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Ali Tehrani

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Datei:Sh-ali-tehrani.jpg
Ali Tehrani, ca. 2013

Ali Tehrani (geboren am 25. April 1926 bei Teheran; gestorben am 19. Oktober 2022 ebendort)<ref name="web">ali-tehrani.com</ref> war ein iranischer Scheich, Ajatollah und Dissident.<ref name="Spiegel">Ajatollah Ali Tehrani. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1984 (online).</ref> Er war ein Schwager des langjährigen Staatsoberhauptes Ali Chamenei.

Als „Lieblingsschüler“ Ruhollah Chomeinis war er mit dessen Thesen vom „Islamischen Staat“ vertraut. Nach den Unruhen im Iran im Juni 1963 wurde Chomeini in den Irak exiliert, Tehrani hielt dabei den Kontakt zu seinem Lehrer in dessen Exil in Nadschaf. Tehrani setzte unterdessen sein Studium in Maschhad fort, bei Ajatollah Milani.<ref name="Spiegel" /> Während Chomeini 1971 sein wichtigstes Werk „Velayat-e faqih“ über den islamischen Staat veröffentlichte, schrieb Tehrani über Islamische Ökonomie (Eqtesad-e eslami, 1974). 1979 wurde er in die Expertenversammlung gewählt, um die neue iranische Verfassung auszuarbeiten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1979 Assembly of Experts for the Constitution Election (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) auf princeton.edu.</ref>

Datei:Ali-tehrani-jahangiri.jpg
Fotokopie der Identitätskarte Ali Tehranis

Eine Regierungsbeteiligung nach der islamischen Revolution lehnte er ab. Er selbst befürwortete den Status mit dem System der konstitutionellen Monarchie und Überwachung durch die Geistlichkeit. Er wurde zu einem der schärfsten Kritiker des Systems:

„Ein Drahtzieher, der alle Fäden der Macht in seinen Händen vereinigt. Die Regierung Radjai ist die Hand Beheschtis, das Parlament das Wort Beheshtis, der kämpferische Klerus der Fuß Beheschtis und die Gelehrten von Qom das Hirn Beheschtis.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Ali Tehrani über Mohammad Beheschti<ref>AFP vom 26. Juni 1981.</ref>

„Was ihr von mir verlangt [Eintritt in die Regierung], ist ein Verbrechen. Was verstehe ich von einem Wirtschafts-, Finanz- oder Ölministerium? Hier müssen Fachleute gerufen werden. Aber die habt ihr mit eurem Terror aus dem Iran vertrieben.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Ali Tehrani zu Ahmad Chomeini<ref name="Spiegel" />

Wegen seiner Kritik am politischen System des Iran wurde er 1981 zu acht Monaten Gefängnis verurteilt und danach in Maschhad unter Hausarrest gestellt.<ref name="Spiegel" /> Im März 1984 flüchtete er in den Irak. Seine Frau Badri Hussein Chamenei, die Schwester Ali Chameneis, und seine fünf Kinder folgten ihm im Mai 1985.<ref>Sister of Iran’s President Flees to Husband in Iraq. In: nytimes.com, 3. Mai 1985, abgerufen am 2. März 2026 (Bezahlschranke).</ref> Bei seiner Rückkehr in den Iran wurde er 1995 aufgrund vermeintlicher Kollaboration mit dem Feind Irak zu 20 Jahren Haft verurteilt.<ref>Iran – Chronik des 20. Jahrhunderts. ISBN 978-3-8334-7332-6.</ref> Er soll in der Haft wiederholt, unter anderem am 3. Juni 2001, versucht haben sich selbst zu töten, wurde jedoch gerettet.<ref>payvand.com: Imprisoned dissident Sheikh Ali Tehrani attempts suicide - paper, abgerufen am 28. Juni 2022.</ref> Nach zehnjähriger Haft wurde er 2005 entlassen.<ref>jpost.com: Niece of Iran's supreme leader imprisoned in Tehran - report - The Jerusalem Post, abgerufen am 28. Juni 2022.</ref> Laut einer ihm gewidmeten Website lebte er 2020 in Teheran, wo er 2022 starb.<ref name="web"/><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sheikh Tehrani Arrested, Placed Deliberately In Mr. Nouri’s Cell. (Memento vom 5. März 2014 im Internet Archive) Abgerufen am 31. Januar 2013.</ref> Mahmud Tehrani, ein Sohn Ali Tehranis, lebt in Paris.<ref>rferl.org, abgerufen am 1. Februar 2013.</ref>

Einzelnachweise

<references />

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