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Angophora costata

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Angophora costata
Datei:Angophora costata-tree.JPG

Angophora costata

Systematik
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Eucalypteae
Gattung: Angophora
Art: Angophora costata
Wissenschaftlicher Name
Angophora costata
(Gaertn.) Britten
Datei:Angophora costata DistMap.png
Verbreitung von Angophora costata

Angophora costata ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie kommt hauptsächlich an der Küste von New South Wales, aber auch in Queensland und Victoria, vor<ref name="AVH" /> und wird dort „Rusty Gum“, „Cabbage Gum“, „Sugar Gum“, „Red Gum“, „Sydney Red Gum“, „Apple Gum“, „Smooth-barked Apple“ oder „Brown Apple Tree“ genannt<ref name="APNI" />.

Beschreibung

Datei:Angophoracostatapittwaterrd3.JPG
Stamm und Borke
Datei:Angophora costata leichhardt1.JPG
Blütenstand mit Blütenknospen und geöffneten Blüten
Datei:Starr 050818-4140 Angophora costata.jpg
Gestielte, einfache Laubblätter und Früchte

Erscheinungsbild und Blatt

Angophora costata wächst als Baum, der Wuchshöhen von bis über 25 Meter, selten bis über 35 Meter erreicht. Die Borke ist glatt, rosafarben, grau oder cremeweiß und schält sich in kleinen Stücken ab.<ref name="NSWFo" /> Der Stammdurchmesser erreicht über 1,5 Meter.<ref>D. J. Boland u. a.: Forest Trees of Australia. Fifth Edition, CSIRO, 2006, ISBN 0-643-06969-0, S. 214 f.</ref><ref>Angophora costata bei National Register of Big Trees.</ref>

Bei Angophora costata liegt Heterophyllie vor. Die einfachen Laubblätter sind immer gegenständig an den Zweigen angeordnet. Die sitzenden Laubblätter an jungen Exemplaren besitzen steife, einfache Haare sowie borstige Drüsenhaare (Trichome).<ref name="EucaLink" /> Ihre Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 12,5 cm und einer Breite von etwa 6,5 cm eiförmig oder elliptisch.<ref name="NSWFo" /> An mittelalten Exemplaren sind die Laubblätter gerade, ganzrandig und matt grün.<ref name="EucaLink" /> Die Laubblätter an erwachsenen Exemplaren sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist 10 bis 25 mm lang. Ihre einfache, mehr oder weniger kahle Blattspreite ist bei einer Länge von 9 bis 17 cm und einer Breite von 2 bis 3,5 cm lanzettlich mit spitzem Spreitengrund und spitzem oder zugespitztem oberen Ende. Die Blattoberseite und -unterseite ist verschieden gefärbt.<ref name="NSWFo" /> Die Seitennerven gehen in engen Abständen in einem stumpfen Winkel vom Mittelnerv ab. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind fast kreisförmig.<ref name="EucaLink" />

Blütenstand und Blüte

Endständig<ref name="EucaLink" /> auf einem 7 bis 18 mm langen, kahlen oder steif behaarten Blütenstandsschaft stehen in zusammengesetzten Gesamtblütenständen mehrere Teilblütenstände. Der kahle oder steif behaarte Blütenstiel ist 4 bis 10 mm lang. Die Blütenknospen sind bei einer Länge von 5 bis 7 mm und einem Durchmesser von 5 bis 6 mm eiförmig oder kugelig.<ref name="NSWFo" /> Die zwittrigen Blüten sind cremeweiß<ref name="EucaLink" />. Die vier Kelchblätter sind zu vier Kelchzähnen auf dem stark gerippten<ref name="NSWFo" /> Blütenbecher (Hypanthium) reduziert.<ref name="EucaLink" /> Die Kronblätter besitzen eine Länge sowie eine Breite von 3 bis 4 mm.<ref name="NSWFo" />

Frucht und Samen

Die gestielte<ref name="EucaLink" /> Frucht ist bei einer Länge von 9 bis 15 mm und einem Durchmesser von 12 bis 15 mm ei- oder glockenförmig und manchmal verjüngt sie sich auch zur Spitze hin. Der Diskus ist eingedrückt.<ref name="NSWFo" /> Die Fruchtfächer sind eingeschlossen. Die kniescheibenförmigen Samen sind regelmäßig und abgeflacht, glatt und seidenmatt rot<ref name="EucaLink" />.

Vorkommen

Das Hauptverbreitungsgebiet von Angophora costata befindet sich entlang der Küste von New South Wales, von Coffs Harbour bis Bodalla sowie in den Blue Mountains.<ref name="NSWFo" /><ref name="EucaLink" /> Sporadisch tritt sie auch im Südosten und Osten von Queensland und im zentralen Victoria auf.<ref name="AVH" /> Angophora costata kommt weitverbreitet verstreut und örtlich häufig vor.<ref name="NSWFo" />

Angophora costata gedeiht hauptsächlich auf tiefen sandigen Böden oder sandigen Böden über Sandstein.<ref name="NSWFo" /><ref name="EucaLink" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1788 durch den deutschen Arzt und Botaniker Joseph Gärtner unter dem Namen (Basionym) Metrosideros costata <templatestyles src="Person/styles.css" />Gaertn. in De Fructibus et Seminibus Plantarum, Volume 1, S. 171, Tafel 34, Figur 2. Die Neukombination zu Angophora costata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gaertn.) Britten erfolgte 1916 durch den englischen Botaniker James Britten im Journal of Botany, British and Foreign, Volume 54, S. 62. Weitere Synonyme für Angophora costata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gaertn.) Britten sind Metrosideros fulgens <templatestyles src="Person/styles.css" />Sol. ex Gaertn., Angophora costata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gaertn.) Britten var. costata, Angophora lanceolata var. hispida <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray und Eucalyptus apocynfolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Salisb.) Brooker.<ref name="APNI" /><ref name="tropicos" />

Laut Australian Plant Name Index 2006 gibt es von Angophora costata zwei Unterarten, bei R. Govaerts et al. 2008 sind diese jedoch nicht anerkannt, sondern eigene Arten:<ref name="APNI" /><ref name="WCSP" />

  • Angophora costata subsp. euryphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />L.A.S.Johnson ex G.J.Leach, Syn.: Angophora europhylla <templatestyles src="Person/styles.css" />(G.J.Leach) L.A.S.Johnson & K.D.Hill, Eucalyptus europhylla <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.A.S.Johnson ex G.J.Leach) Brooker.
  • Angophora costata subsp. leiocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />L.A.S.Johnson ex G.J.Leach, Syn.: Angophora leiocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.A.S.Jonson ex G.J.Leach) K.R.Thiele & Ladiges, Eucalyptus leiocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.A.S.Johnson ex G.J.Leach) Brooker.

Nutzung

Angophora costata dient in tropischen und subtropischen Parkanlagen als Zierpflanze. Sie ist nicht frosthart und wird in den gemäßigten Breiten nicht als Zierpflanze verwendet.<ref name="Botanica2003" /> Es gibt einige Sorten<ref name="APNI" />.

Bekannte Einzelexemplare

Die Angophora Reserve in Avalon, einem Vorort von Sydney, wurde nach einem großen Exemplar von Angophora costata benannt. Es soll etwa 300 Jahre alt gewesen sein und starb Ende des 20. Jahrhunderts ab.<ref name="AR" />

Die Angophora costata mit dem größten bekannten Stammdurchmesser (241 cm) steht in Hobsonville bei Auckland in Neuseeland.<ref name="NZTR" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="AVH"> Specimen search results: Angophora costata bei Australia’s Virtual Herbarium. Council of Heads of Australasian Herbaria. Abgerufen am 7. Februar 2013 </ref> <ref name="APNI"> APNI = Australian Plant Name Index. Centre for Plant Biodiversity Research. Australian Government. Abgerufen am 7. Februar 2013 </ref> <ref name="NSWFo"> K. Hill: Angophora costata (Gaertn.) Britten bei New South Wales Flora Online. National Herbarium of NSW, Royal Botanic Garden, Sydney. Abgerufen am 7. Februar 2013 </ref> <ref name="EucaLink"> Angophora costata bei EucaLink - A Web Guide to the Eucalypts. Abgerufen am 7. Februar 2013. </ref> <ref name="tropicos"> Angophora costata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="AR"> Angophora Reserve. Pittwater Council, abgerufen am 7. Februar 2013. </ref> <ref name="NZTR"> Tree Information / Single Tree Details. The New Zealand Tree Register, abgerufen am 7. Februar 2013. </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 95. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Angophora costata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien