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Moosthenning

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Moosthenning COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 48° 41′ N, 12° 30′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|09279128}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 48° 41′ N, 12° 30′ O
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Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Dingolfing-Landau
Höhe: 368 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|09279128}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 84164
Vorwahl: 08731
Kfz-Kennzeichen: DGF, LAN
Gemeindeschlüssel: 09 2 79 128
Gemeindegliederung: 6 Gemarkungen
57 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausweg 2
84164 Moosthenning
Website: www.moosthenning.de
Erster Bürgermeister: Anton Kargel (Freie Wählergemeinschaft Thürnthenning)
Lage der Gemeinde Moosthenning im Landkreis Dingolfing-Landau
Datei:Moosthenning in DGF.svg
Karte

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Moosthenning (Bairisch: Moosdenning) ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Der Verwaltungssitz der Gemeinde liegt im Dorf Unterhollerau der ehemaligen Gemeinde Lengthal.

Geografie

Lage

Moosthenning liegt in der Region Landshut in etwa 100 km Entfernung nordöstlich von München, unweit der Kreisstadt Dingolfing, im Isartal. Der Dreifaltigkeitsberg war ursprünglich Hauptdreiecksnetzpunkt der ersten bayerischen Landesvermessung von 1801.

Gemeindegliederung

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Gemarkungen

Die Gemeindeteile, geordnet nach Gemarkung und ehemaliger Gemeinde:

  • Gemarkung Moosthenning: Moosthenning, Burgstall, Reichenstall, Wolfsacker.
  • Gemarkung Dornwang: Dornwang.
  • Gemarkung Lengthal: Breitenau, Buchberg, Buchreith, Deisenau, Eglhof, Forst, Gießübl, Harpoint, Kattenbach, Klosterberg, Kronberg, Lengthal, Oberdietenau, Oberhollerau, Oberholsbach, Oberschellhart, Rothenbühl, Rothleck, Seyfriedsheim, Stopfenreuth, Strohberg, Unterdietenau, Unterhollerau, Unterholsbach, Unterschellhart.
  • Gemarkung Ottering: Franzberg, Gattering, Habich, Holzbuch, Königsau, Oberhaslau, Ottering, Stockerpoint, Töding, Unterhaslau, Winkl.
  • Gemarkung Rimbach: Dreifaltigkeitsberg, Neukreith, Rimbach.
  • Gemarkung Thürnthenning: Behrhof, Birket, Greßlsbach, Großweiher, Haid, Haiholz, Hammeröd, Kleinweiher, Oberviehmoos, Schöndorf, Thürnthenning, Unterviehmoos, Zieglstadl.

Ökologie

Wichtige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten bilden das Königsauer Moos und die südexponierten Hänge zum Isartal.

Geschichte

Datei:Schloss-Thuernthenning.JPG
Darstellung des untergegangenen Schlosses Thürnthenning im Gewölbe der Pfarrkirche Thürnthenning. Bemerkenswert ist, dass in Thürnthenning nachweislich während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit Baierwein angebaut wurde. Darstellung zeigt Weinstöcke am Berghang unterhalb der Pfarrkirche und ist damit auch ein Bildbeleg für diese heute in Niederbayern verschwundene Sonderkultur

Moosthenning gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Dingolfing des Kurfürstentums Bayern. Die Herren von Aythalb und andere besaßen hier gefreite Edelsitze. 1818 entstanden im Vollzug des Zweiten bayerischen Gemeindeedikts die Gemeinden Rimbach, Dornwang, Lengthal, Moosthenning, Thürnthenning und Ottering, die im Zuge der Gebietsreform in den 1970er Jahren zur Gemeinde Moosthenning zusammengefasst wurden.

Im Gemeindeteil Thürnthenning befand sich eine Hofmark, die seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen ist. Nach verschiedenen Besitzerwechseln unterstand sie im 18. Jahrhundert dem niederadeligen Geschlecht der Auer vom Winkel. Diese erbauten nach einem Brand im Jahre 1732 ein neues Schloss, das 1851 abgebrochen wurde. Das Andenken an diesen Bau lebt im Hausnamen Schlossbauer weiter. Im zugehörigen nunmehr bäuerlichen Anwesen sind Fragmente des Schlosses inkorporiert. Das Aussehen des Schlossbaus ist bildlich überliefert, da es im Gewölbe der Pfarrkirche Thürnthenning im Ensemble mit der Kirche dargestellt ist.

Eingemeindungen

Die ursprüngliche Gemeinde und die im Zuge der Gebietsreform in Bayern direkt oder indirekt eingegliederten Gemeinden bilden im Wesentlichen die heutigen sechs Gemarkungen:

Datei:Landkreis Dingolfing 1961.svg
Die früheren Gemeinden im nördlichen Teil des Landkreises Dingolfing
Ehemalige
Gemeinde
Fläche
ha
Einwohner
1970-05-27
Einwohner
1987-05-25
Einwohner
2011-05-09<ref>Geoindex</ref>
Datum Anmerkung
Moosthenning 618,10 504 635 977 - Ursprüngliche Gemeinde
Dornwang<ref name="Volkert"></ref> 863,27 484 664 847 01.01.1972 Eingemeindung nach Lengthal
Lengthal<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> 1911,95 780 846 1076 01.05.1978
Ottering<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> 1731,35 761 811 772 01.05.1978
Rimbach<ref name="Volkert" /> 829,53 257 270 312 01.01.1972 Eingemeindung nach Lengthal
Thürnthenning<ref name="Volkert" /> 1085,18 469 510 721 01.04.1971
Moosthenning 7039,38 3255 3736 4700 01.04.1971 Heutige Gemeinde

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum 1988 bis 2021 wuchs die Gemeinde von 3756 auf 5291 um 1535 Einwohner bzw. um 40,8 %.

Die nachfolgenden Zahlen sind gebietsstandsbereinigt, d. h. auch ältere Zahlen (1961 und 1970) sind auf das heutige Gemeindegebiet umgerechnet:

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohner 3318 3259 3736 3880 4132 4392 4673 4765 4903 4933

Sehenswürdigkeiten

Datei:Thuernthenning-1.jpg
Pfarrkirche St. Johannes von Nepomuk in Thürnthenning, westliches Langhausgewölbe mit Fresko von Joseph Anton Merz
Datei:Dreifaltigkeitsberg-Moosthenning.JPG
Barocke Wallfahrtskirche Dreifaltigkeitsberg, Anfang 18. Jahrhundert

Unter den Dorfkirchen der Gemeinde befinden sich zwei bemerkenswerte barocke Bauten: Die 1693 bis 1714 erbaute Wallfahrtskirche Dreifaltigkeitsberg (Turm von 1739, nach Blitzschlag erneuert 1770) sowie die Filialkirche St. Johannes Nepomuk in Thürnthenning. Letztere wurde durch den Dingolfinger Stadtbaumeister Georg Weigenthaler 1732 fertiggestellt und durch den Straubinger Maler Joseph Anton Merz mit qualitätvollen Deckenfresken ausgestattet. Die Kirche besticht wegen ihrer Lage auf den Nordhängen des Isartals durch ihre architektonische Fernwirkung.

Daneben sind in den Gemeindeteilen Lengthal und Rimbach noch einige der für die Region einstmals typischen traufseitig erschlossene Bauernhäuser in Blockbauweise in situ erhalten, die die vermehrten Abbrüche und Neubauten der 1960er und 1970er Jahre überstanden haben. In Dornwang (Dorfstr. 28) finden sich an einem Haus zwei Steinfiguren, die den Hl. Mauritius und den Hl. Florian darstellen. Sie wurden beim Abbruch des barocken Hochaltars der Kirche St. Johannes in Dingolfing 1884 von einem ansässigen Landwirt ersteigert und hier neu aufgestellt.

Von 2007 bis 2015 gab es das Kraxenberger Fahrzeug-Museum mit rund 30 Oldtimern im Gemeindeteil Unterhollerau.

Politik

Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören der 1. Bürgermeister und 16 Gemeinderäte an. Bei der Wahl am 15. März 2020 ergab sich folgende Zusammensetzung für die Amtszeit 2020–2026:<ref>Sitzverteilung laut Gemeinde-Homepage; diese enthält auch Prozent-Anteile, abgerufen am 6. Juni 2020</ref>

3
1
2
2
2
3
2
1
Insgesamt 16 Sitze
  • CSU: 3
  • SPD: 1
  • Bürgerliste: 2
  • FWG Moosthenning: 2
  • UWG Ottering: 2
  • FWG Thürnthenning: 3
  • FWG Dornwang: 2
  • ÜWG Rimbach: 1

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Anton Kargel (Freie Wählergemeinschaft Thürnthenning);<ref>Bürgermeister. Gemeinde Moosthenning, abgerufen am 27. September 2020.</ref> dieser gewann bei der Wahl am 15. März 2020 gegen Amtsinhaber Markus Baierl mit 59,4 % der Stimmen. Die Vorgänger von Kargel waren:<ref>Liste auf der Gemeinde-Homepage mit Bürgermeistern der früheren Gemeinden von 1948 bis 1978, abgerufen am 6. Juni 2020</ref>

  • Markus Baierl (CSU) von 1. Mai 2008 bis 30. April 2020
  • Georg Kutzi (Bürgerliste Lengthal) von 1. Mai 1996 bis 30. April 2008
  • Josef Roglmeier (UW) von 1. Mai 1984 bis 30. April 1996
  • Otto Altendorfer (CSU) von 1. Mai 1978 bis 30. April 1984

Steuereinnahmen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2009 3.327.100 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 314.600 €.

Im Jahr 2024 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 7.849.800 €.<ref>Bürgerbrief - Gemeinde Moosthenning. Abgerufen am 2. August 2025.</ref>

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt auf weißem Grund einen roten Sparren über einem Löwenkopf. Die Basis des Wappens zeigt das fruchtbare Grün des Isartals. Die Tingierung in Silber und Rot soll ein Hinweis auf die Familie Pelkofer sein, welche seit dem 14. Jahrhundert Besitz in Moosthenning hatte. Der Löwenkopf entstammt dem Wappen der Auer von Winkl, die in Ottering und Thürnthenning bis ins 18. Jahrhundert Hofmarksherren waren. Der Sparren geht auf das Wappen der Familie Stinglheimer zurück, die vom 13. bis ins 17. Jahrhundert in Thürnthenning nachweisbar ist.<ref>Landkreis Dingolfing-Landau (Hrsg.): Unser Landkreis – Dingolfing-Landau. 2005, S. 60.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik in der Land- und Forstwirtschaft 10, im produzierenden Gewerbe 151 und im Bereich Handel und Verkehr 557 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2287. Im verarbeitenden Gewerbe (mehr als 20 Beschäftigte) gab es einen, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 103 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3470 ha.

In einem zum BMW-Werk Dingolfing gehörenden Betrieb werden hier Karosserien für Rolls-Royce hergestellt.

Verkehr

Die Gemeinde ist über die Bundesautobahn 92 (München – Deggendorf) von Landshut (34 km), von Deggendorf (48 km), auf Staatsstraßen von Straubing (32 km) und von Eggenfelden (45 km) zu erreichen.

Bildung

Kindertagesstätte:

Die Kita Moosthenning umfasst drei Standorte: Haus Moosthenning, Haus Dornwang und Haus Ottering

  • 1982–1983: Gründung der Kita in Moosthenning als Modellversuch; Start einer Vormittags- und anschließend einer Nachmittagsgruppe.
  • 1986–1987: Neubau auf dem Pfarrgrundstück und Umzug der Kita-Kinder in das neue Gebäude.
  • 1995: Erweiterung um eine dritte Vormittagsgruppe in der Grundschule Ottering
  • 2002: Eröffnung der vierten Vormittagsgruppe in der Grundschule Dornwang
  • Ab August 2007: In der Kita Moosthenning werden die ersten Krippenkinder betreut.
  • Stetige Erweiterungen: An allen drei Standorten wurden Gebäude saniert, umgebaut oder angebaut und die Betreuungsplätze kontinuierlich erhöht.
  • 2024: Für das Haus Moosthenning laufen Planungen für einen Neubau neben der Grundschule Unterhollerau.
  • 2025: Die Kita Moosthenning betreut an den drei Standorten insgesamt 190 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt.

Grund- und Hauptschule:

  • 2003/2004: Volksschule mit 19 Lehrkräften und 331 Schülerinnen und Schülern
  • 2008: Grund- und Hauptschule mit 26 Lehrkräften und 298 Schülerinnen und Schülern
  • 2022: Grund- und Hauptschule mit 9 Lehrkräften und 156 Schülerinnen und Schülern

Vereine

Datei:GER Moosthenning, Weingartenstraße 0001.jpg
Vereinsheim des VfR Moosthenning

Der FC Ottering wurde 1948 gegründet.

Der SV Thürnthenning wurde 1961 gegründet (Sportarten: Stockschießen, Gymnastik, Tennis und Fußball).

Der VfR Moosthenning wurde 1964 gegründet, hat etwa 480 Mitglieder und betreibt die Sparten Fußball, Tennis und Stockschießen.<ref>VfR Moosthenning, abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Moosthenning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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