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Seelsheide

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Seelsheide
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Seelsheide 51° 1′ N, 7° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 0′ 32″ N, 7° 4′ 18″ O
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Lage von Seelsheide in Bergisch Gladbach
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Die Seelsheide ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Katterbach in Bergisch Gladbach.

Geschichte

Der ehemalige Weiler Seelsheide hatte nach der Nummernliste der Gemeinde Paffrath von 1782 bis 1790 fünf Häuser und Hofstellen.<ref>Helmut Rosenbach: Das alte Paffrath – Katterbach, Paffrath, Hand – in Geschichte und Geschichten, ICS Communikations-Service GmbH, Bergisch Gladbach 1993, S. 129</ref> Neben der Schreibweise Seelsheide im Urkataster finden sich im frühen 19. Jahrhundert auch die Formen Sehlsheyd und Seilsheid. Die Bezeichnung Seelsheide bedeutet, dass es sich um Hofstelle auf der Heide handelt.<ref name="Schulte">Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 48 f.</ref>

Aus Carl Friedrich von Wiebekings Charte des Herzogthums Berg 1789 geht hervor, dass Seelsheide zu dieser Zeit Teil der Honschaft Paffrath im Amt Porz war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Seelsheide wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Sehlscheid und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Seelsheide verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Se(e)lsheide oder ohne Namen verzeichnet.

Mit dem Aufkommen der Straßennamen hat man bereits 1893 die zu der Siedlung Seelsheide führende Straße mit dem gleichen Namen benannt.<ref name="Schulte" />

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie Bemerkung
1822<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> 41 Hofstelle Sehlscheidt genannt
1830<ref name="Restorff">Vorlage:Beschreibung Rheinprovinz 1830</ref> 48 Hofstelle Sehlscheid
1845<ref>Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 60 8 Hofstelle Sielsheide
1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 147 25 Ortschaft Selsheide
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 134 24 Wohnplatz
1895<ref name="Gemeindelexikon1895">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1895</ref> 128 23 Wohnplatz
1905<ref name="Gemeindelexikon1905">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref> 141 26 Wohnplatz

Wirtschaftliche Tätigkeit

Bei Seelsheide wurden Kalksteinbrüche und auch Rennöfenverhüttung betrieben.<ref>Inge Flock: Auf der Suche nach den Wurzeln des alten Kirchdorfes Paffrath. diplom.de, 2003, ISBN 978-3-8324-6326-7.</ref>

Vor dem Ersten Weltkrieg existierte in Seelsheide eine Ringofenziegelei, die heimische Tonvorkommen verarbeitete. Man stellte täglich um 1000 Ziegelsteine her. 1918 musste der Betrieb geschlossen werden, weil britische Besatzungstruppen die Gebäude in Beschlag nahmen.<ref name="Schulte" />

Geologie und Bergbau

In Seelsheide liegt der nordwestlichste Punkt der Paffrather Kalkmulde. Im 19. Jahrhundert wurde hier auf der Grube Romeo Bergbau betrieben.

Siehe auch

Literatur

  • Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang Börnchen | Eichen | Heidgen | Herkenfeld | Hoppersheide | Hufe | Hülsen | Hülsenanger | Kempen | Klutstein | Merzfeld | Neuenhaus | Plackenbruch | Scheurenfeld | Seelsheide | Sträßchen Siefen | Torringen | Vorend | Waldsiedlung Heidgen | Weidenbusch

Ehemalige Ortsteile: Apenschoß | Struffelsweiher Vorlage:Klappleiste/Ende