Zum Inhalt springen

Angelika Amon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. Dezember 2025 um 14:56 Uhr durch imported>RonMeier (Tippfehler; Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Angelikaamon.jpg
Angelika Amon (2017)

Angelika B. Weis-Amon<ref>Patentanmeldung WO2010147663A1: Methods and Compositions for Inhibiting Proliferation of Aneuploid Cells. Angemeldet am 16. Juni 2010, veröffentlicht am 23. Dezember 2010, Anmelder: Massachusetts Institute of Technology, Erfinder: Angelika B. Weis-Amon, Yun-Chi Tan.</ref> (* 10. Januar 1967<ref>Österreichische Krebsforscherin Angelika Amon 53-jährig gestorben. In: DiePresse.com. 29. Oktober 2020, abgerufen am 30. Oktober 2020.</ref> in Wien; † 29. Oktober 2020) war eine österreichische Biologin, die sich mit Genetik und Zellbiologie befasste.

Leben

Amon studierte an der Universität Wien mit dem Diplom-Abschluss 1989 und der Promotion 1993 bei Kim Nasmyth am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP). Als Post-Doktorandin war sie bei Ruth Lehmann am Whitehead Institute for Biomedical Research des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Sie wurde Assistant Professor und danach Associate Professor am Koch Institute for Integrative Cancer Research des MIT, bevor sie 2000 an das Howard Hughes Medical Institute (HHMI) des MIT ging, wo sie ab 2007 Professor war. Ab 2011 hatte sie den Kathleen and Curtis Marble Lehrstuhl für Krebsforschung inne.

Amon untersuchte die Aufteilung der Chromosomen bei der Zellteilung (Meiose und Mitose) im Körper und Krankheiten, die mit Störungen (Aneuploidie) der normalen gleichmäßigen Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen zusammenhängen. Sie sind sowohl eine häufige Ursache von Fehlgeburten als auch ein typisches Kennzeichen von Krebszellen. Für ihre Untersuchungen der beteiligten molekularen Mechanismen benutzte sie Hefezellen und Mauszellen (MEF, Mouse Embryotic Fibroblasts). Insbesondere fand sie, dass Aneuploidie oft mit Überproduktion von körpereigenen Proteinen einhergeht, die verklumpen (durch besondere zellbiologische Aktivitäten der fehlentwickelten Zellen als Antwort auf die Protein-Überproduktion, die sie Aneuploidie Stress Reaktion nannte) und zu neurodegenerativen Phänomenen ähnlich wie bei der Alzheimer-Krankheit führen können. Sie studierte im Detail den Mechanismus, wie die letzten Stadien der Zellteilung reguliert werden, wobei die Phosphatase CDC14 eine zentrale Rolle spielt, wie Amon und Kollegen 1998 fanden.<ref>R. Visintin, K. Craig, E. S. Hwang, S. Prinz, M. Tyers, A. Amon: The phosphatase Cdc14 triggers mitotic exit by reversal of CDK-dependent phosphorylation. In: Mol. Cell. Band 2, Nr. 6, 1998, S. 709–718.</ref>

Sie war verheiratet und hatte zwei Töchter.

Angelika Amon erlag am 29. Oktober 2020 einer Krebserkrankung.<ref>Angelika Amon (1967 to 2020). IMP Research Institute of Molecular Pathology, 29. Oktober 2020, abgerufen am 30. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im September 2024 wurde ein Krebsforschungszentrum im Angelika Amon Forschungsgebäude von Boehringer Ingelheim in Wien-Meidling eröffnet.<ref>Neues Krebsforschungszentrum eröffnet. In: ORF.at. 25. September 2024, abgerufen am 26. September 2024.</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Commons: Angelika Amon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein