Zum Inhalt springen

Burgstall Heslach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Juli 2025 um 12:33 Uhr durch imported>Cyber Herbert (+ Navi-Leiste).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Burgstall Heslach
Datei:Karte Stuttgart 1856 Ausschnitt.jpg
Karte aus der Beschreibung des Stadtdirections-Bezirkes Stuttgart, 1856

Karte aus der Beschreibung des Stadtdirections-Bezirkes Stuttgart, 1856

Staat Deutschland
Ort Stuttgart-Heslach
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Burgstall
Geographische Lage 48° 45′ N, 9° 9′ OKoordinaten: 48° 45′ 15,9″ N, 9° 8′ 53,8″ O
 {{#coordinates:48,754406|9,148264|primary
dim=200 globe= name= region=DE-BW type=building
  }}

Der Burgstall Heslach ist eine vor 1312 abgegangene Höhenburg bei dem abgegangenen Weiler Böhmisreute südwestlich des Stuttgarter Stadtteils Heslach. Zu der Burg gehörte die Ortschaft Burghalden.

Lage

Der Platz heißt schon seit dem 14. Jahrhundert „Burgstall“, nördlich davon liegt heute die „Burgstallstraße“.

Geschichte

In einer Urkunde der Stadt Stuttgart von 1312 ist bereits von dem Burgstall die Rede. In ihr heißt es, dass der Graf von Württemberg das Waldstück Burgstall für dreißig Pfund Heller gekauft habe. Wörtlich: daz holtze, daz der Grave von Wirtenberg kofte umbe dreizig phunde Heller (...) haizzet Burgstall. Es ist unklar, von welchem Adelsgeschlecht die Württemberger den Burgstall kauften. Jedenfalls geht aus der Urkunde hervor, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt schon ruiniert gewesen sein muss; der Burgstall war bereits in Wald umgewandelt.

Von der Burg sind keine Reste vorhanden, der Fels, auf dem sie stand, ist herausgebrochen. Ein tiefer dahin führender Hohlweg wird die „Brandsteig“ genannt.<ref>Rudolph Moser: Beschreibung des Stadtdirections-Bezirkes Stuttgart.</ref> Der Brandsteig war ein alter Handelsweg von regionaler Bedeutung. Möglicherweise wurde die Burg zur Sicherung desselben errichtet.

Zu der Burg gehörte die Ortschaft Burghalden oder Burchhalden, die erstmals im Hirsauer Codex erwähnt wurde. Dort steht geschrieben, dass der Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden 1077 elf Höfe in Burchhalden an das Kloster Hirsau schenkte.<ref name=":1">Heslach - Wohnplatz - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 17. Dezember 2024.</ref><ref>Heslacher Geschichte (Stuttgart-Sued): Jahreszahlen. Abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>

Literatur

  • Harald Schukraft: Die Burgen. In: Hans Schleuning (Hrsg.): Stuttgart-Handbuch. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-8062-0376-8, S. 166f.

Einzelnachweise

<references />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende