Bahnhof Kettwig
| Kettwig | ||||||
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| Clp 20140924 3444 Bf Kettwig EG.jpg Empfangsgebäude, 2014
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| Daten | ||||||
| Betriebsstellenart | Zwischenbahnhof | |||||
| Bauform | Durchgangsbahnhof | |||||
| Bahnsteiggleise | 3 | |||||
| Abkürzung | EKG | |||||
| IBNR | 8000198 | |||||
| Preisklasse | 4<ref>Stationspreisliste 2015. (PDF) DB Station&Service AG, 15. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2015; abgerufen am 1. Februar 2015.</ref> | |||||
| Eröffnung | 1. Februar 1872 | |||||
| Profil auf bahnhof.de | Kettwig | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Essen | |||||
| Ort/Ortsteil | Kettwig | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 51° 21′ 48″ N, 6° 57′ 13″ O
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| Höhe (SO) | 53 m ü. NN | |||||
| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen | ||||||
Der Bahnhof Kettwig ist ein S-Bahnhof im Essener Stadtteil Kettwig. Er liegt an der Ruhrtalbahn zwischen Düsseldorf und Essen und wird im von der Linie S 6 der S-Bahn Rhein-Ruhr angefahren. Das Bahnhofsgebäude aus dem Jahre 1873 steht seit 1987 unter Denkmalschutz.
Geschichte
Der erste Kettwiger Bahnhof wurde im Jahr 1872 errichtet. Im Folgejahr nahm die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft den Personenverkehr auf der Strecke Düsseldorf–Kettwig–Kupferdreh auf. Das erste noch provisorische Bahnhofsgebäude wurde 1875 demontiert und als ebenfalls provisorisches Bahnhofsgebäude in Wermelskirchen wiedererrichtet. Im gleichen Jahr wurde auch die eingleisige Untere Ruhrtalbahn nach Mülheim an der Ruhr gebaut und in Betrieb genommen. Bereits in den Jahren 1872/1873 ist das heute unter Denkmalschutz stehende Empfangsgebäude in einer Spätform des Klassizismus erbaut worden.<ref>Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 173 kB); abgerufen am 13. Oktober 2016</ref> Die Personenzüge von und nach Mülheim endeten stumpf an einem Bahnsteig westlich des Bahnhofsgebäudes.
1887 wurde eine zweite Strecke in Richtung Werden mit separater Ruhrquerung im Zuge der Eisenbahnbrücke Kettwig gebaut.
Im Jahr 1905 wurde der Bahnhof in die 1. Klasse hochgestuft. Nun hielten auch Eilzüge in Kettwig sowie der Schnellzug Essen–Basel.
Am 1. April 1906 wurde ein Personentunnel in Betrieb genommen. Damit fuhren nun die von Essen kommenden Züge in das dritte Gleis ein und wieder zurück nach Essen. Die ersten beiden Gleise dienten nun durchgehenden Zügen.<ref>Essener Volkszeitung vom 4. April 1906</ref>
Im Jahr 1926 wurde nach einer Bauzeit von mehr als 13 Jahren die Niederbergbahn von Kettwig Stausee über Heiligenhaus nach Velbert fertiggestellt und gleichzeitig eine dritte Brücke mit dem Bahnhof verbunden.
Am 10. April 1945 wurden alle drei Brücken durch die deutsche Wehrmacht gesprengt, um von Norden heranrückende amerikanische Truppen aufzuhalten. Der Bahnverkehr wurde bald nach Kriegsende wieder aufgenommen. Züge aus Richtung Düsseldorf endeten am Behelfsbahnhof Pusch (heute Haltepunkt Kettwig Stausee). Züge von Mülheim endeten am Bahnhof Kettwig vor der Brücke.
Nachdem 1951 die Düsseldorfer Brücke wieder aufgebaut worden war, gab es auch wieder durchgehende Züge auf der Ruhrtalbahn. Die Brücke der unteren Ruhrtalbahn wurde nicht wieder aufgebaut, so dass aus dieser Richtung der Bahnhof Kettwig nicht mehr erreichbar war.
Seit 1968 bedient die S-Bahn Rhein-Ruhr mit der Linie S 6 den Bahnhof. Im selben Jahr wurde das neue DrS2-Stellwerk Kgf für den Bahnhof Kettwig in Betrieb genommen, welches die bisherigen Stellwerke Kgb(Fahrdienstleiter) und OF(Weichenwärter) ersetzte. Seit 1977 befindet sich Kgf in der Fernsteuerung aus Essen Hbf Ef. Es kann aber im Störungsfall weiterhin vor Ort besetzt werden.<ref>BetriebsstellenArchiv Kettwig. Abgerufen am 16. September 2019.</ref>
1977 wurde der Bahnhof Kettwig als selbstständige Dienststelle aufgelöst, auch bedingt durch die Eingemeindung Kettwigs zu Essen. Die Bahnhofshalle wurde geschlossen.
Die Züge der Linie S 6 verkehren planmäßig auf den Gleisen 1 (Fahrtrichtung Düsseldorf/Köln) und 2 (Fahrtrichtung Essen), Gleis 3 wird für Überholungen, vorzeitige Wendung bzw. abweichende Fahrten von Zügen bei Störungen oder Bauarbeiten, Sonderzüge und Museumsverkehr genutzt. Alle weiteren Gleise wurden entfernt.
In den Sommerferien 2012 wurde der Bahnhof barrierefrei ausgebaut, wozu die Bahnsteige auf einer Länge von 150 m auf 96 cm angehoben und abgegrenzt sowie zwei Aufzüge errichtet wurden.<ref>Sabine Moseler-Worm: Sanierung beginnt im Sommer. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 23. Februar 2012, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>
Im Januar 2024 kam es zu einem Erdrutsch im Trassenabschnitt zwischen dem Bahnhof Hösel und Haltepunkt Kettwig Stausee, dessen Beseitigung sowie Wiederherstellung des Betriebes voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2026 dauern wird. Bis dahin enden die aus Essen Hbf kommenden Züge in Kettwig.<ref>Peter Hild: S6-Strecke zwischen Ratingen und Essen bleibt bis 2026 gesperrt. In: WDR1 Online. 2. Mai 2024, abgerufen am 2. Mai 2024.</ref>
Bedienung
Seit 1968 bedient die S-Bahn Rhein-Ruhr mit der Linie S 6 den Bahnhof. Sie verbindet Kettwig mit Essen und Düsseldorf.
| Linie | Verlauf | Takt |
|---|
Lage in Kettwig und Anbindung an ÖPNV
Am Bahnhof Kettwig bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Buslinien 142, 180 und NE13 der Ruhrbahn.
| Linie | Linienverlauf | Takt |
|---|---|---|
| 142 | Annental, Betriebshof Ruhrallee – Rellinghausen – Stadtwaldplatz – Rüttenscheid Martinstraße Stadtbahn – Alfredbrücke – Messe Essen/Gruga – Messe West/Süd/Gruga Stadtbahn – Bredeney Friedhof – Schuir Abzweig Flughafen – Schwimmbad Kettwig – Kettwiger Markt – Kettwig Datei:S-Bahn-Logo.svg | 20 min 10 min (HVZ) |
| 180 | Kettwiger Markt – Kettwig Datei:S-Bahn-Logo.svg – Schuirweg – Werden Datei:S-Bahn-Logo.svg – Werdener Markt – Heidhausen Am Schwarzen – Hespertal – Dilldorf – Kupferdreh Datei:S-Bahn-Logo.svg – Burgaltendorf Burgruine Verkehrt ab teilweise weiter Burgaltendorf als Linie 159 zur Schwimmbrücke. |
30 min |
| NE13 | Essen Hbf – Philharmonie – Rüttenscheider Stern – Rüttenscheid Martinstraße – Alfredbrücke – Messe Essen/Gruga – Messe West/Süd/Gruga – Sommerburgstr. – Schuir – Schwimmbad Kettwig – Gewerbegebiet Kettwig – (Kettwiger Markt →) Kettwig Datei:S-Bahn-Logo.svg | 60 min |
Der Bahnhof Kettwig liegt am Rande Kettwigs außerhalb der Bebauung an der Ruhrtalstraße nach Essen-Werden und damit ungünstig zum Zentrum des Stadtteiles. Da er zudem zwischen einer Bergwand und dem nahegelegenen Ruhrufer liegt, gibt es kaum Chancen, um ihn herum etwas zu entwickeln.
In Essen-Kettwig verkehren ab der zentralen Haltestelle Kettwiger Markt außerdem die Buslinien 134 und 151 nach Mülheim an der Ruhr, 772 und 774 nach Heiligenhaus. Sie bedienen im weiteren Verlauf die Haltestelle Ringstraße, welche sich am östlichen Ende des Kettwiger Zentrums an der Hauptverkehrskreuzung befindet. Von dieser etwa 530 Meter vom Bahnhof Kettwig entfernten Kreuzung gehen die drei Ausfallstraßen in Richtung Essen-Werden, den Ortsteil Kettwig vor der Brücke und weiter nach Heiligenhaus oder Lintorf sowie die dritte in Richtung Mülheim-Menden, Essen-Schuir ab.<ref>Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR): Linienplan Essen (PDF; 14 MB)</ref> Neben der Bahnstrecke entstand seit 2015 auf der ehemaligen Güterverladestelle das Neubaugebiet „Kettwiger Ruhrbogen“.
| Graf-Zeppelin-Straße nach Mülheim an der Ruhr | Ruhrtalstraße nach Essen-Werden, zum Bahnhof | |
| Hauptstraße zum Kettwiger Markt | Datei:Windrose klein.svg | |
| Ringstraße nach Kettwig vor der Brücke, Heiligenhaus, Mülheim-Mintard–Saarn/Ratingen-Breitscheid–Lintorf | 200 m Luftlinie zur S-Bahnstrecke (Überquerung Güterstraße), dahinter Kettwiger Ruhrbogen<ref name="Ruhrbogen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kettwiger Ruhrbogen/Homepage ( vom 21. Juni 2015 im Internet Archive)</ref><ref name="Ruhrbogen2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bebauungsplan Nr. 1/13 „Promenadenweg/Eisenbahnbrücke“ ( vom 30. Dezember 2015 im Internet Archive) (PDF)</ref> |
Planungen
Laut des Nahverkehrsplans (NVP) für die Jahre 2008–2012 war geplant, den Bahnhof näher in Richtung der Kettwiger Brücke in den Bereich der Güterstraße zu verlegen, um ihn in Höhe der Haltestelle Ringstraße besser mit den Bussen verknüpfen zu können. Aus im Nahverkehrsplan nicht erklärten Gründen wurde dieses Vorhaben jedoch abgelehnt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nahverkehrsplan Essen 2008/2012. Verlegung Bahnhof Kettwig auf Seite 229 ( vom 29. Mai 2015 im Internet Archive)</ref>
Seitens der Stadt Essen gibt es Planungen die Unterführung bis zur Ruhr durchzustechen, um den Bahnhof an den Ruhrtalweg anzuschließen.<ref>Kai Süselbeck: S-Bahnhof mit Wasser-Anschluss. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 19. Mai 2011, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>
Weblinks
NRWbahnarchiv:
weitere Belege:
- Private Website mit historischen Bildern zum Haltepunkt und historischen Hintergrundinformationen
- Serviceeinrichtungen und Gleisplan der DB Netz AG (PDF)
- Empfangsgebäude Bahnhof Kettwig. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands RheinlandVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references />