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Searching for Sugar Man

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Produktionsland Schweden, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 86 Minuten
Stab
Regie Malik Bendjelloul
Drehbuch Malik Bendjelloul
Produktion
Musik Sixto Rodriguez
Kamera Camilla Skagerström
Schnitt
Datei:Kino Muranów (luty 2013).JPG
Searching for Sugar Man im Kino Muranów in Warschau (2013)

Searching for Sugar Man (englisch für ‚Auf der Suche nach Sugar Man) ist ein Dokumentarfilm des schwedischen Regisseurs Malik Bendjelloul über die Suche zweier südafrikanischer Musikfans nach dem Musiker Sixto Rodriguez. Er erschien 2012 und wurde bei der Oscarverleihung 2013 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Inhalt

Der Film dokumentiert die Suche der beiden Südafrikaner Stephen „Sugar“ Segerman und Craig Bartholomew Strydom nach dem amerikanischen Musiker Sixto Rodriguez. Dieser hatte 1970 und 1971 in den Vereinigten Staaten zwei Platten veröffentlicht, die in Südafrika bald außerordentlich populär wurden, darunter auch der namengebende Song Sugar Man.

Aufgrund der damaligen Apartheid-Politik war das Land international isoliert, so dass es kaum möglich war, Informationen über den Künstler zu bekommen, einen Sohn mexikanischer Einwanderer. Infolgedessen kam es mit der Zeit zur Legendenbildung; zum Beispiel kursierte das Gerücht, dass sich Rodriguez auf offener Bühne erschossen habe. Er selbst erfuhr nichts von seinem Ruhm, da die Plattenfirma, die seinen Vertrag 1971 gekündigt hatte, ihm den Erfolg verschwieg.

Da sich eine seiner Töchter bei einer Internetseite zur Suche nach Rodriguez meldete, konnte ein Kontakt zwischen den Südafrikanern und dem Musiker in seiner Heimat Detroit arrangiert werden. Es folgte eine Reise des Musikers nach Südafrika, wo er eine Reihe von bejubelten Konzerten gab, die allesamt ausverkauft waren.

Veröffentlichung

Searching for Sugar Man war der Eröffnungsfilm des Sundance Film Festivals im Januar 2012,<ref>Jada Yuan: Sundance: The Electrifying Search For Sugar Man, vulture.com, 21. Januar 2012, abgerufen am 10. August 2023</ref> wo er den Sonderpreis der Jury und den Publikumspreis für den besten internationalen Dokumentarfilm gewann. Es wurde am 26. Juli 2012 im Vereinigten Königreich veröffentlicht<ref name="BBC Griffith">Sarah Jane Griffiths: Discovering 'Sugar Man' Rodriguez. 26. Juli 2012, abgerufen am 10. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Sugar Man has already won two prizes at Sundance Film Festival, including the Audience award, and opens in cinemas across the UK on 26 July.“</ref> und hatte am folgenden Tag eine limitierte Veröffentlichung (New York und Los Angeles) in den Vereinigten Staaten.<ref>Manohla Dargis: Rock Musician Shrouded in Mystery of What Might Have Been. In: The New York Times. 27. Juli 2012, abgerufen am 10. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Betsy Sharkey: Review: ‘Searching for Sugar Man’ is a sweet mystery. In: L. A. Times. 27. Juli 2012, abgerufen am 10. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Deutschland kam er am 27. Dezember 2012 in die Kinos.<ref name="sueddeutsche.de 2012-12-28" />

Searching for Sugar Man schnitt während des Kinostarts gut ab und spielte an den US-Kinokassen 3.696.196 US-Dollar ein (81. Platz aller US-Dokumentationen auf Box Office Mojo).<ref>Searching for Sugar Man. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 10. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rezeption

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Searching for Sugar Man. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Searching for Sugar Man. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>

Searching for Sugar Man erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes fast ausschließlich positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Verbrieft Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.<ref name="metacritic" />

Der deutsche Filmkritiker Hans-Ulrich Pönack vergab an den Film seine Höchstwertung 5 Pönis (= „einsame Spitze“):

„Was für ein Kraftfeld, was für ein Kraftmagnet von tollem, inspirierendem, detektivischem Porträt-Kino! Mit urigem ‚Thriller‘-Geschmack. Und einer stimmungsvollen Entdeckungs-/Entdeckermusikalität.“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kritik (Memento vom 15. Mai 2014 im Internet Archive) bei poenack.de</ref>

„Den spannenden Fragen, wieso er in einer Parallelwelt ein Star war, ohne es zu wissen, wo seine Millionen versackten und warum er für tot gehalten wurde, geht der Film Searching For Sugar Man nach. Er bietet außerdem bewegende Bilder von den ersten Südafrika-Konzerten des Totgeglaubten vor einigen Jahren. Letztlich ist der Film ein schönes Pop-Märchen mit Songs, die weltweit Klassiker sein könnten.“

Spiegel Online<ref name="spiegel">Christoph Dallach: Folk-Pop-Legende Rodriguez: Tote Helden leben länger. In: Spiegel Online. 26. Oktober 2012, abgerufen am 18. Januar 2014.</ref>

„Der amerikanische Sänger und Songwriter Sixto Rodriguez nahm Anfang der Siebzigerjahre zwei Folk-Platten auf, die zum besten gehören, was in der Popmusik je geschaffen wurden. Leider bemerkte es niemand. […] Jetzt hat Dokumentarfilmer Malik Bendjelloul die unglaubliche, abenteuerliche, herzzerreißende Geschichte dieses Mannes und seiner Musik erzählt. Was für ein Glück!“

Süddeutsche Zeitung<ref name="sueddeutsche.de 2012-12-28">Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche: Von der Schönheit dieser Welt. 8/9 Kurzkritiken zu den Kinostarts der Woche: „Searching for Sugar Man“. In: sueddeutsche.de. 28. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Dezember 2012; abgerufen am 10. August 2023.</ref>

„Dokumentarfilme wie Searching for Sugarman […] erzählen von der Wiederentdeckung verschollener Künstler. Doch die Zuschauer bekommen dabei oft nur die halbe Wahrheit zu sehen. […] Das Märchen von dem ahnungslosen Musiker fällt komplett in sich zusammen, wenn man endlich versteht, dass Rodriguez nicht ahnungslos durchs Leben gelaufen ist, sondern durchaus schon sehr früh wusste, dass man seine Musik außerhalb der USA kannte und schätzte. Das passierte in den 70er-Jahren in Australien. Rodriguez flog hin und hatte Riesenerfolg bei Konzerten. Das lässt der Film einfach weg, zu Gunsten der rührenden Südafrika-Geschichte, die bereits in den 90er-Jahren eigentlich auserzählt war, als Sixto Rodriguez nach Südafrika flog und dort Konzerte gab. Aber noch wichtiger ist dieser Punkt, an dem der Regisseur fünf gerade sein lässt: ‚Ich habe nicht versucht, die Tantiemen-Frage aufzuklären. Denn die Geschichte dreht sich wirklich nicht um Geld‘, sagte Malik Bendjelloul vor zwei Jahren in einem Interview. […] Der Film sucht nicht wirklich nach Sugarman, wie er vorgibt, sondern nach ein paar zuckersüßen Emotionen.“

Deutschlandradio Kultur<ref>Geschönte Dokumentarfilme – Die Legende vom wiederentdeckten Künstler. Ein Gespräch mit Jürgen Kalwa, In: Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 24. Juni 2014, abgerufen am 15. April 2017.</ref>

Ferner wurde der Film bei den folgenden Auszeichnungen berücksichtigt:

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Filmdaten