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Kammer (Traunstein)

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Kammer
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Eingemeindung: 1. Juli 1972
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Kammer ist ein Ortsteil der Stadt Traunstein im oberbayerischen Landkreis Traunstein und Sitz einer katholischen Pfarrgemeinde.

Geschichte

Kammer und seine Umgebung werden in der Salzburger Notitia Arnonis erstmals erwähnt. Es werden 80 abgabenpflichtige Romanen an der Traun gezählt. Romanische Bevölkerung kann man für die Orte Litzlwalchen, Traunwalchen, Walchenberg, Roitwalchen, Kammer, Oberwalchen und Katzwalchen annehmen. Kammer war im Mittelalter ein Amt des Landgerichts Traunstein und umfasste die Obmannschaften Berg, Traunwalchen, Pierling, Rettenbach, Thunstetten, Kammer und Weissenkirchen.

Die heutige Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde um 1452 als Filialkirche der Pfarrei Otting erbaut und ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Der vermutlich spätromanische Vorgängerbau wurde als regionaltypischer spätgotischer Dorfkirchenbau aus Nagelfluh  mit eingezogenem Chor und Wandpfeilern umgebaut. Der Turm wurde um 1790 erneuert und 1879 aufgestockt. Nach der Barockisierung kam es zwischen 1870 und 1876 zu einer neugotischen Innenausstattung, welche bei einer Sanierung 1972/73 wieder zurückgenommen wurde.

1805 wurde Kammer zu einer eigenen königlichen Pfarrei erhoben. 1818 erfolgte durch das Gemeindeedikt die Bildung der politischen Gemeinde Kammer durch den Zusammenschluss der früheren Hauptmannschaften Rettenbach und Kammer. Diese hatte im Jahr 1933 613 Einwohner. Am 1. Juli 1972 wurde Kammer im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Traunstein eingemeindet.<ref></ref>

Vorlage:Einwohner B Diagramm Vorlage:Einwohner B Diagramm Die Gemarkung Kammer hatte am 31. Dezember 2015 1.465 Einwohner<ref name="EW2015">Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept Stadt Traunstein. In: traunstein.de. 2016, S. 21, abgerufen am 7. Januar 2022.</ref> bei einer Fläche von 15,66 km².<ref>Gemarkung Kammer. In: geolytics.de. Abgerufen am 7. Januar 2022.</ref> Sie umfasst die Orte Alterfing, Gerating, Haunstätt, Kaltenbach, Kammer, Kronacker, Langmoos, Leiderting, Lüfteneck, Marberloh, Neuhausen, Reichsberg, Rettenbach, Roitwalchen und Siegelberg.<ref>Traunstein, GKSt in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische StaatsbibliothekVorlage:Abrufdatum</ref>

Die Orte Doppelmann, Eschenbinder, Waldinger und Wiesenhäusl werden nach der Eingemeindung 1972 nicht mehr als amtlich benannte Gemeindeteile gezählt.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Johannes Baptist, ein Saalbau mit polygonalem Chor, spätgotisch, bezeichnet mit dem Jahr 1455, die Turmspitze von 1879.
  • Ehemaliger Schlosshügel

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Traunstein und Liste der Bodendenkmäler in Traunstein

Persönlichkeiten

  • Balthasar Permoser (1651–1732), einer der bedeutendsten Bildhauer des Barock, geboren in Kammer

Vereine

Kammer verfügt über eine Pfarrjugend, den Sportverein DJK Kammer, die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach, den Arbeiter- und Burschenverein, die Krieger- und Soldatenkameradschaft, die Freiwillige Feuerwehr Kammer<ref>Freiwillige Feuerwehr Kammer, abgerufen am 25. Juni 2018.</ref> und den GTEV Eschenwald Rettenbach, den Faschingsverein Blau-Weiß Kammer und den Dorfentwicklungsverein Kammer-Rettenbach e. V.

Literatur

  • Klaus Oberkandler: Kammer – 1200 Jahre Geschichte und G’schichtln. 120 Seiten, Eigenverlag, Traunstein-Kammer 1988.
  • Klaus Oberkandler: Heimat-Lesebuch Kammer-Rettenbach, 360 Seiten, Eigenverlag Traunstein-Kammer 2021
  • Klaus Oberkandler: Froschham – Kirche, Höfe, Wald 52 Seiten, Eigenverlag Traunstein-Kammer 2023
  • Klaus Oberkandler: Froschham – Naturlandschaft in Gefahr, 104 Seiten, Eigenverlag 2024

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Traunstein