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Natriumstibogluconat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Natriumstibogluconat
mögliche Struktur, siehe Abschnitt Struktur
Allgemeines
Name Natriumstibogluconat
Andere Namen

Natriumstiboglukonat

Summenformel C12H35Na3O26Sb2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 642-992-3
ECHA-InfoCard 100.170.909
PubChem 70682647
ChemSpider 28525872
DrugBank DB05630
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code
Eigenschaften
Molare Masse 907,9 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.780">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref>Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg Datei:GHS-pictogram-pollu.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​411
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumstibogluconat ist ein Arzneistoff, der in der Behandlung von Leishmaniose eingesetzt wird. Es wurde 1988 in die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen.

Struktur

Die Struktur des vorliegenden Antimon(V)-Komplexes konnte lange Zeit nicht aufgeklärt werden. Untersuchungen mit aktuellen analytischen Methoden legen nahe, dass Natriumstibogluconat als Gemisch verschiedener oligomerer Strukturen vorliegt, wobei sich die Zusammensetzung im Festkörper von der in Lösung unterscheidet.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Medizinische Aspekte

Natriumstibogluconat findet Verwendung bei der Behandlung von verschiedenen Formen der Leishmaniose, nämlich der viszeralen Leishmaniose, der mukokutanen, der diffusen kutanen, der disseminierten und der entstellenden kutanen Leishmaniose. Meist wird dabei eine sich nach Typ unterscheidende Dosierung über ca. 30 Tage hinweg gewählt, die auch mit anderen Präparaten wie Allopurinol kombiniert werden kann. Die Wirksamkeit dieser Kombination ist aber umstritten.<ref>A. Llanos-Cuentas, J. Echevarría, M. Cruz, A. La Rosa, P. Campos, M. Campos, E. Franke, J. Berman, F. Modabber, J. Marr: Efficacy of sodium stibogluconate alone and in combination with allopurinol for treatment of mucocutaneous leishmaniasis. In: Clinical Infectious Diseases. Band 25, Nummer 3, September 1997, S. 677–684, PMID 9314461.</ref>

Handelsnamen

Weblinks

Literatur

  • Franz von Bruchhausen (Hrsg.), Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal und Ulrike Holzgrabe: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Folgeband 5: Stoffe L–Z, 5. Auflage, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, 1999, ISBN 978-3-642-63569-4; ISBN 978-3-642-58388-9 (E-Book); doi:10.1007/978-3-642-58388-9.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein