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Ruine Werberg

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Ruine Werberg
Datei:Burg Werberg.jpg
Burgruine Werberg, Ansicht von Süden, Juli 2017

Burgruine Werberg, Ansicht von Süden, Juli 2017

Staat Deutschland
Ort Wildflecken-Wüstung Werberg
Entstehungszeit 13. Jahrhundert, 1260 wurde der Burgadel genannt
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Ruine
Geographische Lage 50° 21′ N, 9° 49′ OKoordinaten: 50° 20′ 55,6″ N, 9° 48′ 42,5″ O
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Höhenlage 530 m ü. NN

Die Ruine Werberg ist der Rest einer Schutzburg des Klosters Fulda aus dem 13. Jahrhundert. Die Burgstelle liegt im Landkreis Bad Kissingen in der unterfränkischen Gemeinde Wildflecken in Bayern, Deutschland.

Geographische Lage

Die Spornburg stand auf dem sogenannten Burgfelsen bei 530 m ü. NN nahe der heutigen Wüstung Werberg im Truppenübungsplatz Wildflecken.<ref>Lage der Burgruine im Bayern Atlas</ref> Da sich die Ruine in einem Sperrgebiet befindet, kann sie nur in Ausnahmefällen besichtigt werden, etwa während der Volkswandertage am letzten Juliwochenende bei entsprechender Routenführung, zuletzt im Jahr 2022.

Geschichte

Im Jahr 1260 wird Werberg erstmals indirekt genannt. In einer Urkunde ist von einem „Fridericus de Werberg“ die Rede. Gebaut wurde die Burg zum Schutz Fuldas gegen würzburgische Einfälle und das Raubrittertum. Die Burg war bis 1403 Amtssitz im Amt Werberg.

Zwei Belagerungen der Burg sind bekannt: Hermann von Henneberg eroberte die Burg im Jahre 1351, ehe Fürstabt Heinrich von Fulda sie 1403 zurückeroberte, nachdem die Burg unter den Hutten zu einer Raubritterburg verkommen war. Da Raubzüge trotz Friedensschluss nicht unterblieben, wurde die Burg 1444 durch den Würzburger Bischof Gotfrid von Limburg zerstört. Bei mindestens einer Belagerung kam eine Blide zum Einsatz.

Heute ist die Burgruine als Baudenkmal D-6-72-163-36 „Burgruine Werberg, Mauerreste einer ehemaligen Burganlage zum Schutz der fuldischen Grenzgebiete, errichtet wohl 1327, Zerstörung 1444“ sowie als Bodendenkmal D-6-5624-0023 „Untertägige Teile der spätmittelalterlichen Burgruine Werberg“ vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erfasst.<ref>Denkmalliste für Wildflecken (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 132 kB)</ref>

Übriggeblieben sind von der Burg nur noch rund 1,5 Meter hohe Mauerreste und ein Halsgraben.

Literatur

  • Matthias Elm: Die Burg Werberg. In: Ders.: Werberg – was bleibt, ist die Erinnerung. Geschichte, Häuser und Familien eines ehemaligen Rhöndorfes. Selbstverlag, Motten-Speicherz 2017, S. 39–50.
  • Walter Schilling: Die Burgen, Schlösser und Herrensitze Unterfrankens. 1. Auflage. Echter Verlag, Würzburg 2012, ISBN 978-3-429-03516-7, S. 151.
  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum (Hrsg.): Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 28: Bad Kissingen, Fränkische Saale, Grabfeld, Südliche Rhön. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1975, DNB 760046239, S. 98.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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