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Shire (Fluss)

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Shire
Datei:Shire fluss liwonde.jpg
Shire-Fluss bei Liwonde nahe dem gleichnamigen Nationalpark

Shire-Fluss bei Liwonde nahe dem gleichnamigen Nationalpark

Daten
Lage MalawiDatei:Flag of Malawi.svg Malawi
MosambikDatei:Flag of Mozambique.svg Mosambik
Flusssystem Sambesi
Abfluss über Sambesi → Straße von Mosambik
Quelle Malawisee
14° 25′ 25″ S, 35° 14′ 10″ O
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Quellhöhe 474 m
Mündung SambesiKoordinaten: 17° 41′ 36″ S, 35° 18′ 55″ O
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Mündungshöhe 27 m
Höhenunterschied 447 m
Sohlgefälle 1,1 ‰
Länge 402 km (zusammen mit Ruhuhu 1200 km)
Einzugsgebiet 150.000 km²<ref name=Shela/>
Abfluss am Pegel Chiromo (1992900)<ref name=weltbank>The World Bank, Water

Resources Management, Africa Region: The Zambezi River Basin: A Multi-Sector Investment Opportunities Analysis, Washington 2010</ref><ref name="GRDC"/>
AEo: 149.500 km²
Lage: 150 km oberhalb der Mündung

NNQ (Min. Monat Ø)
MNQ 1953–1981
MQ 1953–1981
Mq 1953–1981
MHQ 1953–1981
HHQ (Max. Monat Ø)
22 m³/s
300 m³/s
486 m³/s
3,3 l/(s km²)
687 m³/s
1219 m³/s
Linke Nebenflüsse Ruo
Durchflossene Seen Malombesee
Datei:Shire fluss nsanje.jpg
Shire-Fluss am südlichen Ende Malawis an der Grenze zu Mosambik

Shire-Fluss am südlichen Ende Malawis an der Grenze zu Mosambik

Der Shire [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ʃiːɹɛ], deutsch auch Schire,<ref>Horst Bahro: Die subversiven Tätigkeiten des Deutschen Reiches in Portugal im Ersten Weltkrieg. Ein Beitrag zur Geschichte der deutsch-portugiesischen Beziehungen. In: Ibero-Amerikanisches Archiv, Neue Folge, Bd. 14 (1988), Nr. 3, S. 263–305 (hier: S. 267).</ref> ist der größte Fluss in Malawi und bildet den Ausfluss des Malawisees. Er ist 402 km lang und mündet auf dem Staatsgebiet von Mosambik in den Sambesi.

Verlauf

Der Shire verlässt den Malawisee an dessen Südende und fließt nach etwa 10 km in den Malombesee. Von dort bewegt er sich 30 km träge entlang der sumpfigen Ufer einer breiten Aue des Liwonde National Park bis zur Stadt Liwonde.

Datei:Kapachira Falls.jpg
Wasserkraftwerk an den Kapichira-Wasserfällen

Dort ändert er seinen Charakter. Er fließt durch felsiges Gebirge über verschiedene Stromschnellen bis zum Nkhula-Damm, einem 1967 in Betrieb gegangenen Wasserkraftwerks. Es folgt das seit 1973 tätige Tedzani-Wasserkraftwerk bei weiteren Stromschnellen.<ref>Cay Lienau: Malawi. 1981, S. 133</ref> Sein Verlauf erstreckt sich weiter durch die Mpatamanga-Schlucht bis zu den Kapichira-Wasserfällen mit einem weiteren Wasserkraftwerk. Kurz hinter diesen breitet er sich in die Elephant Marsh aus und hinter Nsanje in die Ndinde-Marsch, bevor er in den Sambesi mündet. Der Shire bildet in seinem Unterlauf ab der Mündung des Ruo auf einer Länge von etwa 80 km die Grenze zwischen den beiden Staaten.

Zusammen mit dem Ruhuhu, der längste Quellfluss des Shire, und der Fließstrecke, die sein Wasser für das Durchqueren des Malawisees benötigt, ist der Flusslauf insgesamt ca. 1.200 km lang.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet des Shire umfasst etwa 150.000 km².<ref name=Shela/> Dabei stellt mit 108.360 km² der Staat Malawi, etwa 90 % der Landesfläche, den größten Teil (mit Malawisee). Darüber hinaus umfasst es noch kleine Teile Tansanias und Mosambiks.<ref>FAO - The Zambezi River basin</ref> Ohne Malawisee sind es nur circa 24.000 km², davon 18.000 km² (15 % der Landesfläche) in Malawi.<ref name=Shela>Naturalisation of Lake Malawi Levels and Shire River Flows</ref><ref>Evaluating land cover change and its impact on hydrological regime in Upper Shire river catchment, Malawi</ref> Es ist sehr schmal, und erstreckt sich von Nord nach Süd über ungefähr 1000 km. Seine westliche Grenze zum Nachbargebiet des Luangwa ist praktisch deckungsgleich mit der malawischen Grenze.<ref>A Risky Climate for Southern African Hydro: assessing hydrological risks and consequences for Zambezi River Basin Dams</ref>

Hydrologie

Die Wasserführung des Shire ist vom Wasserstand des Malawisees abhängig. Im Normalfall führt er ganzjährig Wasser, doch aus den 1930er Jahren wird berichtet, dass er in einigen Jahren während der Trockenzeit kein Wasser geführt habe. Bei Niedrigwasser des Malawisees soll sich die Fließrichtung des Shire zeitweilig umkehren.<ref>Cay Lienau: Malawi. Geographie eines unterentwickelten Landes. Wissenschaftliche Länderkunden, Bd. 20, Darmstadt 1981, S. 54</ref>

Die Durchflussmenge des Flusses wurde 28 Jahre lang (1953–1981) in Chiromo, bei dem größten Teil des Einzugsgebietes in m³/s gemessen.<ref name="GRDC">Homepage UNH/GRDC - Der Pegel des Shire an der Mündung. Abgerufen am 21. Juni 2019</ref>

Vorlage:Chart

Datei:Shire Basin OSM.png
Das Gewässersystem des Shire

Siehe auch

Quellen

<references />

Weblinks

Commons: Shire River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein