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Stefi Jersch-Wenzel

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. März 2026 um 13:03 Uhr durch imported>Woldemar1958 (kat +).
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Stefi Jersch-Wenzel (* 7. September 1937 in Berlin; † 29. Januar 2013 ebenda)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage des Simon-Dubnow-Instituts (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dubnow.de, abgerufen am 15. Februar 2013.</ref> war eine deutsche Historikerin, die sich vor allem mit der Geschichte der Juden in Deutschland befasst hat. Sie war lange Zeit Mitarbeiterin der Historischen Kommission zu Berlin.

Leben

Jersch-Wenzel studierte Geschichte und wurde im Jahr 1964 an der FU Berlin promoviert mit einer Arbeit über Juden in städtischen Ehrenämtern. Jüdische Stadtverordnete und Stadträte in Berlin und Breslau sowie in Schlesien und Posen, vor der Einführung der Städteordnung im Jahr 1808 bis zur Jahrhundertmitte.<ref>Siehe die Daten der Buchausgabe mit anderem Titel von 1967 DNB 458618500.</ref> Für die Themenstellung und Betreuung der Studie war vor allem Adolf Leschnitzer verantwortlich; das Vorwort verfasste Hans Herzfeld.

Sie habilitierte sich 1975 mit einer Arbeit über Juden und „Franzosen“ in der Wirtschaft des Raumes Berlin-Brandenburg zur Zeit des Merkantilismus.<ref>Stefi Jersch-Wenzel: Juden und „Franzosen“ in der Wirtschaft des Raumes Berlin-Brandenburg zur Zeit des Merkantilismus. Colloquium-Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-7678-0455-7.</ref> Ebenso wie schon die Dissertation, so erschien auch diese Studie (mit einem Vorwort von Otto Büsch) in den Publikationsreihen der Historischen Kommission zu Berlin, in deren Forschungsgruppe „Industrialisierungsgeschichte“ Jersch-Wenzel über mehrere Jahre gearbeitet hatte. Anschließend war sie von 1978 bis 1995 Leiterin der „Sektion für deutsch-jüdische Geschichte“ der Historischen Kommission zu Berlin. Zwischen 1995 und 1998 war sie Gründungsdirektorin des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur, einem An-Institut an der Universität Leipzig. Sie hatte mehrere akademische und wissenschaftliche Ämter inne, bis 2007 war sie etwa stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden (GEGJ).

Ihre letzte Ruhestätte fand Jersch-Wenzel auf dem Jerusalemsfriedhof III am Berliner Mehringdamm<ref>Traueranzeige der Familie. In: Der Tagesspiegel. 17. Februar 2013, S. 14.</ref> (Stelle: Abt. 341-U3-004).

Wissenschaftliche Ämter (Auswahl)

Schriften (Auswahl)

  • mit Reinhard Rürup (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer. 7 Bände. Saur, München 1996–2001.
  • mit François Guesnet (Hrsg.): Juden und Armut in Mittel- und Osteuropa. Im Auftrag des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur e. V. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2000, ISBN 3-412-16798-3.
  • mit Marianne Awerbuch (Hrsg.): Bild und Selbstbild der Juden Berlins zwischen Aufklärung und Romantik. Beiträge zu einer Tagung (= Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin. Band 75). Colloquium-Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-7678-0805-6.
  • als Hrsg.: Deutsche – Polen – Juden. Ihre Beziehungen von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert. Beiträge zu einer Tagung (= Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin. Band 58). Colloquium-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-7678-0694-0.
  • mit Jochen Krengel (Bearbeiter): Die Produktion der deutschen Hüttenindustrie 1850–1914. Ein historisch-statistisches Quellenwerk, unter Mitarbeit von Bernd Martin, mit einem Vorwort von Otto Büsch und Wolfram Fischer (= Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin. Band 43: Quellenwerke). Colloquium-Verlag, Berlin 1984, ISBN 978-3-7678-0567-5.
  • Juden und „Franzosen“ in der Wirtschaft des Raumes Berlin-Brandenburg zur Zeit des Merkantilismus. Colloquium-Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-7678-0455-7.
  • als Hrsg.: Fritz Vinzenz Grünfeld: Das Leinenhaus Grünfeld. Erinnerungen und Dokumente (= Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Band 12). Duncker & Humblot, Berlin 1967. (teilweise online bei Google-Books).
  • Jüdische Bürger und kommunale Selbstverwaltung in preußischen Städten 1808–1848. Mit einem Vorwort von Hans Herzfeld (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Band 21). de Gruyter, Berlin 1967.
  • Stefi Jersch-Wenzel: Juden als Stadtbewohner. (PDF) In: Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS). Deutsches Institut für Urbanistik, 1987, S. 1–5, abgerufen am 16. Juni 2025.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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