Hammerschrott
Hammerschrott Markt Neuhaus an der Pegnitz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(28)&title=Hammerschrott 49° 38′ N, 11° 33′ O
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| Höhe: | 440 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 28 (1. Jan. 2024)<ref name="Einwohner">Markt Neuhaus a.d. Pegnitz - Rathaus & Politik - Gemeindedaten. Abgerufen am 2. April 2025.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91284 | |||||
| Vorwahl: | 09156 | |||||
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Hammerschrott (oberfränkisch: Hommaschrout<ref>J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 18. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „håmmɒschróut“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhaus an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hammerschrott liegt in der Gemarkung Höfen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Oktober 2024.</ref>
Lage
Das Dorf liegt im Pegnitztal, etwa 800 m nordöstlich von Neuhaus und unmittelbar angrenzend. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2162 bei Neuhaus (0,1 km südöstlich) bzw. nach Mosenberg (1,6 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1326 wurde der Ort im bayerischen Salbuch als „Hammer Schrotonis“, also als Hammer eines Scrōto erwähnt.<ref name="P18">J. Pfanner: Pegnitz, S. 18.</ref> 1407 wurde er als Bamberger Lehen genannt. Der Eisenhammer war 1387 Mitglied in der Oberpfälzer Hammereinigung („Hans Hegnein ... auch mit zwai herden vnd mit dem hamer zu dem Newenhaws“).<ref>Johannes Laschinger: Transkription der Großen Hammereinung. In: Hirschmann, Norbert, Fleißer, Hannelore, Mahler, Fred: Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum - 600 Jahre Große Hammereinung, Band 12/1 der Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern, Theuern 1987, S. 141.</ref>
Hammerschrott lag im Fraischbezirk des nürnbergischen Pflegamtes Velden.<ref>G. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises, S. 529.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es drei Anwesen. In der Grundherrschaft unterstanden die Untertanen mittelbar dem brandenburg-bayreuthischen Verwalteramt Plech, unmittelbar waren sie Bamberger Zensiten.<ref name="B778">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 778f.</ref> Von 1791/92 bis 1810 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.<ref>Vorlage:Addreßhandbuch Ansbach-Bayreuth</ref>
Mit dem Gemeindeedikt wurde Hammerschrott dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Höfen<ref name="OV 1820"/> und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Höfen zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Hammerschrott am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Neuhaus an der Pegnitz eingegliedert.<ref>Neuhaus an der Pegnitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. September 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Hammerschrott gibt es zwei Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Neuhaus an der Pegnitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Katholische Ortskapelle. Der barockisierende Neubau von 1928 ist mit einem Dachreiter versehen. Das ursprüngliche Gebäude, aus dem die Ausstattung stammt, wurde 1774 errichtet.
- Eisenbahnbrücke über die Pegnitz
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Bodendenkmäler
- Herrensitz Hammerschrott<ref name="Denkmalliste"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Hammerschrott ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt. Die Protestanten sind nach St. Maria (Velden) gepfarrt.<ref name="P18"/><ref name="OV 1961"/>
Wirtschaft
Der Hammer Schrott war einst ein größeres Industrieunternehmen. Dazu gehörte im Mittelalter auch ein Herrensitz. Zu den ständig Beschäftigten gehörten ein Schmelzmeister, ein Schmiedemeister, ein Hauer und ein Kohlmesser sowie Eisenarbeiter und Fuhrknechte. Aus dem Hammer wurde eine Bronzefabrik und später eine Holzwollefabrik. Der Besitzer Eberhard Weith ließ ein Kraftwerk einrichten. Aufgrund dieser Neuerung gab es in Neuhaus bereits 1911 elektrisches Licht. Das Elektrizitätswerk versorgte die Orte Neuhaus, Krottensee und Hammerschrott mit elektrischem Strom. 1983 wurde das E-Werk an das Überlandwerk Oberfranken verkauft.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hammerschrot. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 778–779 (Digitalisat).
- Andreas Dimler: Marktgemeinde Neuhaus – Gestern und Heute. Animus Kunstverlag, 1998, ISBN 3980650715
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Pfanner Landkreis Pegnitz
- Vorlage:Schädler Landkreis Pegnitz
Weblinks
- Ortsteile des Marktes > Hammerschrott. In: neuhaus-pegnitz.de. Abgerufen am 29. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hammerschrott in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hammerschrott im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Bärnhof | Finstermühle | Hammerschrott | Höfen | Krottensee | Mosenberg | Neuhaus an der Pegnitz | Ranna | Rehberg | Rothenbruck | Ziegelhütte
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