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Osochor

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colspan="2" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;"| Namen von Osochor
style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Thronname
<hiero>M23:X1-L2:X1</hiero>
<hiero>N5-O29V-L1-N5-U21:n</hiero>
Aa-cheper-Re-setep-en-Re
ˁ3-ḫpr-Rˁ-stp.n-Rˁ
Mit großer Gestalt, ein Re, Erwählter des Re
style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Eigenname
<hiero>V4-Aa18-i-r:V31:n</hiero>
Userken / Osochor
Wsrkn
style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Griechisch bei Manetho Osochor

Osochor (auch Osorkon, Userken) regierte als fünfter altägyptischer König (Pharao) der 21. Dynastie (Dritte Zwischenzeit) von etwa 984 bis 978 v. Chr.

Herrschaft

Nach Manetho regierte er sechs Jahre und ist damit zwischen Amenemope und Siamun zu setzen. Manetho bezeichnet „Osochor“ als seinen Eigennamen. Osochor ist eigentlich als „Osorkon I.“ zu benennen. Dadurch müssten die Könige gleichen Namens neu durchnummeriert werden.<ref>Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002, S. 184.</ref>

Belege

Unter seinem Thronnamen wird dieser Herrscher in den Priesterannalen von Karnak erwähnt. Nach Meinung von Jean Yoyotte ist er der „Pharao Osorkon“, der im Dach des Chonstempel in Karnak angebrachten Priesterstammbaum genannt wird. Er wird wahrscheinlich auch im Priesterstammbaum von Memphis aufgeführt. Danach wäre er ein Libyer in der tanitischen Königsfolge (Herihor bis Pinudjem II. laut Liste der Oberpriester in Theben)<ref>Manfred Kropp: Die traditionellen äthiopischen Königslisten und ihre Quellen. In: Martin Fitzenreiter (Hrsg.): Genealogie: Realität und Fiktion von Identität (= Internet-Beiträge zur Ägyptologie und Sudanarchäologie. [IBAES] Band 5). Golden House Publications, London 2005, ISBN 0-9547218-8-8, S. 33 (Volltext als PDF).</ref><ref>Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002, S. 198–199.</ref> und Vorläufer der Libyschen Pharaonen auf dem ägyptischen Thron.

Familie

Danach ist seine Mutter Mehitusechet und sein Vater des „Großen der Meschwesch-Libyer“ Scheschonq und damit ein Bruder des „Großen der MeschweschNamilt (I.) Scheschonq I., der Begründer der 22. Dynastie, war sein Neffe.

Literatur

  • Chris Bennett: Queen Karimala, Daughter of Osochor? In: Göttinger Miszellen. (GM) Heft 173, 1999, S. 7–8.
  • Karl Jansen-Winkeln: Relative Chronology of Dyn. 21. In: Erik Hornung, Rolf Krauss, David A. Warburton (Hrsg.): Ancient Egyptian Chronology (= Handbook of Oriental studies. Section One. The Near and Middle East. Band 83). Brill, Leiden / Boston 2006, ISBN 90-04-11385-1, S. 218–233 (Online).
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3, S. 184.
  • Eric Young: Some Notes on the Chronology and Genealogy of the Twenty-first Dynasty. In: Journal of the American Research Center in Egypt. Band 2, 1963, S. 99–112.

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
AmenemopeKönig von Ägypten
21. Dynastie
Siamun

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