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Abraham Zapruder

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Abraham Zapruder (* 15. Mai 1905 in Kowel, Ukraine; † 30. August 1970 in Dallas, Texas) war ein Amateurfilmer, der als Zuschauer des Präsidentenempfanges in Texas zufällig das Attentat auf John F. Kennedy in Dallas am 22. November 1963 filmte.

Leben

Datei:Zaprudercamera.jpg
Zapruders Kamera

Zapruder, der ein Unternehmen für Damenoberbekleidung besaß, verwendete eine damals sehr fortgeschrittene Filmkamera vom Typ 414-PD-Bell-&-Howell-Zoomatic-Director-Series aus dem Jahr 1962, bestückt mit einem Kodak Kodachrome II safety film.

Innerhalb einer Stunde nach dem Attentat tauchte der Journalist und Geheimdienstmitarbeiter Forrest Sorrels bei Zapruder im Büro auf.<ref>Vincent Bugliosi: Four Days in November : The Assassination of President John F. Kennedy. W. W. Norton & Company, New York / London 2008, ISBN 978-0-393-33215-5, S. 87 f. (englisch).</ref> Der Film ging zum Fernsehsender WFAA. Der Film selbst war nicht auf dem Bildschirm zu sehen, da WFAA keine Möglichkeiten hatte, den 8-mm-Film zu entwickeln, Zapruder selbst war allerdings innerhalb von zwei Stunden im Rahmen eines Interviews zu sehen.

Nachdem Kodak den heute so genannten Zapruder-Film entwickelt hatte, gingen zwei Kopien des Films an den Geheimdienst und eine an Zapruder. Er verkaufte ihn mit allen Rechten für 150.000 US-Dollar (entspricht heute ungefähr 1.537.000 US-Dollar<ref>Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle 1000 US-Dollar gerundet und bezieht sich auf Januar 2026.</ref>) an das Life Magazine; Teil des Vertrages war, dass der eigentliche Effekt des Schusses auf Kennedys Kopf nicht gezeigt werden durfte (Bild 313). Zapruder spendete die erste Rate von 25.000 US-Dollar der Witwe des ermordeten Polizeibeamten J. D. Tippit.

Abraham Zapruder war ein Mitglied im Bund der Freimaurer und engagierte sich ebenfalls bei den Shrinern für die kostenlose medizinische Versorgung von Kindern.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Abraham Zapruder.] freemasonry.bcy.ca, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Er starb am 30. August 1970 an Magenkrebs.

Ehrung

Nach Abraham Zapruder ist eine Zeitschrift zur Geschichte sozialer Konflikte benannt, die seit 2002 erscheint. Er habe von unten Geschichte gemacht, heißt es in der Begründung des The Zapruder World Project.<ref>Homepage des Projekts, zuletzt abgerufen am 8. Februar 2014.</ref>

Zapruder in der Populärkultur

Im Spielfilm Parkland aus dem Jahr 2013 übernahm Paul Giamatti die Rolle Zapruders in dem Filmdrama, das die Ereignisse nach der Ermordung Kennedys zeigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kevin Jagernauth: Zac Efron Will Play The First Doctor To Look At JFK In Assassination Pic ‘Parkland’ (Memento vom 17. November 2013 im Internet Archive) online vom 19. Dezember 2012 (englisch), abgerufen am 30. November 2013.</ref>

Bob Dylan erwähnt den Film Zapruders in seinem Song Murder Most Foul (2020): „Zapruder's film I seen night before / Seen it thirty-three times, maybe more / It's vile and deceitful, it's cruel and it's mean / Ugliest thing that you ever have seen / …“ (Verse 3, 27 ff.) auf dem Album Rough and Rowdy Ways.

Weblinks

Commons: Abraham Zapruder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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