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Corymbia henryi

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Corymbia henryi
Datei:Spotted Gum Glenugie Creek.jpg

Corymbia henryi

Systematik
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Eucalypteae
Gattung: Corymbia
Art: Corymbia henryi
Wissenschaftlicher Name
Corymbia henryi
(S.T.Blake) K.D.Hill & L.A.S.Johnson

Corymbia henryi ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie kommt im südöstlichen Queensland und im angrenzenden nordöstlichen New South Wales vor<ref name="AVH" /> und wird dort „Large-leaved Spotted Gum“ genannt.<ref name="APNI" />

Beschreibung

Datei:Corymbia henryi flower (6811146648).jpg
Blüte mit glatten Blütenbecher und vielen weißen Staubblättern

Erscheinungsbild und Blatt

Corymbia henryi wächst als Baum, der Wuchshöhen bis 30 Meter erreicht. Die Borke ist am gesamten Baum glatt, matt oder glänzend weiß bis grau, rotbraun, rosafarben oder cremeweiß und schält sich in kleinen, mehreckigen Flicken. Die kleinen Zweige besitzen eine grüne Rinde. Im Mark sind Öldrüsen vorhanden, in der Borke nicht.<ref name="EucaLink" />

Bei Corymbia henryi liegt Heterophyllie vor. Die Laubblätter sind immer in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite an jungen Exemplaren ist lanzettlich bis eiförmig<ref name="EucaLink" />, glänzend grün<ref name="NSWFo" /> und besitzt einfache Haare und steife Drüsenhaare. An mittelalten Exemplaren ist die Blattspreite bei einer Länge von etwa 30 cm und einer Breite von etwa 1,5 cm elliptisch bis eiförmig, gerade, ganzrandig und glänzend grün. Der Blattstiel an erwachsenen Exemplaren ist bei einer Länge von 15 bis 25 mm schmal abgeflacht oder kanalförmig. Die Blattspreite an erwachsenen Exemplaren kann gebogen oder gerade sein, ist relativ dünn und bei einer Länge von 15 bis 28 cm und einer Breite von 2,5 bis 4,5 cm lanzettlich bis breit-lanzettlich, mit sich verjüngender Spreitenbasis und bespitztem oberen Ende. Ihre Blattober- und -unterseite ist gleichmäßig seidenmatt grün. Die kaum erkennbaren Seitennerven gehen in geringen Abständen in einem spitzen oder stumpfen Winkel vom Mittelnerv ab. Auf jeder Blatthälfte gibt es einen ausgeprägten, durchgängigen, sogenannten Intramarginalnerv; er verläuft in geringem Abstand am Blattrand entlang. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind fast kreisförmig.<ref name="EucaLink" />

Blütenstand und Blüte

Endständig<ref name="EucaLink" /> auf einem bei einer Länge von 8 bis 25 mm im Querschnitt stielrunden Blütenstandsschaft steht ein zusammengesetzter Blütenstand, der aus doldigen Teilblütenständen mit jeweils etwa drei Blüten besteht. Der Blütenstiel ist bei einer Länge von 3 bis 4 mm im Querschnitt stielrund bis kantig.<ref name="EucaLink" /><ref name="NSWFo" />

Die nicht blau-grün bemehlte oder bereifte Blütenknospe ist bei einer Länge von 10 bis 13 mm und einem Durchmesser von 4 bis 6 mm eiförmig oder verkehrt-eiförmig. Die Kelchblätter bilden eine Calyptra, die bis zur Blüte (Anthese) erhalten bleibt oder früh abfällt. Die glatte Calyptra ist halbkugelig oder konisch, so breit wie der glatte Blütenbecher (Hypanthium)<ref name="EucaLink" /> und so lang wie dieser.<ref name="NSWFo" /> Die Blüten sind weiß oder cremefarben.<ref name="EucaLink" />

Frucht und Samen

Die gestielte Frucht ist bei einer Länge von 12 bis 20 mm und einem Durchmesser von 10 bis 16 mm ei- bis urnenförmig<ref name="EucaLink" /><ref name="NSWFo" />, oft faltig<ref name="NSWFo" /> und drei- bis vierfächerig.<ref name="EucaLink" /> Der Diskus ist eingedrückt, die Fruchtfächer sind eingeschlossen.<ref name="EucaLink" /><ref name="NSWFo" />

Der regelmäßige und abgeflachte, kniescheiben- oder eiförmige Samen besitzt eine netzartige, matte bis seidenmatte, rote oder rotbraune Samenschale. Das Hilum befindet sich am oberen Ende des Samens.<ref name="EucaLink" />

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Corymbia henryi der Südosten Queenslands, um Brisbane, sowie der Nordosten von New South Wales.<ref name="AVH" /><ref name="EucaLink" /><ref name="NSWFo" />

Corymbia henryi gedeiht örtlich vorherrschend in trockenen, lichten Hartlaubwäldern auf sandigen Böden.<ref name="EucaLink" /><ref name="NSWFo" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1977 durch Stanley Thatcher Blake unter dem Namen (Basionym) Eucalyptus henryi <templatestyles src="Person/styles.css" />S.T.Blake und dem Titel Four new species of Eucalyptus in Austrobaileya, Volume 1 (1), S. 4. Das Typusmaterial weist die Beschriftung Stafford near Brisbane, 8. Jan. 1956, S.T.Blake 19889 (BRI, holo; NSW, FRI, CANB, K, iso) auf.<ref name="APNI" /> Die Neukombination zu Corymbia henryi <templatestyles src="Person/styles.css" />(S.T.Blake) K.D.Hill & L.A.S.Johnson erfolgte 1995 unter dem Titel Systematic studies in the eucalypts. 7. A revision of the bloodwoods, genus Corymbia (Myrtaceae) in Telopea, Volume 6, Issue 2–3, S. 396.<ref name="APNI" /><ref name="tropicos" /><ref name="WCSP" />

Hybriden von Corymbia henryi × Corymbia torelliana sind aus Queensland bekannt, solche von Corymbia henryi × Corymbia citriodora wurden in New South Wales vermutet.<ref name="APNI" />

Nutzung

Das Kernholz von Corymbia henryi ist hellbraun bis dunkel rotbraun und besitzt ein spezifisches Gewicht von etwa 1010 kg/m³. Es wird als Bau- und Möbelholz eingesetzt und dient beispielsweise im Bootsbau und zur Herstellung von Werkzeuggriffen, Eisenbahnschwellen und Fußböden.<ref name="DAFF-SG" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="AVH">Specimen search results: Corymbia henryi bei Australia’s Virtual Herbarium. Council of Heads of Australasian Herbaria. Abgerufen am 13. Februar 2013</ref> <ref name="APNI">APNI = Australian Plant Name Index. Centre for Plant Biodiversity Research. Australian Government. Abgerufen am 13. Februar 2013</ref> <ref name="EucaLink">Corymbia henryi bei EucaLinkA Web Guide to the Eucalypts. Abgerufen am 13. Februar 2013</ref> <ref name="NSWFo">K. Hill: Corymbia henryi (S.T.Blake) K.D.Hill & L.A.S.Johnson bei New South Wales Flora Online. National Herbarium of NSW, Royal Botanic Garden, Sydney. Abgerufen am 13. Februar 2013</ref> <ref name="tropicos">Corymbia henryi bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="DAFF-SG"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spotted Gum. Department of Agriculture, Fisheries and Forestry. Queensland Government (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.daf.qld.gov.au. Abgerufen am 10. Februar 2016</ref> </references>