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Friedhelm Runge

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Friedhelm Runge (* 27. März 1939 in Wuppertal; † 29. November 2024<ref>Traueranzeige. In: Westdeutsche Zeitung. 30. November 2024, abgerufen am 30. November 2024.</ref>) war ein deutscher Unternehmer und Fußballfunktionär.<ref name="WZ20090327">WSV-Präsident Runge feiert heute 70. Geburtstag Westdeutsche Zeitung (online) vom 27. März 2009</ref><ref name="scope-online">Industrielle Beschlagteile – „Leben und leben lassen“ – Das Porträt – scope-online.de:, Zugriff Januar 2013</ref>

Leben

Unternehmerische Tätigkeit

Runge absolvierte eine Ausbildung zum technischen Kaufmann bei der Gebrüder Happich GmbH in Wuppertal.<ref name="scope-online" /> Er arbeitete dort zehn Jahre im Außendienst und zuletzt als Vertriebsleiter. Anschließend studierte er an der Maschinenbauschule in Wuppertal und danach Betriebswirtschaft in Bochum.<ref name="scope-online" />

Runge stieg 1972 als achter Mitarbeiter des im Jahr 1932 gegründeten mittelständischen Betriebs EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG in Velbert ein.<ref>berg-werk (PDF-Datei; 2,3 MB) Kompetenzverbund Bergische Werkstätten, Ausgabe 01/2007</ref> Seit 1973 war der Diplom-Kaufmann geschäftsführender Gesellschafter bei EMKA.<ref name="scope-online" /> Unter seiner Führung entwickelte sich EMKA zu einer mittelständischen Unternehmensgruppe der Zulieferindustrie für den Schaltschrank- und Gehäusebau mit rund 1000 Beschäftigten und über 200 Millionen Euro Umsatz.

Ab 2002 fungierte Runge als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW).<ref name="scope-online" />

Tätigkeit als Sportfunktionär

Zu der Saison 1990/91 wurde Runge 1991 als Vereinspräsident des Wuppertaler Fußballvereins Wuppertaler SV (WSV), als Nachfolger von Dieter Buchmüller, gewählt.<ref>Bisherige Vereinspräsidenten, Zugriff Januar 2013</ref> EMKA war unter der Führung Runges der Hauptsponsor des WSV gewesen, Runge hat selbst größere Summen seines Privatvermögens in den Verein investiert.<ref name="WZ20090327" />

Nach den anfänglichen Erfolgen des Vereins, mit dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, in seiner Amtszeit erfolgte zwei Jahre darauf der Abstieg des Vereins. Runge stand zunehmend in der Kritik, nicht zuletzt wegen Personalentscheidungen, die er zu verantworten hatte.<ref name="WZ20090327" /> Als ein Teil der Fans ihn Ende 2012/Anfang 2013 in einem „öffentlichen Brief“ ansprachen,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WSV-Fans fordern Runges Rücktritt (Memento vom 30. Mai 2013 im Internet Archive) Westdeutsche Zeitung (online) vom 7. Januar 2013</ref> ist Runge am 12. Januar 2013 als langjähriger Präsident des Fußballviertligisten WSV zurückgetreten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WSV: Runge tritt zurück (Memento vom 30. Mai 2013 im Internet Archive) Westdeutsche Zeitung (online) vom 12. Januar 2013</ref><ref>Runge: Das Ende einer Ära kicker.de vom 14. Januar 2013</ref><ref>Friedhelm Runge tritt als Erster Vorsitzender des WSV zurück Pressemeldung des WSV vom 12. Januar 2013</ref> Die Geschäfte führte bis auf Weiteres der Verwaltungsrat des Vereins weiter.

Zum Ende der Saison 2023/24 kündigte Runge an, sein finanzielles Engagement für den Verein deutlich zu reduzieren.

Runges Unternehmen EMKA ist seit geraumer Zeit Hauptsponsor bei der SSVg Velbert. Zudem war Runge Förderer des Boxsportes in Wuppertal.

Einzelnachweise

<references />