Aldo C. Schellenberg
Aldo Carlo Schellenberg (* 9. September 1958 in Bülach<ref name="Ll">Lebenslauf. In: Aldo C. Schellenberg: Durchsetzung der Unternehmenspolitik: Problemanalyse und Lösungsbeiträge aus betriebs- und verhaltenswissenschaftlicher Sicht. Dissertation, Universität Zürich, 1991.</ref>; heimatberechtigt in Höri) ist ein ehemaliger Schweizer Berufsoffizier (Korpskommandant), Berater und Manager. Er war von Januar 2018 bis Dezember 2020 Chef Operationen der Schweizer Armee und Stellvertreter des Chefs der Armee.<ref>Ernennung Stellvertreter Chef der Armee. Abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
Leben
Schellenberg besuchte die Schulen in Bülach, absolvierte 1977 die Rekrutenschule als Übermittlungssoldat und schloss 1979 mit der Matura Typus C an der Kantonsschule Zürcher Unterland ab. Er studierte ab 1979 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich und schloss 1986 mit dem Lizenziat ab. Von 1986 bis 1991 war er Assistent am Institut für betriebswirtschaftliche Forschung an der Universität Zürich.<ref name="Ll" /><ref>Kanton Zürich – Dank und Auszeichnung für Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, abgerufen am 10. Juni 2021</ref> 1991 promovierte er bei Edwin Rühli zum Dr. oec. publ. Von 1992 bis 2011 war er Inhaber einer Unternehmensberatungsfirma,<ref name="xi">Dr. Aldo C. Schellenberg (Eigenangaben) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Xing-Profil, abgerufen am 5. Januar 2013.</ref> welche nun seine Frau führt.<ref>Mitarbeiter. Website von Schellenberg Consulting, abgerufen am 4. Januar 2013.</ref> Sein Gutachten für die Staatsanwaltschaft im Swissair-Prozess<ref>Lukas Hässig: Swissair-Prozess: Aldo Schellenberg: Der Schattenmann. In: Bilanz. 2. Februar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 4. Februar 2013.</ref> enthielt Rechenfehler und wurde vom Gericht als unverwertbar bezeichnet.<ref>Constantin Seibt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schellenberg – das Gehirn hinter dem Swissair-Prozess. ( vom 30. November 2013 im Internet Archive) In: Tages-Anzeiger. 7. September 2012, abgerufen am 12. Februar 2013.</ref> Ausserdem war er von 2003 bis 2011 Lehrbeauftragter am Institut für Unternehmensrechnung und Controlling der Universität Bern. Von 2006 bis 2009 absolvierte er an der Universität Bern ein Nachdiplomstudium in Wirtschaftsrecht, das er 2009 mit einem LL.M. abschloss.<ref>Schellenberg ersetzt Gygax. In: NZZ.ch vom 5. September 2012.</ref>
Ab dem 1. Juli 2010 war Schellenberg mit einem 60-Prozent-Pensum als Kommandant der Gebirgsinfanteriebrigade 12 der Schweizer Armee tätig.<ref name="gebi" /> Am 1. Januar 2012 wurde er mit einem Vollpensum Chef des Armeestabs unter Beförderung zum Divisionär.<ref>Br Schellenberg wird neuer C A Stab. Heer, 30. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. November 2013; abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> Vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2017 war er Kommandant der Schweizer Luftwaffe.<ref>Markus Gygax übergibt Führung der Luftwaffe an Aldo C. Schellenberg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, 11. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Mai 2016; abgerufen am 10. Januar 2020.</ref>
Im Frühjahr 2016 stoppte der neue Bundesrat Guy Parmelin die Beschaffung eines neuen Fliegerabwehrsystems. Die von Korpskommandant Schellenberg geleitete Projektgruppe habe ein System vorgeschlagen, das das Pflichtenheft nicht erfüllt.<ref>Warum die Luft für Luftwaffenchef Aldo C. Schellenberg immer dünner wird.</ref><ref>Offene Fragen zum Luftwaffenchef.</ref>
An seiner Sitzung vom 22. März 2017 beschloss der Bundesrat, Schellenberg per 1. Januar 2018 zum Chef Operationen der Schweizer Armee zu befördern.<ref>Bundesrat, Medienmitteilung vom 22. März 2017, Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee.</ref> Sein Nachfolger als Kommandant der Schweizer Luftwaffe wurde auf dieses Datum Bernhard Müller. Ende 2020 ging Schellenberg in die Pension, als Kommandant des Kommando Operationen löste ihn Laurent Michaud ab.<ref>Berner Zeitung – Die Schweiz hat einen neuen Luftwaffen-Chef, abgerufen am 19. August 2020</ref>
Im Mai 2021 wurde Schellenberg in den Verwaltungsrat der schweizerischen Flugsicherung Skyguide gewählt, wo er seinen ehemaligen Nachfolger als Kommandant der Luftwaffe, Bernhard Müller ablöste.<ref>cockpit.aero – Rochade im Verwaltungsrat von Skyguide, abgerufen am 10. Juni 2021</ref>
Aldo Schellenberg ist verheiratet und hat vier Kinder.<ref name="gebi">Aldo Schellenberg wird neuer Kommandant der Geb Inf Br 12. Schweizer Heer, 24. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. November 2013; abgerufen am 10. Januar 2020.</ref>
Militärische Funktionen
Als Miliz-Offizier hatte Aldo Schellenberg folgende Funktionen:<ref>Schellenberg C. Aldo. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
- 1990: Hauptmann: Kommandant einer Festungsfliegerabwehr Stabsbatterie
- 1994: Hauptmann im Generalstab: Generalstabsoffizier im Stab der Gebirgsdivision 12
- 1997: Major im Generalstab: Kommandant der Leichten Fliegerabwehr Lenkwaffenabteilung 12
- 2000: Oberstleutnant im Generalstab: Stellvertretender Stabschef der Gebirgsdivision 12
- 2001: Oberst im Generalstab: Stabschef der Gebirgsdivision 12
- 2004: Oberst im Generalstab: Stabschef der Gebirgsinfanteriebrigade 12
- 2008: Oberst im Generalstab: Zugeteilter Stabsoffizier im Stab der Gebirgsinfanteriebrigade 12
- 2010: Brigadier: Kommandant der Gebirgsinfanteriebrigade 12
- 2012: Divisionär: Chef des Armeestabs
- 2013: Korpskommandant: Kommandant der Luftwaffe
- 2018: Korpskommandant: Chef Operationen der Schweizer Armee
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schellenberg, Aldo |
| ALTERNATIVNAMEN | Schellenberg, Aldo Carlo |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Berufsoffizier (Korpskommandant) |
| GEBURTSDATUM | 9. September 1958 |
| GEBURTSORT | Bülach |