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Sasol

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Sasol
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN ZAE000006896
Gründung 1950<ref>Company Overview. Sasol, abgerufen am 27. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sitz Johannesburg, Südafrika
Leitung Simon Baloyi (CEO)<ref>Sasol: Baloyi tritt Nachfolge von Grobler an. Kunststoffweb, abgerufen am 14. Oktober 2025.</ref>
Mitarbeiterzahl 27.411<ref name="IntegratedReport2025">Sasol Integrated Report 2025. Sasol, abgerufen am 14. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 249 Mrd. Rand<ref name="IntegratedReport2025" /> (11,93 Mrd. Euro)<ref>umgerechnet zum Kurs am Bilanzstichtag, den 30. Juni 2025</ref>
Branche Energie, Chemie
Website www.sasol.com
Stand: 30. Juni 2025

Sasol (ursprünglich in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein transnationales Unternehmen der Erdöl- und chemischen Industrie. Das Unternehmen mit Sitz in Johannesburg ist Südafrikas zweitgrößtes Industrieunternehmen. Es wurde 1950 als South African Coal, Oil and Gas Corporation Limited zur Herstellung von Kraftstoffen aus Vergasungstechnologien gegründet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />U.S. Department of Energy. National Energy Technology Laboratory: History of Gasification. (Memento vom 7. Juni 2013 im Internet Archive)</ref> Das Unternehmen hat 27.411 Beschäftigte weltweit.<ref name="IntegratedReport2025" /> Der Unternehmensname ist ein Akronym für South African Synthetic Oil Limited.

Geschichte

Sasol wurde 1950 durch die staatliche Industrial Development Corporation gegründet, um auf Basis der Fischer-Tropsch-Synthese Benzin aus Steinkohle herzustellen. Die Produktion begann 1954. Zur Gründung siehe auch Fischer-Tropsch-Synthese: Verfahren der Sasol.

Im Jahre 1995 erfolgte ein Joint Venture der Hans-Otto Schümann GmbH & Co KG (Hamburg) und Sasol Wax Ltd. (Südafrika)<ref>Beherrschung: Hans-Otto Schümann GmbH. North Data, abgerufen am 14. Mai 2021.</ref> und machte die Schümann Sasol International AG zum weltweit bedeutendsten Anbieter synthetischer Hartwachse und Heißkleber. Im Zuge der vollständigen Übernahme aller Anteile an der Schümann Sasol International AG durch die Sasol Holding in Germany GmbH im Jahre 2003 erfolgte auch ihre Umfirmierung in die Sasol Wax International AG.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sasol Annual Review 2004 (Memento vom 8. März 2022 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 2017 firmierte die Sasol Wax International AG in die Sasol Wax International GmbH um. Die Sasol Wax International AG fungierte als Muttergesellschaft der Sasol Wax GmbH (s. u.).<ref>Formwechsel: Sasol Wax International GmbH – Rechtsform: GmbH. North Data, abgerufen am 14. Mai 2021.</ref> Aufbauend auf diese Entstehungsgeschichte bot Sasol Wax, bis zum Verkauf am 1. März 2022 an die Awax-Gruppe, die gesamte Bandbreite von Paraffin, Fischer-Tropsch-Hartwachsen und paraffinverwandten Produkten an.<ref name="Sasol Wax Verkauf">Sasol verkauft seine Wachswerke in der Hafenstadt. Hamburger Abendblatt, 3. März 2022, abgerufen am 24. März 2022.</ref>

Mit der politischen Öffnung Südafrikas begann die Internationalisierung. 2001 wurde der Vertrag für den Bau einer Gas-to-Liquid-Anlage (GtL-Anlage) in Katar unterzeichnet, die 2007 die Produktion aufnahm. Weitere Verträge für den Bau von CtL-Anlage (Coal to Liquid) oder GtL-Anlagen bestehen in Katar (2007), den USA (2012) und Usbekistan (2012).<ref>Shell: GTL Fuel, Synthetic Technology for Cleaner Air. (PDF; 6,1 MB) Shell, abgerufen am 14. Mai 2021.</ref> Mit der Übernahme von Exel Petroleum 2004 ist Sasol auch im Tankstellengeschäft aktiv.<ref>Competition Tribunal Republic of South Africa, Sasol Oil and Exel Petroleum. (PDF; 317 KB) Abgerufen am 14. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschäftsaktivitäten

Datei:Sasol Garage in Boksburg.jpg
Ein Sasol-Tankstelle in Boksburg, Südafrika

Das Hauptgeschäft von Sasol ist die Weiterverarbeitung von Kohle und Erdgas mittels Kohlevergasung und Fischer-Tropsch-Synthese zu Benzin und Grundstoffen für die chemische Industrie in den Anlagen Sasol 1 (Sasolburg) und Sasol 2 und 3 (beide in Secunda).<ref>Produkte. Sasol, abgerufen am 28. April 2021.</ref> Der 2021 neu gegründete Geschäftsbereich Sasol ecoFT arbeitet an der Forschung, Entwicklung und Produktion von Kraftstoffen mit geringerem CO2-Fußabdruck, unter anderem von Sustainable Aviation Fuels (SAF).<ref>Airbus will mit Partnern Öko-Kerosin in Hamburg herstellen. Hamburger Abendblatt, 23. Juni 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref><ref>Grüner Wasserstoff: Meilenstein für klimaneutrales Fliegen erreicht. Ingenieur.de, 19. April 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref> Um die Entwicklung von SAF zu beschleunigen, wurde 2022 das Fischer-Tropsch-Katalysator Forschungsprojekt Care-O-Sene unter der Leitung von Sasol und dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie sowie mit den Projektpartnern Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Kapstadt und Ineratec gegründet. Das Projekt ist Teil der „Nationalen Wasserstoffstrategie“ und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 30 Millionen Euro gefördert.<ref>Internationales Konsortium will die Dekarbonisierung der Luftfahrt vorantreiben. Chemie.de, 27. Mai 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref><ref>Nachhaltiges Kerosin: 40 Mio. Euro-Forschungsprojekt CARE-O-SENE wird gefördert. Chemie.de, 13. Oktober 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref>

Das Unternehmen besitzt Werke in acht Ländern auf vier Kontinenten, darunter zwei in Deutschland. Diese Länder sind: Südafrika, Deutschland, VR China, Vereinigte Arabische Emirate, Italien, Slowakische Republik, Mosambik und die Vereinigten Staaten. Mitarbeiter von Sasol sind in 22 Ländern tätig, die deutsche Zentrale befindet sich in Hamburg.<ref>Regional Sites and Locations - Germany. Sasol Chemicals, abgerufen am 14. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der South African energy cluster betreibt Kohlebergbau in Südafrika (sasol mining), handelt mit Erdgas aus Mosambik (sasol gas), betreibt die CtL-Anlage in Secunda (sasol synfuels), eine Erdölraffinerie und -verarbeitungsanlage, sowie verschiedene Vertriebsaktivitäten einschließlich Tankstellen (sasol oil).

Die 2012 übernommene Sasol Phenolics (Merisol) produziert Kresol und Butylhydroxytoluol.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Merisol about us (Memento vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive)</ref>

Sasolburg und Secunda

Die südafrikanische Stadt Sasolburg ist nach dem Unternehmen benannt, nachdem sie in den 1950er Jahren als Wohnstadt für Angestellte gegründet wurde. Gleiches gilt für die Stadt Secunda, die bei der Errichtung von Sasol 2 ca. 80 km östlich von Johannesburg auf gleiche Weise entstanden ist.

Sasol in Deutschland

Datei:Hywax, Hamburg (1X7A7968).jpg
Raffinerie im Hamburger Hafen

Sasol ist in Deutschland mit der Sasol Germany GmbH vertreten, die ihren Hauptsitz in Hamburg hat.<ref>Standorte: Hamburg. Sasol, abgerufen am 28. April 2021.</ref> Bis 2022 gehörten auch zwei Werke in Hamburg unter dem Namen Sasol Wax GmbH zu Sasol.<ref>Sasol verkauft europäisches Wachs-Geschäft an Awax. chemieproduktion-online.de, 2. März 2022, abgerufen am 13. März 2022.</ref>

Die Sasol Germany GmbH entstand 2001 durch Übernahme der CONDEA von RWE Dea.<ref>50 Jahre Werk Brunsbüttel. (PDF; 26KB) Sasol, abgerufen am 2. Juni 2021.</ref> In ihren zwei Werken in Brunsbüttel und Marl produziert Sasol Germany vor allem Tenside, Aluminiumoxide und Vorprodukte wie Fettalkohole und Ethylenoxid. Sasol Germany und die Muttergesellschaft Sasol Chemie<ref>Verschmelzung: SASOL CHEMIE GMBH & CO. KG. northdata, abgerufen am 27. November 2023.</ref> vertreiben außerdem weltweit Produkte aus allen Standorten.<ref>Die Pulverkünstler: Sasol in Brunsbüttel auf Boyens Medien vom 24. November 2017, abgerufen am 2. Juni 2021</ref> Sasol Germany beschäftigte im Geschäftsjahr 2021/22, das zum 30. Juni 2022 endete, 1.728 Mitarbeiter und erzielte ein Betriebsergebnis von 134,3 Millionen Euro.<ref>Konzernabschluss 2021/22 der Sasol Chemical Holding GmbH & Co KG sowie ihrer Tochterunternehmen. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 27. November 2023.</ref> Jens Straatmann wurde im Herbst 2020 Geschäftsführer.<ref>Geschäftsführung: Jens Straatmann. North Data, abgerufen am 2. Juni 2021.</ref> Darüber hinaus war Judith Hübner seit Dezember 2022 Teil der Geschäftsführung.<ref>Geschäftsführung: Judith Hübner. North Data, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref> Im August 2024 übernahm Thomas Tebroke die Geschäftsführung.<ref>Geschäftsführung: Thomas Tebroke. North Data, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref> Im April 2019 begann am Standort Brunsbüttel der Bau des neuen Forschungs-, Entwicklungs- und Analytikzentrums. Die Fertigstellung war für 2021 geplant. Auf Grund der Covid-19-Pandemie hat sich der Abschluss der Bauarbeiten verzögert. Im April 2023 wurde das Zentrum offiziell eröffnet.<ref>Sasol eröffnet neues Forschungs-, Entwicklungs- und Analytikzentrum in Brunsbüttel. chemie.de, 3. Mai 2023, abgerufen am 17. Mai 2023.</ref> Es soll u. a. zur Beschleunigung der Entwicklung von Produkten, wie z. B. Fettalkoholen, Spezialchemikalien und hochreiner Tonerde, beitragen. Diese kommen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie zum Einsatz und können auch als Hochleistungsschleifmittel genutzt werden. Im Labor wird derzeit an Trägermaterialien für Katalysatoren geforscht, welche für die Produktion von sogenanntem Sustainable Aviation Fuel benötigt werden. Der Standort in Brunsbüttel ist Teil des ChemCoast Parks.<ref>Standort. ChemCoast Park Brunsbüttel, abgerufen am 18. August 2021.</ref> 2020 belegte die Sasol Germany GmbH (Standort Brunsbüttel) mit ihrem Projekt zur Wassereinsparung den 1. Platz des Responsible Care-Wettbewerbs des Verbands der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord).<ref>Gewinner 2020. VCI Nord, abgerufen am 18. August 2021.</ref>

Die ehemalige Sasol Solvents mit Werken in Moers und Herne wurde zum 1. Juni 2014 von der Ineos übernommen und heißt seitdem INEOS Solvents.<ref>INEOS Enterprises to acquire Sasol’s German based European Solvent Business.</ref>

Zum 1. März 2022 wurde die gesamte Sasol Wax GmbH an die italienische Awax-Gruppe verkauft, im Zuge dessen wurde sie in Hywax GmbH umbenannt. Die Sasol Germany GmbH gehört weiterhin zu Sasol Limited.<ref name=" Sasol Wax Verkauf " />

Wachskartell

Sasol war der Kartellanführer des sogenannten Wachskartells, das von 1992 bis 2005 den Preis von Paraffinwachs in Europa abgestimmt hat. Gegen Sasol wurde am 1. Oktober 2008 eine Buße von 318 Millionen Euro wegen der Beteiligung am Wachskartell verhängt.<ref>Kartelljäger verdonnern Wachs-Mafia zu Rekordstrafe auf spiegel.de vom 1. Oktober 2008, abgerufen am 6. März 2012</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Sasol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />