Zum Inhalt springen

Anneliese Friedmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Juli 2025 um 20:18 Uhr durch imported>Über-Blick.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:AnnelieseFriedmann-CatherinaHess.jpg
Anneliese Friedmann (1998)

Anneliese Friedmann (* 30. Mai 1927 in Kirchseeon als Anneliese Schuller; † 7. November 2020 in München<ref>Anneliese Friedmann ist tot. In: sueddeutsche.de. 9. November 2020, abgerufen am 9. November 2020.</ref>) war eine deutsche Journalistin, Kolumnistin und Zeitungsverlegerin.<ref name=":2">Abendzeitung Germany: Zum Tod von Anneliese Friedmann: Kämpferin mit Stil. 9. November 2020, abgerufen am 22. Januar 2023.</ref> Sie war Herausgeber der Abendzeitung und Gesellschafter des Süddeutschen Verlags.<ref name=":0">SZ-Gesellschafterin: Anneliese Friedmann ist gestorben. In: Horizont. 10. November 2020, abgerufen am 10. November 2020.</ref>

Leben und Wirken

Anneliese Friedmann wuchs in Freising auf. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie in den Kriegsjahren für das Freisinger Tagblatt. Nach dem Notabitur studierte sie (ohne Abschluss) Kunstgeschichte und Theaterkritik an der Universität München. 1947 besuchte sie den Journalistenkurs von Otto Groth, wo ihr späterer Ehemann Werner Friedmann Lokaljournalismus unterrichtete. Nach einjähriger Ausbildung wurde sie als einzige Frau nach dem Volontariat von der Süddeutschen Zeitung übernommen. In ihrer Bewerbungsarbeit hatte sie den Vornamen nur als Initial angegeben. Bis 1960 gehörte sie der Redaktion an,<ref>Kurzbiographie im Buch Jahrgang 1926/27 – Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz (2007).</ref> wo sie unter anderem das Modejournal leitete und unter dem Pseudonym „Sibylle“ eine Kolumne schrieb.<ref>Paul Hoser: Abendzeitung. In: Historisches Lexikon Bayerns. 21. August 2012, abgerufen am 9. November 2020.</ref> Von 1960 bis 1970 hatte sie unter demselben Pseudonym eine Kolumne in der Illustrierten Stern von Henri Nannen;<ref>Verlegerin Anneliese Friedmann 75. Geburtstag. In: bdzv.de. 3. Juni 2002, abgerufen am 9. November 2020.</ref> sie schrieb darin über Politik, Gesellschaft, Mode und Stil.<ref name=":1">Anneliese Friedmann ist tot. In: Zeit Online. 9. November 2020, abgerufen am 10. November 2020.</ref> Wiederholt verfasste sie dabei auch kritische Beiträge, z. B. für das Recht auf Abtreibung und gegen Franz Josef Strauß.

Persönliches

Anneliese Friedmann war die Witwe des Zeitungsgründers Werner Friedmann, den sie 1951 geheiratet hatte. Nach dessen Tod 1969 trat sie in den Gesellschafterkreis des Süddeutschen Verlages ein<ref name=":0" /> und war jahrelang Herausgeber der Münchner Abendzeitung. In dieser Funktion gilt sie als Vorbild für die Figur der Friederike von Unruh in Helmut Dietls Fernsehserie Kir Royal.<ref name=":1" /> Friedmann bestand darauf, als „der Verleger“, also mit dem generischen Maskulinum, bezeichnet zu werden.<ref name=":2" />

Friedmanns Sohn Johannes ist Mitherausgeber der Süddeutschen Zeitung und war ab 1986 Mitherausgeber der Abendzeitung.

Anneliese Friedmann war mit Eberhard Ebner, dem Verleger der Ulmer Südwest Presse, liiert. Im November 2020 starb sie im Alter von 93 Jahren in München.

Auszeichnungen

Romane (Auswahl)

  • Komm zurück, Martina (= Eva; 77). Marken, Köln, 1965, DNB 363759018.
  • Nimm mir nicht mein Peterle: Frauenroman. Borgsmüller, Münster/Westfalen, 1960, DNB 573141444.
  • Georgias Sieg (= Britta-Roman; 328). Hessel, Feucht, 1965, DNB 363759026.
    • Georgias Sieg (= Der blaue Roman; 768). Arndt, Feucht, 1966, DNB 363759034.
  • Ich kam als Waisenkind aufs Schloß (= Sabine; Sonderband 330). Marken, Köln, 1966, DNB 36375900X.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein