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Antoniophon

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Ein Antoniophon ist ein Blechblasinstrument aus der Hornfamilie mit drei oder vier Ventilen in der Mitte der schneckenförmigen Windungen und mit einem abnehmbaren Schallbecher.<ref>Curt Sachs: Real-Lexikon der Musikinstrumente zugleich ein Polyglossar für das gesamte Instrumentengebiet. Julius Bard, Berlin 1913, S. 14</ref>

Es wurde erstmals von Antoine Denis Courtois († 1880) 1867 in Paris produziert, ist mit dem Euphonium verwandt<ref>Euphonium Antoniophone. Nominal Pitch B. Musical Instruments Museums Edinburgh (Abbildung)</ref> und stellt eine Weiterentwicklung des seit 1856 produzierten Courtois Koenig horn dar.<ref>Alan D. Perkins: The History of the Marching Mellophone. The Original Instrument: The Koenig Horn. www.alsmiddlebrasspages.com</ref> Andere Firmen, darunter Boosey & Co., London, stellten ebenfalls Antoniophone her. Der Tonumfang reichte von einem Es-Sopraninstrument (dem Kornett entsprechend) bis zu einem Es-Bassinsstrument (der Tuba entsprechend), letzteres mit dem Handelsnamen Orpheon.

Das Antoniophon ist vor allem in den USA bis in die 1890er Jahre belegt, beispielsweise im Orchester von John Philip Sousa.<ref>Horn Catalog. www.horn-u-copia.net</ref> Ein Satz von fünf, 1887 hergestellten Instrumenten wurden in der Band von Patrick Gilmore verwendet, weitere fünf Antoniophone, die von Boosey 1888–89 produziert wurden, spielte ein Quintett in Australien.<ref>Arnold Myers, Eugenia Mitroulia: Antoniophone. In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments. Bd. 1, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 108f</ref>

Einzelnachweise

<references />