love wurde 1964 im Saint Francis Memorial Hospital in San Francisco geboren.<ref name="carroll">Linda Carroll: Her Mother's Daughter: A Memoir of the Mother I Never Knew and of My Daughter, Courtney Love. Doubleday, New York 2005, ISBN 0-385-51247-3, S. 303.</ref> Sie ist das erste Kind der Psychotherapeutin Linda Carroll und von Hank Harrison, Verleger und Roadmanager der Band Grateful Dead.<ref>Courtney Love Biography. In: imdb.com. IMDb.com, Inc., abgerufen am 19. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Loves Patenonkel ist Phil Lesh, Gründungsmitglied und Bassist der Band.<ref>Buckley, Peter; Edroso, Roy: The Rough Guide to Rock. In: Rough Guides. Rough Guides Ltd, 2003, ISBN 1-84353-105-4.</ref><ref>Rocco, John M., Rocco, Brian (Hrsg.): Dead Reckonings: The Life and Times of the Grateful Dead. Schirmer, New York 1999, ISBN 0-8256-7174-4.</ref> Ihre Mutter war nach der Geburt von einer angesehenen irisch-katholischen Familie aus San Francisco adoptiert worden.<ref name="carroll" /> Später stellte sich heraus, dass Loves biologische Großmutter die Schriftstellerin Paula Fox war.<ref>Nate Freeman: Courtney Loveless: Family Tree Remains Mystery as Feud with Grandma Sizzles. In: observer.com. Observer Media, 16. April 2013, abgerufen am 19. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Loves Urgroßmutter mütterlicherseits ist die Drehbuchautorin Elsie Fox.<ref>Love is a Battlefield The combative singer-actress embarks on a legal skirmish with her record label that may change what it means to be a rock star. Oh, and she also has some choice words about her late husband's bandm. In: Entertainment Weekly Website. Meredith Corporation, 22. März 2002, abgerufen am 19. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut Loves eigener Aussage wurde sie nach Courtney Farrell benannt, der Protagonistin des Romans Chocolates for Breakfast von Pamela Moore.<ref>Whitney Matheson: I love this book: 'Chocolates for Breakfast'. In: usatoday.com. USA TODAY NETWORK, 26. Juni 2013, abgerufen am 19. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Love verbrachte ihre frühe Jugend bis zur Scheidung ihrer Eltern im Viertel Haight-Ashbury in San Francisco. Die Mutter hatte den Vater verdächtigt, der kleinen Courtney die Droge LSD verabreicht zu haben.<ref>Jung, K. Elan: Sexual Trauma: A Challenge Not Insanity. The Hudson Press, 2010, ISBN 978-0-9831448-0-9, S. 188–189.</ref><ref name="ladd">Ladd-Taylor, Molly; Umanski, Lauri: Bad Mothers: The Politics of Blame in Twentieth-Century America. NYU Press, New York 1998, ISBN 0-8147-5120-2, S. 327.</ref> Obwohl Hank Harrison die Vorwürfe abstritt, bekam Loves Mutter das alleinige Sorgerecht.<ref>Joel Selvin: Courtney and Dad -- No Love Lost / He downplays estrangement, she won't see him. In: sfgate.com. Hearst Communications, Inc., 11. Mai 1995, abgerufen am 22. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1970 zog Carroll mit Love in die Landkommune Marcola, am Mohawk in Oregon.<ref name="appelo">Tim Appelo: Courtney's Family Curse. In: Seattle Weekly. 9. Oktober 2006, abgerufen am 24. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Carroll schloss an der Universität von Oregon ihr Psychologie-Studium ab.<ref name="brite">Brite, Poppy Z.: Courtney Love: The Real Story. Simon & Schuster, 1998, ISBN 0-684-84800-7.</ref> Love wurde von ihrem Stiefvater Frank Rodriguez adoptiert.<ref name="appelo" /> Er und Carroll bekamen zwei Töchter und einen Sohn, der jedoch als Kleinkind an einem Herzfehler starb. Zu diesem Zeitpunkt war Love zehn Jahre alt. Carroll und Rodriguez adoptierten außerdem noch einen Jungen. Love besuchte die Montessori-Schule in Eugene. Sie hatte mit Lernproblemen zu kämpfen und Schwierigkeiten, Freunde zu finden. Als sie neun war, diagnostizierte ein Psychologe an ihr Anzeichen für Autismus.<ref name="brite" /><ref name="carroll" /><ref name="spin">SPIN Media LLC: SPIN. SPIN Media LLC, Februar 1995 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

1972 ließ sich Loves Mutter von Frank Rodriguez scheiden, heiratete ein drittes Mal und zog mit der Familie nach Nelson in Neuseeland. Love wurde am dortigen Mädchencollege angemeldet, bald darauf allerdings von dieser Schule verwiesen.<ref>Scott Kara: Courtney Love: Dirty Blonde - The Diaries of Courtney Love. In: nzherald.co.nz. NZ HERALD, 10. Januar 2007, abgerufen am 22. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1973 wurde Love in die Vereinigten Staaten zurückgeschickt, um bei ihrem ehemaligen Adoptivvater zu leben.<ref>Randi Reisfeld: This Is the Sound: The Best of Alternative Rock. Simon and Schuster, 2008, ISBN 978-1-4391-2163-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Loves Mutter bekam unterdessen zwei weitere Kinder mit ihrem neuen Mann.<ref name="appelo" /> Im Alter von 14 Jahren wurde Love verhaftet, weil sie ein T-Shirt bei Woolworth gestohlen hatte.<ref>Chrissy Iley: Courting disaster. In: Times Online. The Sunday Times, 22. Oktober 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Februar 2007; abgerufen am 22. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anschließend kam sie in die Hillcrest Correctional Facility, eine Jugendstrafanstalt in Salem, danach wurde sie zu Pflegeeltern gegeben. Mit 16 Jahren wurde Love offiziell für volljährig erklärt.<ref name="ladd" /><ref name="love">Courtney Love: Dirty Blonde: The Diaries of Courtney Love. Picador, London 2006, ISBN 0-330-44546-4.</ref> Sie begann, illegal in Mary’s Club in Portland als Oben-ohne-Tänzerin zu arbeiten, und nahm den Künstlernamen „Love“ an.<ref name="appelo" /> Nebenher studierte sie an der Portland State University Englisch und Philosophie.<ref>Dana Kennedy: Courtney Love Comes Out of Hiding. In: Entertainment Weekly. Meredith Corporation, 12. August 1994, abgerufen am 22. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie sagt von sich selbst, dass sie damals über wenig Sozialkompetenz verfügt und diesbezüglich viel in Schwulenclubs und von Dragqueens gelernt habe.<ref name="brite" />

Erste Musik- und Filmprojekte

In den 80er-Jahren war Love an einigen musikalischen Projekten beteiligt: So gründete sie in Portland zusammen mit Freundinnen die Band Sugar Babylon, die später in Sugar Babydoll umbenannt wurde.<ref name="spin" /> 1983 war sie für kurze Zeit Sängerin bei Faith No More<ref>Marcel Anders: Happy Birthday, Courtney Love! In: Deutschlandfunk. 9. Juli 2015, abgerufen am 28. Mai 2019.</ref>. Außerdem war Love zeitweise Mitglied der Bands Pagan Babies und Babes in Toyland, bei denen sie u. a. mit Kat Bjelland zusammenspielte. Mit Jennifer Finch (später Mitglied bei L7) freundete sie sich in dieser Zeit an.<ref name="brite" />

Love beschloss nun, sich stärker Richtung Schauspiel zu orientieren, und schrieb sich am San Francisco Art Institute ein,<ref>Kory Grow: Inside Courtney Love’s ‘And She’s Not Even Pretty’ Art Exhibit. In: spin.com. Prometheus Global Media, LLC., 7. Mai 2012, abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> um dort Film zu studieren. 1984 spielte sie in einem der Kurzfilme ihres Dozenten George Kuchar, Club Vatican, mit.<ref>Club Vatican (1984) Full Cast & Crew. In: IMDb. Abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Corruption of the damned: A conversation with George Kuchar | Film | The A.V. Club Milwaukee. 5. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. November 2013; abgerufen am 2. Juni 2019.</ref><ref>The Bay Area Reporter Online | Beyond the planet of the Kuchars. 29. Juni 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juni 2012; abgerufen am 2. Juni 2019.</ref> 1985 reichte sie ein Video ein, um sich damit für die Rolle der Nancy Spungen in dem Biopic Sid und Nancy zu bewerben. Tatsächlich ergatterte sie die Nebenrolle der Gretchen in dem Film.<ref>Emily Barker: Courtney Love’s 10 Most Unforgettable Acting Roles. In: NME.com. TI Media Limited, 27. März 2015, abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach den Dreharbeiten, die in New York City stattfanden, arbeitete sie in einer Peepshow am Times Square und kam im ABC No Rio Kulturzentrum und im Pyramid Club im East Village unter.<ref>Alex Scordelis: Courtney Love Brings Anarchy to Hollywood. In: PAPERMAG.com. ENTtech Media Group, 27. August 2014, abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="brite" /> Im selben Jahr besetzte Alex Cox, der Regisseur von Sid und Nancy, Love in seinem Film Straight to Hell.<ref>Steven Paul Davies: A-Z of Cult Films and Film-makers. Batsford, London 2003, ISBN 0-7134-8704-6.</ref> Der Film ist ein Spaghettiwestern, Hauptdarsteller waren Joe Strummer und Grace Jones, gefilmt wurde 1986 in Spanien.<ref>Straight to Hell - Fahr zur Hölle (1987). In: IMDb.com. IMDb.com, Inc., abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Film fand das Interesse von Andy Warhol, und Love wurde in einer Episode von Andy Warhol’s Fifteen Minutes interviewt.<ref>Ashleigh Kane: Courtney Love on Kurt, Hole, Andy Warhol and feminism. In: DazedDigital.com. DazedDigital.com, 22. März 2016, abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerdem ist sie im Musikvideo zu I Wanna Be Sedated von den Ramones als Braut zu sehen.<ref>Courtney Love Other Works. In: IMDb. Abgerufen am 2. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anfangszeit von Love

1988 brachte sich Love das Gitarrespielen bei und zog wieder nach Los Angeles.<ref name="yarm">Mark Yarm: Everybody Loves Our Town: An Oral History of Grunge. Three Rivers Press, New York 2011, ISBN 978-0-307-46444-6.</ref> Dort inserierte sie in einem Fanzine: „Ich will eine Band gründen. Meine Einflüsse sind Big Black, Sonic Youth und Fleetwood Mac.“<ref name="brite" /> Love fand daraufhin Eric Erlandson als Gitarrist und Lisa Roberts als Bassistin. Die Schlagzeugerin Caroline Rue hatte sie zuvor auf einem Gwar-Konzert kennengelernt.<ref>Flipside Fanzine vom September 1990, „Hole“ von Al & Gus</ref> Love nannte die Band Hole, nach einem Zitat aus Medea („Da ist ein Loch, das mich durchbohrt“) und in Anspielung auf einen Ausspruch ihrer Mutter.<ref>Amy Raphael: Grrrls: Viva Rock Divas. St. Martin's Griffin, New York 1996, ISBN 0-312-14109-2, S. 2.</ref><ref>Kim France am 3.6.1996 im New York Magazine, „Feminism Amplified“, S. 41; siehe Google Books</ref> Kurz vor der Bandgründung heiratete Love James Moreland, den Sänger der Leaving Trains, in Las Vegas. Die Ehe wurde wenig später annulliert.<ref>Courtney Love: The Life of Love (NY Rock Book Review). 9. Februar 1998, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Februar 1998; abgerufen am 6. Juni 2019.</ref> Nach der Bandgründung war Love über ein Jahr mit Eric Erlandson liiert.<ref>Eric Erlandson: Letters to Kurt. Akashic Books, New York 2012, ISBN 978-1-61775-083-0, S. 7.</ref>

Später war Courtney Love kurz mit Billy Corgan liiert.<ref name="yarm" /> 1991 kam sie mit Nirvana-Frontmann Kurt Cobain zusammen.<ref>Kurt Cobain and Courtney Love in Newport. In: BBC. 10. Juli 2010, abgerufen am 9. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die beiden heirateten am 24. Februar 1992 in Honolulu. Am 18. August 1992 kam die gemeinsame Tochter, Frances Bean Cobain, in Los Angeles zur Welt.<ref>Tom Sinclair: Encore: Kurt and Courtney's wedding. In: Entertainment Weekly. Meredith Corporation, 19. Februar 1999, abgerufen am 9. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die drei zogen anschließend nach Carnation in Washington und später nach Seattle.<ref>Dave Seminara: Chasing Kurt Cobain in Washington State. In: The New York Times. 25. März 2014, abgerufen am 9. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Live Through This und der Durchbruch

Im September 1992 erschien unter dem Titel Strange Love ein Porträt über Love und Cobain in Vanity Fair, geschrieben von der Journalistin Lynn Hirschberg.<ref>Lynn Hirschberg: Strange Love: The Story of Kurt Cobain and Courtney Love. In: vanityfair.com. Condé Nast, 1. September 2001, abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beide waren zu dieser Zeit heroinabhängig. Dementsprechend ließ der Artikel sie in einem unvorteilhaften Licht erscheinen und legte nahe, dass Love während der Schwangerschaft Heroin konsumiert habe.<ref name="yarm" /> Daraufhin stellte das Los Angeles Department of Children and Family Service Nachforschungen an, und Love verlor vorübergehend das Sorgerecht für ihre kleine Tochter.<ref name="brite" /> Love gab an, dass Hirschberg sie falsch zitiert habe und sie in Wirklichkeit mit dem Drogenkonsum aufgehört habe, als sie merkte, dass sie schwanger war.<ref>Laura Barton: Love me do. In: The Guardian. 6. Dezember 2006, abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Love sagte später, dass der Artikel schwere Auswirkungen auf ihr Eheleben und auf Cobains Psyche gehabt und den Suizid ihres Mannes mit ausgelöst habe.<ref>erincar: Courtney Love Blames Lynn Hirschberg For Kurt Cobain’s Death. In: Yahoo Entertainment. 26. Mai 2011, abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="yarm" />

Am 8. September 1993 hatten Love und Cobain ihre einzigen gemeinsamen Auftritte: Sie spielten auf dem „Rock against Rape“-Benefizkonzert in Hollywood Pennyroyal Tea und Where Did You Sleep Last Night. Love spielte außerdem zwei neue Hole-Songs, Doll Parts und Miss World, die auf dem zweiten Album der Band, Live Through This, veröffentlicht werden sollten.<ref>SPIN Media LLC: SPIN. SPIN Media LLC, Dezember 1993 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Es wurde im Oktober 1993 in Atlanta aufgenommen. Auf dem Album wirkten zwei neue Bandmitglieder, Bassistin Kristen Pfaff und Schlagzeugerin Patty Schemel mit.<ref>Leonie Cooper: Courtney Love: ‘A Hole reunion? We are definitely talking about it’. In: The Guardian. 25. Mai 2019, abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Live Through This kam im April 1994 auf dem zu Geffen gehörenden Label DGC heraus, nur vier Tage nach Kurt Cobains Selbsttötung.<ref>Hole, 'Live Through This': Classic Track-by-Track Review. Abgerufen am 18. Juni 2019.</ref> Am 16. Juni 1994 starb Kristen Pfaff in Seattle an einer Heroin-Überdosis.<ref>Nisid Hajari: Hole bassist Kristen Pfaff found dead. In: Entertainment Weekly. Meredith Corporation, 8. Juli 1994, abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für die kommende Tour der Band verpflichtete Love die kanadische Bassistin Melissa Auf der Maur.<ref>Randi Reisfeld: This Is the Sound: The Best Of Alternative Rock. In: Simon Pulse. New York 1996, ISBN 0-689-80670-1, S. 75.</ref>

Als Live Through This herauskam, verkaufte sich das Album so gut, dass es eine Platin-Auszeichnung bekam, und auch in der Musikpresse wurde es sehr gut besprochen.<ref>Courtney Love (Hole). In: Rolling Stone. Axel Springer Mediahouse Berlin GmbH, 25. November 2011, abgerufen am 18. Juni 2019.</ref><ref>Joe Levy (Hrsg.): The 500 Greatest Albums of All Time. Wenner, 2005, ISBN 1-932958-01-0, S. 460.</ref><ref>Claudia Mitchell; Jacqueline Reid-Walsh: Girl Culture: An Encyclopedia. Greenwood Publishing, ISBN 978-0-313-33908-0.</ref> Der Erfolg des Albums in Kombination mit Cobains Suizid führten zu einem hohen Ausmaß an Aufmerksamkeit für Love.<ref name="brite" /> Diese wurde durch Loves erratisches Gebaren auf der Bühne und einige rechtliche Auseinandersetzungen während der Welttournee von Hole noch verstärkt.<ref>Neil Strauss: CRITIC'S NOTEBOOK; A Singer Spurns The Role Of Victim. In: nytimes.com. The New York Times Company, 18. Februar 1995, abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Courtney Love 1995 by Andrzej Liguz.jpg
Courtney Love (1995)

Loves erster öffentlicher Auftritt nach Cobains Tod fand am 26. August 1994 statt: ein Konzert von Hole auf dem Reading Festival.<ref>SPIN Media LLC: SPIN. SPIN Media LLC, April 2000 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Der Auftritt wurde von MTV als „abwechselnd makaber, erschreckend und inspirierend“ beschrieben.<ref>Foo Fighters Inspire Madness At Reading '95. In: MTV. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juni 2018; abgerufen am 25. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> John Peel berichtete im Guardian, dass Loves zerzauste Erscheinung „in Bedlam Erstaunen hervorgerufen“ habe und ihr Auftritt „fast schon heldenhaft erschien... Love trieb die Band durch ein Set, das einen wahlweise wegen ihrer jüngsten Vergangenheit oder der ihrer Band Mitleid empfinden ließ... die Band taumelte am Rand des Chaos entlang und erzeugte eine Spannung, die ich noch nie auf einem Konzert erlebt habe.“<ref>David Cavanagh: Good Night and Good Riddance: How Thirty-Five Years of John Peel Helped to Shape Modern Life. Faber & Faber, London 2015, ISBN 978-0-571-30248-2.</ref> Hole absolvierte im darauffolgenden Jahr eine Reihe tumulthafter Auftritte. Während eines Auftritts in Boston begann Love mitten in einem Stück über ihren verstorbenen Mann zu erzählen und ging dann zu wüsten Publikumsbeschimpfungen über.<ref>Ethan Smith: Courtney Love causes trouble at Lollapolooza. In: Entertainment Weekly. 28. Juli 1995, abgerufen am 25. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Courtney Love Rant, 1994. Abgerufen am 25. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach der Welt-Tournee von Hole 1996 begann Love wieder, als Schauspielerin zu arbeiten. Zunächst spielte sie Nebenrollen in den Filmen Basquiat und Minnesota.<ref name="brite" /> Anschließend ergatterte sie die Rolle von Larry Flynts Ehefrau Althea in Larry Flynt – Die nackte Wahrheit von Miloš Forman, der im Dezember 1996 herauskam. Auf Formans Drängen hatte Love eine Entziehungskur gemacht und nahm kein Heroin mehr. Columbia Pictures bestand auf mehreren Urintests Loves während der Drehzeit. Die Tests fielen negativ aus.<ref>Milos Forman (The People vs Larry Flynt). 9. Juli 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Juli 2015; abgerufen am 17. September 2019.</ref> Als der Film herauskam, wurde sie als beste Schauspielerin für den Golden Globe nominiert,<ref name="brite" /> gewann den Preis des New York Film Critics Circle für die beste Nebenrolle<ref>1996 New York Film Critics Circle Awards. Abgerufen am 17. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und weitere Nominierungen und Preise<ref>Courtney Love – Awards. In: imdb.com. IMDb.com, Inc., abgerufen am 17. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. 1999 spielte sie, wieder unter der Regie von Forman, in Der Mondmann mit.<ref>Jan Schulz-Ojala: Die Höllenfeuersüchtige. In: Der Tagesspiegel. 9. Juli 2007, abgerufen am 17. September 2019.</ref>

Aufgrund eines Rechtsstreites mit dem Musiklabel Geffen Records um noch ausstehende Tantiemen der Band Nirvana zerstritt sie sich mit den Ex-Mitgliedern der Band, weil sie die Zahlungen für sich alleine beansprucht. Sie behauptete, dass Kurt Cobain ganz alleine Nirvana sei und die Band deshalb kein Erbe verdient habe. 1997 brachte Fender eine von Love mitgestaltete Gitarre heraus, die Vista-Venus, doch genau wie die Jag-Stang, die Kurt Cobain entwarf, wurde die Produktion 2006 eingestellt.

Im Jahr 2004 brachte Love ihr erstes Soloalbum America's Sweetheart heraus. Der Journalist Thomas E. Schmidt fand, es sei „eine sehr, sehr gute CD: Grunge und Rock, mit Anleihen bei West Coast und beim Sechziger-Pop, parodistisch und doch ganz ernst gemeint und pathetisch. Es ist Neo-Klassik, für das dezente Headbanging ebenso geeignet wie für das indezente.“<ref>Thomas E. Schmidt: Die Frau, der man es zutraut. Courtney Love ist mit einem neuen Album zurück. zeit.de, 19. Februar 2004.</ref> Im Jahr darauf wurde sie mit Drogen erwischt und verbrachte drei Monate in einer Klinik im geschlossenen Entzug und weitere drei Monate des Entzugs zuhause.

Im Juli 2021 setzte sich Love erfolglos für Britney Spears in deren Streit gegen die gegen Spears bestehende Vormundschaft ein.<ref>Courtney Love covert Hit von Britney Spears und kämpft mit den Tränen. In: spiegel.de. Der Spiegel, 5. Juli 2021, abgerufen am 6. Juli 2021.</ref>

Diskografie

mit Hole

Studioalben

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Singles

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Weitere Singles

  • 2004: Hold On to Me
  • 2005: Love, Love, Love (mit Roddy Bottum)
  • 2013: Rio Grande (mit Michael Stipe)
  • 2013: Rat a Tat (mit Fall Out Boy)
  • 2014: You Know My Name / Wedding Day
  • 2015: Miss Narcissist / Killer Radio

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Commons: Courtney Love – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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