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Kleinarmenien

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Datei:Armenia minor.jpg
Kleinarmenien zur Römerzeit mit der Hauptstadt Nikopolis
Datei:1965 Spruner Map of the Caucasus and Iraq in Antiquity - Geographicus - CaucusesIraq-spruner-1865.jpg
Genauere Karte der Region

Kleinarmenien ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein ehemals von Armeniern besiedelter antiker Landstrich am Schwarzen Meer in Nordostanatolien, der im Südosten von Großarmenien durch den oberen Euphrat getrennt wird.<ref>Große Sowjetische Enzyklopädie @1@2Vorlage:Toter Link/encycl.yandex.ru (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Er grenzt im Westen und Süden an die historischen Regionen Pontos und Kappadokien, im Nordosten an Kolchis und Iberien im Kaukasus.

Geschichte

Der antike Geograph Strabon beschreibt diese westarmenische Region als „ein ziemlich gesegnetes Land“, durchzogen von wohlbewässerten und waldreichen Bergketten.<ref>Strabon: Erdbeschreibung. Buch XII, 3, 28, S. 555 Casaubonus</ref> Wie Strabon erwähnt, soll Mithridates VI. Eupator das Land, in dem er 75 Bergfestungen angelegt hatte, in seinem Kampf gegen die vordringenden Römer als Rückzugsgebiet genutzt haben. Der römische Feldherr Pompejus gründete hier an einer wichtigen Wegkreuzung den Hauptort Nikopolis – in der Nähe des heutigen Suşehri in der Provinz Sivas –, und bevölkerte ihn mit Veteranen und Landbewohnern aus der Gegend. Eine weitere wichtige Stadt Kleinarmeniens war Satala.

In hellenistischer Zeit war Kleinarmenien ein unabhängiges Königreich. Nachdem es zum Imperium Mithridates’ VI. von Pontos gehört hatte, überließen die Römer die Herrschaft über das Land verschiedenen Klientelkönigen, die hierfür (wie Deiotaros)<ref>Deiotaros war ein Tetrarch der Tolistoagier in Galatien, der den röm. Feldherren Sulla, Publius Servilius Vatia, Lucius Licinius Murena, Lucius Licinius Lucullus und Pompejus in ihren asiatischen Kriegen wichtige Dienste geleistet hatte.</ref> entweder neu erhoben wurden oder als „Freunde Roms“ bereits ein anderes Gebiet regieren durften (siehe Herrscherliste). Auf eine Zeit direkter römischer Kontrolle (ab 17. n. Chr.) erfolgte so im Jahre 38 n. Chr. die Ernennung eines der thrakischen Königsdynastie entstammenden Prinzen namens Kotys (IX.) zum König von Kleinarmenien. Kotys wird von dem jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus als einer der Teilnehmer an einem Treffen von sechs nahöstlichen Klientelkönigen im galiläischen Tiberias erwähnt, das um 42/43 n. Chr. stattfand.<ref>Flavius Josephus: Jüdische Altertümer. IXX. 8,1.</ref> Er bemühte sich 47 n. Chr. – allerdings vergeblich – darum, auch König des östlich angrenzenden Großarmeniens zu werden und auf diese Weise beide Teile Armeniens zu vereinigen. Von 54 bis 71/72 n. Chr. wurde Kleinarmenien von Aristobulos, einem Urenkel des jüdischen Königs Herodes des Großen, und dessen Ehefrau Salome regiert.<ref name="Anm. Salome">Königin Salome, die Tochter der Herodias, soll als Jugendliche durch einen Schleiertanz mitverantwortlich für den Tod Johannes des Täufers gewesen sein.</ref> Es sind mehrere Münzen mit Bildnissen und Inschriften von Aristobulos und Salome als Königspaar von Kleinarmenien erhalten.<ref>Vgl. Wolfgang Leschhorn: Antike Ären. Zeitrechnung, Politik und Geschichte im Schwarzmeerraum und in Kleinasien nördlich des Tauros. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-515-06018-9, S. 145.</ref>

Im Jahre 72 gliederten die Römer Kleinarmenien der 17. n. Chr. geschaffenen Provinz Cappadocia an. Kleinarmenien wird in der Literatur manchmal irrtümlich mit Kilikien oder dem Königreich Kleinarmenien gleichgesetzt.<ref>Mithradates VI Eupator | Biography, Reign, & Facts | Britannica. Abgerufen am 26. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Königsliste

  • Mithridates (um 179 v. Chr.)
  • Mithridates Euergetes (133–129 v. Chr.)
  • Sisis (?)
  • Antipatros (bis ca. 107 v. Chr.)
  • Archelaos von Kappadokien (20 v. bis 17. n. Chr.)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 41° N, 40° O

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