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Joan Armatrading

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Joan Armatrading in den 1980er Jahren in Dublin
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2008 in Nürnberg

Joan Armatrading CBE (* 9. Dezember 1950 in Basseterre, Saint Kitts) ist eine britische Singer-Songwriterin und Musikproduzentin.

Leben und Musik

Im Alter von sieben Jahren kam Joan Armatrading von der Karibikinsel Saint Kitts nach Birmingham, wohin ihre Eltern bereits vier Jahre zuvor übergesiedelt waren.<ref name=":0">Sophie Boche: Joan Armatrading: „Mein Thema war schon immer die Liebe“. Rolling Stone, 13. Juli 2021, abgerufen am 31. Dezember 2021.</ref> Sie hat zwei ältere Brüder. Drei weitere jüngere Geschwister wuchsen wie Armatrading lange Zeit bei der Großmutter auf Antigua auf.<ref name=":1">Joan Armatrading. laut.de, abgerufen am 31. Dezember 2021.</ref>

Mit 14 Jahren begann sie, eigene Songs zu schreiben, nachdem ihre Mutter für sich ein Klavier als „schönes Möbelstück“ gekauft hatte.<ref name=":0" /> Armatrading brachte sich danach auch das Gitarrespielen selbst bei.

Joan Armatradings Musik bewegt sich stilistisch zwischen R&B, Rock und Folk. Einige ihrer Singles wurden in Großbritannien zu Hits, darunter Love & Affection, Me Myself, I und Drop the Pilot. Ihre 2007er-Produktion Into the Blues erreichte Platz 1 der US-amerikanischen Billboard Blues Charts.<ref>Joan Armatrading bei allmusic.com</ref> Im Laufe der Jahrzehnte kombinierte sie die verschiedensten Musikstile, auch Jazz und Reggae. Sie wurde dreimal für einen Grammy nominiert.<ref>Kurzbiografie von Joan Armatrading bei ticketline.co.uk</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Infos zu den Grammy Nominierungen auf joanarmatrading.com (Memento vom 19. Februar 2015 im Internet Archive)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Ihr Debütalbum Whatever’s for Us, erschienen 1972, war noch kein großer Erfolg. Nach einigen Schwierigkeiten mit ihrer Plattenfirma Cube Records gelang ihr 1974 in Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Musiker Pete Gage (Ex-Vinegar-Joe) der Wechsel zu A&M Records, bei dem sie 1975 gemeinsam Armatradings zweites Album Back to the Night einspielten. Für dieses Label veröffentlichte Joan Armatrading bis 1992 15 Alben.

Joan Armatrading gilt als kompromisslose Musikerin mit klaren Vorstellungen und Konzepten für ihre Aufnahmen. Deshalb produzierte sie ab 1986 ihre Alben selbst und spielte ab 2003 auch die Instrumente, obgleich immer Autodidaktin, selber ein.<ref name=":2">Markus Brandstetter: "Ich bitte niemanden, mir zu helfen". In: Interview mit Joan Armatrading. laut.de, 30. Juni 2021, abgerufen am 31. Dezember 2021.</ref> Im Jahr 2024 veröffentlichte sie ihr 23. Studioalbum.<ref name=":0" /><ref name=":2" />

Für den 1977 veröffentlichten Kriegsfilm Die Wildgänse kommen schrieb und interpretierte sie den Titelsong Flight of the Wild Geese. In Deutschland wurde Joan Armatrading durch einen Auftritt in der 6. Rockpalast Nacht des WDR vom 19. April 1980 bekannt.

Darüber hinaus wurde Armatrading die Ehre zuteil, einen Song für den ehemaligen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, zu schreiben, den sie ihm bei seinem Privatbesuch in London im Jahre 2000 mit dem Kingdom Choir als Background darbot.<ref>Joan Armatrading at Rockpalast. In: Rockpalast Archiv. Abgerufen am 31. Dezember 2021.</ref>

Joan Armatrading hat einen Studienabschluss in Geschichte, den sie parallel zu ihrer Musik abgelegt hat.<ref name=":0" /><ref name=":1" />

Sie ist Patronin des Liverpool Institute for Performing Arts und dort seit 2001 als „Companion“ geehrt. Außerdem ist Armatrading sozial engagiert als Vorstand der Stiftung Camfeld, die sich für die Ausbildung von Mädchen in der Subsahara einsetzt.<ref>"Religionsstreit ist Zeitverschwendung" Interview von Gaby Sohl; taz, die tageszeitung, Ausgabe 30. November 2012</ref>

Seit Mai 2011 ist sie mit ihrer langjährigen Partnerin, der Künstlerin Maggie Butler, verheiratet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Joan Armatrading wird 65 (Memento vom 31. Dezember 2021 im Internet Archive)</ref>

Diskografie

Alben

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Weitere Alben

  • 1972: Whatever’s for Us
  • 1975: Back to the Night
  • 1979: Steppin’ Out
  • 1999: The Messenger (A Tribute Song for Nelson Mandela)
  • 2004: Live – All the Way from America (USA-Veröffentlichung)
  • 2010: Live at the Royal Albert HallHypertension Music
  • 2012: Starlight – Hypertension Music

Kompilationen

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Weitere Kompilationen

  • 2001: Drop the Pilot – Best (1971-1995) (Musiklabel: Zounds, alle Titel digital remastert)
  • 2003: Love and Affection: Classics (1975-1983) (Musiklabel: A&M Records, Doppel-CD)

Beteiligung an Kompilationen

  • 1998: Lullabies with a Difference

Singles

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Weitere Singles

  • 1973: Lonely Lady
  • 1975: Dry Land
  • 1976: Down to Zero
  • 1977: Mama Mercy
  • 1978: Show Some Emotion
  • 1983: (I Love It When You) Call Me Names
  • 1983: Heaven
  • 1985: Thinking Man
  • 1986: Reach Out
  • 1986: Jesse
  • 1990: Free
  • 1991: Promise Land
  • 1992: True Love
  • 1995: Everyday Boy
  • 1995: Shapes and Sizes
  • 1996: Recommend My Love

Gastbeiträge

Als Filmkomponistin

Videoalben

  • The Very Best of J. A.
  • 2004: Live – All the Way from America – Live in Saratoga, Kalifornien, am 25. Juni 2003 (USA-Veröffentlichung)
  • 2007: Into the Blues – Special Edition – Live in San Francisco am 3. Juli 2007
  • 2010: Live at Rockpalast – Köln am 15. Februar 1979 und Essen am 19./20. April 1980
  • 2010: Live at the Royal Albert Hall im April 2010

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

  • NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland
    • 1979: für das Album Joan Armatrading
    • 1981: für das Album Me Myself I<ref name="Scapolo" />
    • 1982: für das Album Walk Under Ladders<ref name="Scapolo" />
    • 1983: für das Album The Key<ref name="Scapolo" />
    • 1984: für das Album Track Record<ref name="Scapolo" />

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Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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