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Monochoria

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Monochoria
Datei:Monochoria korsakowii2.jpg

Monochoria korsakowii

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Commelinaartige (Commelinales)
Familie: Wasserhyazinthengewächse (Pontederiaceae)
Gattung: Monochoria
Wissenschaftlicher Name
Monochoria
C.Presl

Die Monochoria sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wasserhyazinthengewächse (Pontederiaceae). Die etwa sieben Arten gedeihen im tropischen und subtropischen Afrika, Asien sowie Australien.

Beschreibung

Datei:Monochoria vaginalis Blanco2.466.png
Illustration von Monochoria vaginalis
Datei:Monochoria korsakowii flower.JPG
Habitus und Blüten von Monochoria korsakowii

Erscheinungsbild und Blätter

Monochoria-Arten sind meistens ausdauernde, wenige Arten sind aber unter ungünstigen Bedingungen einjährige, krautige Pflanzen. Sie wachsen als schwimmende Wasserpflanzen oder im Boden wurzelnde Sumpfpflanzen.<ref name="FoC" /> Die submersen und langen oder emersen und kurzen<ref name="FoNA" /> Stängel sind aufrecht oder kriechend.

Die Laubblätter sind in grundständigen Rosetten angeordnet und sitzend oder am Stängel verteilt angeordnet und gestielt. Die einfachen Blattspreiten sind herz- bis spießförmig mit spitzem bis zugespitztem oberen Ende.<ref name="FoNA" /> Die Blattadern verlaufen in Bögen<ref name="FoC" />.

Blütenstände und Blüten

Die submersen bis die Wasseroberfläche erreichenden oder emersen<ref name="FoNA" /> Blütenstandsschäfte besitzen an ihrer Basis große Hochblätter (Brakteen). Die rispigen, ährigen oder fast doldigen<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Blütenstände werden im knospigen Zustand von einer Blattscheide eingehüllt<ref name="FoC" /> und enthalten bis zu 30 Blüten<ref name="FoNA" />. Bei manchen Arten ist eine gefaltete Spatha vorhanden, die manchmal ein eiförmiges bis schwanzförmiges Anhängsel besitzt<ref name="FoNA" />. Es sind nur kaum erkennbare bis kurze Blütenstiele vorhanden.<ref name="FoC" />

Die nur einen Tag geöffneten<ref name="FoNA" /> zwittrigen Blüten sind schwach zygomorph und dreizählig. Die sechs ungleichen Blütenhüllblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen; die inneren drei sind breiter als die äußeren; sie sind während der Anthese ausgebreitet und winden sich später schraubig ein.<ref name="FoC" /> Die blauen oder weißen, kahlen Blütenhüllblätter sind schmal eiförmig bis lanzettlich mit spitzem oberen Ende<ref name="FoNA" />. Von den sechs an der Basis der Blütenhüllblätter inserierten Staubblätter besitzt eines einen langen Staubfaden, der seitlich einen aufrechten, schiefen Zahn besitzt und einen blauen, großen Staubbeutel,<ref name="FoC" /> der doppelt so lang ist wie bei den anderen<ref name="FoNA" />. Die anderen fünf Staubblätter sind fast gleich mit kahlen, geflügelten Staubfäden<ref name="FoNA" /> und ihre Staubbeutel sind gelb, eiförmig sowie klein<ref name="FoC" />. Die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, unvollständig dreikammerigen<ref name="FoNA" /> Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält viele Samenanlagen. Der fadenförmige Griffel endet in einer beinahe ganzrandigen oder fein dreilappigen Narbe.<ref name="FoC" /> Die Nektarsekretion erfolgt durch Septalnektarien am Gynoeceum. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie).<ref name="WAF" />

Früchte und Samen

Die eiförmigen Kapselfrüchte sind lokulizid und dreifächerig; sie enthalten 10 bis 200 Samen.<ref name="FoNA" /> Die relativ kleinen, eiförmigen Samen besitzen schräg verlaufende Streifen und längs verlaufende Flügel.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" />

Verbreitung

Die Heimat der paläotropischen Gattung Monochoria sind das tropische und subtropische Afrika, Asien sowie Australien.

Einige Arten sind Neophyten in einigen tropischen und subtropischen Gebieten.<ref name="PIER" />

Die meisten Arten gedeihen in stehenden Gewässern und sehr oft in Reisfeldern.

Datei:Monochoria hastata in Thailand.jpg
Monochoria hastata in Thailand
Datei:Monochoria korsakowii 5.JPG
Monochoria korsakowii
Datei:Monochoria vaginalis in Kadavoor.jpg
Monochoria vaginalis

Systematik

Die Gattung Monochoria wurde 1827 durch Karl Bořiwog Presl in Reliquiae Haenkeanae, 1 (2), S. 127<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusart ist Monochoria hastifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl.<ref name="tropicos" /> Synonyme für Monochoria <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl sind: Calcarunia <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Carigola <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Gomphima <templatestyles src="Person/styles.css" />Raf., Limnostachys <templatestyles src="Person/styles.css" />F.Muell.<ref name="WCSP" /> Der Gattungsname Monochoria leitet sich vom griechischen Wort Mono für ein, einzeln ab und bezieht sich damit auf das einzelne Staubblatt, das sich von den anderen fünf unterscheidet<ref name="WAF" />.

Die Gattung Monochoria gehört zur Familie der Pontederiaceae.<ref name="GRIN" />

Es gibt etwa sieben<ref name="WCSP" /> Monochoria-Arten:

  • Monochoria africana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Solms) N.E.Br.: Sie ist weitverbreitet vom Sudan bis Südafrika.<ref name="WCSP" /> Für Südafrika wird sie als „least concern“ = „nicht gefährdet“ eingestuft.<ref name="Redlist" />
  • Monochoria australasica <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridl.: Sie ist im nördlichen Australien beheimatet.<ref name="WCSP" />
  • Monochoria brevipetiolata <templatestyles src="Person/styles.css" />Verdc.: Sie ist im tropischen Westafrika bis Zentralafrika beheimatet.<ref name="WCSP" />
  • Monochoria cyanea <templatestyles src="Person/styles.css" />(F.Muell.) F.Muell.: Sie ist in den australischen Bundesstaaten New South Wales, Queensland, Western Australia sowie Northern Territory beheimatet und kommt auch in Vietnam vor.<ref name="WCSP" />
  • Monochoria hastata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Solms: Mit zwei Varietäten:
    • Monochoria hastata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Solms var. hastata (Syn.: Monochoria hastifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl): Sie ist weitverbreitet von Sri Lanka, Indien, Bhutan, Nepal, Myanmar, Kambodscha, China, Vietnam, Indonesien bis Malaysia und im nördlichen Australien.<ref name="WCSP" />
    • Monochoria hastata var. elata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ridl.) Backer: Sie kommt im südlichen China, Myanmar, Thailand und Malaysia vor.<ref name="WCSP" />
  • Monochoria korsakowii <templatestyles src="Person/styles.css" />Regel & Maack: Sie ist weitverbreitet von der Krim bis Japan.<ref name="WCSP" />
  • Monochoria vaginalis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Burm. f.) C.Presl: Sie ist weitverbreitet vom tropischen und subtropischen Asien bis ins nördliche Australien.<ref name="WCSP" />

Nutzung

Beispielsweise Monochoria korsakowii wird als Futter für Geflügel und Vieh verwendet.<ref name="FoC" /> Von Monochoria vaginalis werden die grünen Pflanzenteile als Gemüse gegessen.<ref name="FoC" />

Quellen

  • Guofang Wu, Charles N. Horn: Pontederiaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24 – Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5. Monochoria, S. 40 - textgleich online wie gedrucktes Werk, (Abschnitt Beschreibung)
  • Charles N. Horn: Pontederiaceae.: Monochoria, S. 38 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 26 – Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002. ISBN 0-19-515208-5. (Abschnitt Beschreibung)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="tropicos">Monochoria bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="FoC"> Guofang Wu, Charles N. Horn: Pontederiaceae in der Flora of China, Volume 24, S. 40: Monochoria, S. 40 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24 - Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 </ref> <ref name="FoNA"> Charles N. Horn: Pontederiaceae: Monochoria, S. 38 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 26 - Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002. ISBN 0-19-515208-5. </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Redlist"> Raimondo et al., 2009: Monochoria in National Assessment: Red List of South African Plants. zuletzt abgerufen am 11. Februar 2013 </ref> <ref name="PIER"> Eintrag bei Pacific Island Ecosystems at Risk = PIER. zuletzt abgerufen am 11. Februar 2013 </ref> <ref name="WAF">Monochoria C.Presl. In: florabase.dbca.wa.gov.au. Department of Environment and Conservation, abgerufen am 31. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>

Weblinks

Commons: Monochoria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien