Telmanowo (Kaliningrad, Gwardeisk)
Siedlung
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Telmanowo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gwardeisk im Rajon Gwardeisk.
Geographische Lage
Telmanowo liegt am linken Alleufer und vier Kilometer südöstlich von Snamensk (Wehlau). Von der Regionalstraße 27A-029 (ex R514) führt eine Stichstraße in östlicher Richtung bis in den Ort. Die nächste Bahnstation ist Snamensk an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje (Königsberg–Eydtkuhnen/Eydtkau), Teilstück der ehemaligen Preußischen Ostbahn, zur Weiterfahrt nach Litauen und in das russische Kernland.
Geschichte
Das bis 1946 Richau<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Richau</ref> genannte Dorf wurde im Jahre 1371 gegründet. Im Jahre 1874 kam die Landgemeinde Richau in den neu errichteten Amtsbezirk Rockelkeim<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Rockelkeim</ref> (russisch: Uljanowka, nicht mehr existent). Er gehörte bis 1945 zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.
Die Gegend von Richau und auch Klein Nuhr (russisch: Suchodolje) und Groß Nuhr (Sawetnoje, nicht mehr existent) am gegenüberliegenden Alleufer wies erhebliche Lehmvorkommen auf. Deshalb siedelten sich entlang der Alle zahlreiche Ziegeleien an, von denen die „Allemannia“ in Richau eine der größten in Ostpreußen war<ref>Suchodolje - Klein Nuhr bei ostpreussen.net</ref>.
Am 18. April 1907 bildete sich aus dem zum benachbarten Gutsbezirk Georgenberg (nicht mehr existent) gehörenden Vorwerk Richau ein selbständiger Gutsbezirk Richau, der neben der Landgemeinde Richau bestand. Im Jahre 1910 zählte der Gutsbezirk 81, die Landgemeinde 196 Einwohner<ref>M. W. Ehrenreich: Landkreis Wehlau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. März 2016; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref>. Am 30. September 1928 schlossen sich beide Orte zur neuen Landgemeinde Richau zusammen. Die Einwohnerzahl betrug 1933 insgesamt 311, 1939 noch 285.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
In Kriegsfolge kam Richau 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort den russischen Namen Telmanowo und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Bolschepoljanski selski Sowet im Rajon Gwardeisk zugeordnet.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)</ref> Seit 1991 wurde der Ort von der Siedlung städtischen Typs Snamensk aus verwaltet. Von 2005 bis 2014 gehörte Telmanowo zur Landgemeinde Snamenskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gwardeisk.
Kirche
Das von einer überwiegend evangelischen Bevölkerung bewohnte Richau gehörte bis 1945 zum Kirchspiel der Kirche in Paterswalde (heute russisch: Bolschaja Poljana). Es gehörte zum Kirchenkreis Wehlau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Auch heute besteht dieser Bezug nach Bolschaja Poljana, wo sich in den 1990er Jahren aus Russlanddeutschen eine neue evangelisch-lutherische Gemeinde gebildet hat. Sie ist Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) innerhalb der Propstei Kaliningrad<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad ( vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Gwardeisk (Tapiau)
Siedlungen: Belowo (Perpolken) | Berjosowka (Groß Ottenhagen) | Bolschaja Poljana (Paterswalde) | Bolschije Gorki ((Groß) Weißensee) | Borskoje (Schiewenau) | Cholmy (Adlig Popelken) | Dalneje ((Groß) Schirrau) | Demidowo (Augstupöhnen/Uderhöhe und Groß Uderballen/Großudertal) | Detskoje (Götzendorf) | Diwnoje (Alt Ilischken) | Gordoje (Bürgersdorf) | Gribki (Langhöfel) | Istrowka (Schaberau und Zargen) | Jablonowka (Bartenhof) | Jagodnoje (Lindendorf) | Jarki (Karpau) | Jassenskoje ((Groß) Kuglack) | Jelnjaki (Frischenau) | Jerschowo (Grünlinde) | Kalinkowo (Irglacken) | Komsomolsk (Löwenhagen) | Krasny Bor (Starkenberg) | Krasny Jar (Parnehnen) | Kruglowka (Neuendorf) | Kuibyschewskoje (Petersdorf) | Kurgan (Kuxtern) | Liwny (Stobingen) | Losowoje (Kremitten und Podollen) | Lunino (Sanditten) | Malinowka (Biothen und Podewitten) | Olchowka (Köllmisch Damerau und Kawerninken/Kawernicken) | Oserki (Groß Lindenau) | Osjornoje (Groß Barthen und Klein Hohenhagen) | Ossinowka (Stampelken) | Ostrowskoje (Seewalde) | Poddubnoje (Groß Keylau) | Prigorodnoje (Haselberg) | Prudnoje (Alt Wehlau) | Prudy (Genslack) | Ratnoje (Freudenberg) | Retschnoje (Magotten) | Roschtschino (Possindern) | Rownoje (Romau) | Rutschji (Bieberswalde) | Sabarje (Moterau) | Saretschje (Pregelswalde) | Semjonowo (Fuchsberg und Marienhagen) | Slawinsk (Goldbach) | Snamensk (Wehlau) | Sokolniki (Langendorf) | Soldatowo (Friedrichsthal) | Sorino (Poppendorf) | Suchodolje (Klein Nuhr) | Suworowo (Zohpen) | Swenjewoje (Popehnen) | Talpaki (Taplacken) | Telmanowo (Richau) | Tumanowka (Gauleden) | Welikolukskoje (Wargienen) | Wessjoly (Linkehnen) | Wischnjowoje (Kapkeim) Vorlage:Klappleiste/Ende