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Palomabi

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Palomabi, auch Palo-Mabi,<ref name="Merck1890">G. Heppe: Klemens Merck's Warenlexikon. 4. Auflage, G. A. Gloeckner, Leipzig, 1890. S. 424.</ref> Palo Amargo<ref name="Merck1890" /> oder Bijuagara, bezeichnet in Mittelamerika den Namen einer Verkaufsform einer natürlichen Arzneidroge aus der Rinde des Kreuzdorngewächses Ceanothus reclinatus (synonym Colubrina reclinata, Mabi).<ref>O. F. Cook and G. N. Collins: Economic Plants of Puerto Rico. In: Contributions from the United States National Herbarium, Band 8, Nummer 2, Department of Botany, Smithsonian Institution, 1903.</ref>

Aussehen und Geschmack

Die Rinde wird zu einem Zylinder von etwa einem Zentimeter Durchmesser gerollt.<ref name="Merck1890" /> Sie ist außen bräunlich mit kleinen grauen Korkflecken längs des Wachstums, innen glatt und regelmäßig durchzogen von gelblichen Längsfurchen.<ref name="Merck1890" /> Beim Kauen entwickelt die Rinde im Mund einen anfangs rein bitteren, an Süßholz erinnernden Geschmack.<ref name="Merck1890" />

Verbreitung der Droge

Palomabi war als Arzneidroge in Nordamerika, Mittelamerika und auf den Westindischen Inseln verbreitet. Verkauft wird Palomabi heute meist auf öffentlichen Märkten in Puerto Rico.

Wirkung

Im Verbreitungsgebiet ansässige Ärzte verabreichen ein aus der Rinde erzeugtes Getränk gegen Verdauungsstörungen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Synonyma-Lexikon (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/synonyma.apoverlag.at, Apotheker-Verlag.</ref> sowie als Hustenlöser und Adstringens.<ref name="Füssli">Art. Institut Orell Füssli: Journal suisse de pharmacie. Art. Institut Orell Füssli, 1887, S. 261–3.</ref> Vermutlich ist ein Wirkstoff im Harz der Rinde.<ref name="Füssli" /> Ein Wirkstoff aus der Rinde ist bisher nicht bekannt. Die Wurzel wurde im 19. Jahrhundert von den Cherokee zur Behandlung der Gonorrhoe verwendet.<ref name="Füssli" />

Literatur

  • Palo-mabi. In: Adolf Beythien, Ernst Dressler (Hrsg.): Merck’s Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe. 7. Auflage. Gloeckner, Leipzig 1920. (Nachdruck: Manuscriptum, Recklinghausen 1996. ISBN 3-933497-13-2)
  • Flora of Puerto Rico and Adjacent Islands: A Systematic Synopsis von Alain H. Liogier, Luis F. Martorell, La Editorial, UPR, 2000

Weblinks

  • Palo Amargo in der Biblioteca digital de la medicina tradicional mexicana

Einzelnachweise

<references />