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Tharu

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Datei:OpenSpeaks-thq-Eastern Tharu-Achhai Chaudhary-SC-Medicinal Plants 01.webm
Ein traditioneller Tharu-Heiler aus Nepal, der lokale Heilpflanzen in der Sprache Saptariya Tharu beschreibt
Datei:Tharu man on our front porch.jpg
Ein Tharu-Mann

Die Tharu (Nepali: थारू, Thārū) sind ein Volk im Terai in Nepal und im Norden Indiens.<ref>Rajaure, D.P. in Kailash "Tharus of Dang: The people and the social context", Bd. 8, Ausg. 3/4, Kathmandu, 1981, S. 155–185</ref> Die Mehrheit der Tharu leben in Nepal, wo sie 13,5 % der Bevölkerung ausmachen und offiziell als Minderheit anerkannt sind.<ref> Statistical Year Book of Nepal 2009, Government of Nepal, Central Bureau of Statistics 2009</ref>

Die Tharu bezeichnen sich selbst als Menschen des Waldes. Sie lebten lange Zeit isoliert überwiegend in den Urwäldern im Grenzgebiet zwischen Indien und Nepal, wo sie eine relativ eigenständige Kultur entwickelten. Sie sind bekannt für ihre Keramik- und Wandmalerei.

Abgesehen von Nepali, der gemeinsamen Landessprache, die nicht alle beherrschen, gibt es keine gemeinsame Sprache der Tharu. Einige sprechen verschiedene endemische Tharu-Sprachen; im westlichen Nepal und im angrenzenden Indien sprechen sie Urdu und Awadhi, im mittleren Terai sprechen sie eine Variante des Bhojpuri und im östlichen Terai Maithili.

Die Tharu lebten bereits im Terai vor Ankunft der Indoeuropäer.

Laut Volkszählung 2001 sind die Tharu zu 97,63 % Hindus und 1,95 % Buddhisten.

Untergruppen

Die Tharu teilen sich in mehrere endogame Untergruppen auf:

Kleinere Gruppen von Tharu leben in angrenzenden indischen Distrikten.

Resistenz gegen Malaria

Der Lebensraum der Tharu war bis in die 1960er Jahre hoch malariaverseucht. Den Tharu wird ein gewisses Maß an Resistenz gegen Malaria zugeschrieben. Untersuchungen ergaben, dass benachbarte Ethnien siebenmal anfälliger für Malaria sind als die Tharu.<ref>Terrenato, L. u. a.: Decreased Malaria Morbidity in the Tharu People Compared to Sympatric Populations in Nepal in: Annals of Tropical Medicine and Parasitology, Bd. 82, Ausgabe 1, 1988, S. 1–11</ref> Aufgrund dieser auffälligen Unterschiede vermuten Forscher eher eine genetische Disposition als bestimmte Verhaltensweisen oder Essgewohnheiten.

Weblinks

Commons: Tharu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>