Bestial Devastation
Bestial Devastation ist eine EP der brasilianischen Metal-Band Sepultura. Sie erschien 1990 und enthält Sepulturas Beitrag zur Split-Veröffentlichung Século XX/Bestial Devastation mit Overdose von 1985 sowie eine neu abgemischte Version des Titels Troops of Doom vom Debütalbum Morbid Visions.
Entstehung
Zum Zeitpunkt der Aufnahmen für die Split-Veröffentlichung mit Overdose war die Band völlig unerfahren<ref name=damage23>Sepultura. In: Damage Inc., Nr. 1, 1987, S. 23.</ref>; die Stücke wurden mit übersteuerten Verstärkern aufgenommen und von der Band selbst produziert. Sie wurden ohne große Trommel aufgenommen, da Schlagzeuger Igor Cavalera kein Schlagzeugpedal besaß und nie eines verwendet hatte; er hatte das Schlagzeugspiel in den Jahren 1983 und 1984 mit ausschließlich einer kleinen Trommel, einer Boden-Tom und einem Becken erlernt.<ref>Idelber Avelar: Heavy Metal Music in Postdictatorial Brazil: Sepultura and the Coding of Nationality in Sound. In: Journal of Latin American Cultural Studies, Band 12, Nr. 3, 2003, S. 336, abgerufen am 30. März 2013.</ref>
Troops of Doom wurde im August, 1990 mit 16 Spuren in den JG Studios, BH, Brasilien von Gaugum aufgenommen, der auch der zuständige Toningenieur war. Der Titel wurde von Scott Burns abgemischt. Den Synthesizer spielte Henrique ein.
Titelliste
- The Curse – 0:39
- Bestial Devastation – 3:06
- Antichrist – 3:46
- Necromancer – 3:52
- Warriors of Death – 4:07
- Troops of Doom – 3:19
Musikstil und Texte
Die Musik wurde als „wirklich brutal“ beschrieben<ref name=slayer>Metalion: Sepultura. In: Jon Kristiansen: SLAYER. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 425.</ref>, die Instrumente und Produktion klingen sehr roh<ref name=ultimate-guitar>iommi600: Bestial Devastation [EP] Review, 21. Oktober 2011, abgerufen am 30. März 2013.</ref>. Max Cavaleras Gesang besteht aus „manischen Death-Metal-Growls und bösen Schreien“.<ref name=ultimate-guitar/> Sepulturas Texte sind in englischer Sprache gehalten und behandeln apokalyptische Szenarien<ref>Idelber Avelar: Otherwise National: Locality and Power in the Art of Sepultura. In: Jeremy Wallach, Harris M. Berger, Paul D. Greene: Metal Rules the Globe: Heavy Metal Music Around the World. Duke University Press 2011, S. 143, abgerufen am 30. März 2013.</ref>, Satanismus, Tod und Zerstörung<ref name=ultimate-guitar/>. Entsprechend ist das Material als Death Metal<ref name=ultimate-guitar/>, früher Black Metal<ref name=ultimate-guitar/> oder black-metal-beeinflusster Thrash Metal<ref>Martin Loga: Sepultura / Morbid Visions / Bestial Devastation, 27. Februar 2009, abgerufen am 30. März 2013.</ref> einzuordnen.
Kritiken
iommi600 von Ultimate-Guitar.Com zufolge beeinträchtigt die schlechte Produktion das Hören des Albums nicht; es handle sich um eines der brutalsten Werke der Band, und Igor Cavalera sei für sein Alter wirklich gut. Die Texte seien nicht sehr beeindruckend, aber Max Cavaleras Gesang sehr kraftvoll.<ref name=ultimate-guitar/>
Einzelnachweise
<references/>