Zum Inhalt springen

Callitris endlicheri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. März 2024 um 10:45 Uhr durch imported>MultiPolitikus (Archivlink(s) geprüft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Callitris endlicheri
Datei:Gardenology.org-IMG 2603 ucla09.jpg

Rote Schmuckzypresse (Callitris endlicheri)

Systematik
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Unterfamilie: Callitroideae
Gattung: Schmuckzypressen (Callitris)
Art: Callitris endlicheri
Wissenschaftlicher Name
Callitris endlicheri
(Parl.) F.M.Bailey

Callitris endlicheri, deutsch Rote Schmuckzypresse genannt<ref name="Zander2008" />, ist eine Koniferenart aus der Gattung der Schmuckzypressen (Callitris) in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Sie ist im östlichen Australien heimisch.

Beschreibung

Callitris endlicheri wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 10 Metern erreichen kann. Die Äste gehen meist aufrecht, selten auch gerade vom Stamm ab. Die robuste braungraue Borke ist häufig tief gefurcht.<ref name="Conifers" /><ref name="FoAO" /><ref name="Botanica"></ref> Der Baum bildet eine spitz kegelförmige Baumkrone aus.<ref name="Botanica" />

Die dunkelgrünen bis graugrünen Blätter sind 2 bis 4 Millimeter lang und auf der Rückseite auffällig gekielt.<ref name="Conifers" /><ref name="FoAO" />

Callitris endlicheri ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die männlichen Blütenzapfen stehen in Gruppen an den Zweigen. Sie sind bei einem Durchmesser von bis zu 3 Millimetern eiförmig bis verkehrt-eiförmig geformt. Die einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen stehenden weiblichen Zapfen sind bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2,0 Zentimetern eiförmig bis kugelig geformt. Jeder Zapfen besteht aus sechs dicken Zapfenschuppen und trägt mehrere Samenkörner.<ref name="Conifers" /><ref name="FoAO" /> Jede Schuppe trägt an ihrer Spitze einen winzigen Stachel.<ref name="Botanica" /> Die Samen werden bereits kurz nach der Reife entlassen und die Zapfen fallen dann von den Zweigen. Die dunkelbraunen Samen sind bis zu 3 Millimeter groß und besitzen zwei oder drei Flügel.<ref name="Conifers" /><ref name="FoAO" />

Datei:Black Cypress Pine nuts (8676801093).jpg
Zweig der Roten Schmuckzypresse mit Zapfen

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="Tropicos" />

Vorkommen und Gefährdung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Callitris endlicheri umfasst die australischen Bundesstaaten Queensland, New South Wales und Victoria. Es erstreckt sich dabei vom Blackdown Tableland in Queensland über die Hochebenen New South Wales bis zum Ovens River in Victoria.<ref name="Conifers" /><ref name="FoAO" />

Callitris endlicheri wächst vor allem auf flachgründigen, steinigen Böden auf Hügeln und Höhenrücken, welche sich vor allem auf Silikatgestein gebildet haben. Man findet die Art von der Küste bis in die trockenen Regionen des Innenlandes.<ref name="Conifers" /><ref name="FoAO" />

Callitris endlicheri wird in der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine erneute Überprüfung der Gefährdung notwendig ist.<ref name="IUCN" />

Eine Gefährdung besteht durch den nach Australien eingeschleppten Mähnenhirsch (Rusa timorensis), der durch Verbiss die Entwicklung der Keimlinge stört. Aufgrund dieser Verbissschäden ist es an manchen Standorten bereits zu Bestandsrückgängen gekommen, da sich die Bestände von Callitris endlicheri nach Waldbränden aus Samen verjüngen.<ref name="Conifers" />

Systematik

Die Erstbeschreibung als Frenela endlicheri erfolgte 1883 durch Filippo Parlatore in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis, Band 16(2), Seite 449. Frederick Manson Bailey stellte 1883 diese Art in A Synopsis of the Queensland Flora, Seite 497 als Callitris endlicheri in die Gattung Callitris.<ref name="Tropicos" />

Nutzung

Das Holz von Callitris endlicheri wird nur in geringem Maße wirtschaftlich genutzt. Es ähnelt in seinen Eigenschaften dem Holz von Callitris glaucophylla, ist aber anfälliger gegenüber Fäulnis.<ref name="Conifers" /> Die Art liefert einen Australischen Sandarak.<ref>W. Blaschek, R. Hänsel, u. a.: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Folgeband 2: Drogen A–K, 5. Auflage, Springer, 1998, ISBN 978-3-642-63794-0 (Reprint), S. 264.</ref>

Quellen

  • Christopher J. Earle: Callitris endlicheri. In: The Gymnosperm Database. www.conifers.org, 30. November 2012, abgerufen am 19. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Callitris endlicheri. In: Flora of Australia Online. www.anbg.gov.au, abgerufen am 19. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Conifers"> Christopher J. Earle: Callitris endlicheri. In: The Gymnosperm Database. www.conifers.org, 30. November 2012, abgerufen am 19. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="FoAO">Callitris endlicheri. In: Flora of Australia Online. www.anbg.gov.au, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 19. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012. Eingestellt von: Conifer Specialist Group, 1998. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Callitris endlicheri bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Zander2008">Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2, Seite 1266. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7</ref> </references>

Weblinks

Commons: Callitris endlicheri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien