Trixi Schuba
| Trixi Schuba Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beatrix Schuba, 2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Voller Name | Beatrix Schuba | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | Datei:Flag of Austria.svg Österreich | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 15. April 1951 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Wien, Österreich | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 170 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 67 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Einzellauf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | Wiener Eislaufverein | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Leopold Linhart | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Trixi Schuba (* 15. April 1951 als Beatrix Schuba in Wien) ist eine ehemalige österreichische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Olympiasiegerin von 1972, die Weltmeisterin von 1971 und 1972 und die Europameisterin von 1971 und 1972. Ihren Taufnamen Beatrix ließ die Wienerin Mitte der 1980er Jahre in „Trixi“ ändern und führt diesen Namen seitdem in allen offiziellen Dokumenten.
Werdegang
Aktive Jahre
Schon im Alter von vier Jahren stand Beatrix Schuba erstmals auf Schlittschuhen. Ihre Eltern Ernst und Berta Schuba führten ein Holzgeschäft im 1. Wiener Bezirk. Bereits im Alter von elf Jahren verlor sie ihren Vater und half früh im Geschäft der verwitweten Mutter mit. Hier arbeitete sie nach erfolgreichem Abschluss der Handelsschule nachmittags als Buchhalterin, da sie am Vormittag Eiskunstlauf trainierte.
Von 1967 bis 1972 wurde Schuba österreichische Meisterin im Eiskunstlauf der Damen. Im gleichen Zeitraum nahm sie an Europameisterschaften und Weltmeisterschaften teil. Bei Europameisterschaften landete sie mit Ausnahme ihrer ersten Teilnahme, 1967 in Ljubljana, wo sie Fünfte wurde, immer auf dem Siegerpodest. 1968 und 1969 gewann sie hinter Hana Mašková und Gabriele Seyfert die Bronzemedaille. 1970 wurde sie hinter Seyfert Vize-Europameisterin und 1971 in Zürich und 1972 in Göteborg, nach dem Rücktritt Seyferts, jeweils Europameisterin. Bei Weltmeisterschaften wurde sie nach einem neunten Platz 1967 und einem vierten Platz 1968 in den Jahren 1969 und 1970 Vize-Weltmeisterin hinter Gabriele Seyfert. Nach dem Rücktritt der DDR-Läuferin Seyfert gewann sie 1971 in Lyon und 1972 in Calgary die Goldmedaille. Schuba vertrat Österreich bei zwei Olympischen Spielen: 1968 in Grenoble belegte sie den fünften Platz und 1972 in Sapporo wurde sie Olympiasiegerin. In diesem Jahr gewann die Wienerin die einzige Goldmedaille bei Olympischen Spielen für Österreich. Schuba war eine ausgesprochen starke Pflichtfigurenläuferin, aber nur eine durchschnittliche Kürläuferin. Aufgrund der hohen Gewichtung der Pflichtfiguren zu jener Zeit im Endresultat konnte sie dies jedoch wieder ausgleichen. Sie wurde von Leopold Linhart trainiert.
Für ihre Goldmedaille in Sapporo wurde sie am 21. Dezember 1972 zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt. Die Ehrung erfolgte beim «17. Sportpressefest» am 13. Juni 1973 im Rahmen des Fußballländerspiels Österreich gegen Brasilien.<ref>«Schuba beste Sportlerin». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 22. Dezember 1972, S. 15.</ref><ref>«Australien gegen Österreich . Pressefest mit Sportlerehrung». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 13. Juni 1973, S. 13.</ref>
Der Gewinn ihrer Goldmedaille stand nicht nur im Schatten des vor den Spielen erfolgten Ausschlusses von Karl Schranz. Dies hatte offensichtlich viele österreichische Fans dazu veranlasst, Schuba (und auch andere wie vor allem Annemarie Pröll) in beleidigenden Briefen mit Worten wie «Verräterin» zu desavouieren; wegen des aus deren Sicht großen Unrechts gegenüber Schranz und dass sie sich nicht solidarisch erklärt und auf den Start verzichtet habe. In ihrer Heimatstadt Wien war bei der Rückkehr aus Sapporo kein Empfang für die Eiskunstläuferin geplant worden, weshalb Linz kurzfristig einsprang.<ref>Fritz Neumann: Trixi Schuba: Die gestohlene Show und die gebaute Brücke. derStandard.at, 14. März 2016, abgerufen am 15. September 2018.</ref>
Nach der aktiven Zeit
Schuba ging nach ihrem Olympiasieg 1972 und vor der Einführung des Kurzprogramms, was ihre Chancen gemindert hätte, erst zur amerikanischen Eisrevue Ice Follies, dann zu Holiday on Ice. Sechs Jahre lang war sie mit der Eisrevue in Nord- und Südamerika, Europa und Israel unterwegs.
Nach dem Ende ihrer Profikarriere arbeitete Schuba von 1979 bis 2015 als Angestellte der Wiener Städtischen Versicherung (inzwischen Vienna Insurance Group), wo sie u. a. Diplomaten und Beschäftigte der UNO-City Wien betreute. 1996 erhielt sie das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.<ref name="ehrenzeichen">Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 11. Dezember 2015.</ref> Schuba war von 2002 bis 2006 Präsidentin des Österreichischen Eiskunstlaufverbandes und von 2004 bis 2009 auch Mitglied des Österreichischen Olympischen Comités. Für die Bewerbung Salzburgs für die Winterspiele 2014 war sie als Olympia-Botschafterin tätig. Sie bemüht sich um die Förderung von Nachwuchstalenten und bedauert das Randsportartdasein, das Eiskunstlaufen in Österreich mittlerweile führt. Trixi Schuba ist seit 2010 Ehrenpräsidentin des Grazer Eislaufvereins. Sie ist seither auch OK-Mitglied der Icechallenge, Europas größter Eiskunstlaufveranstaltung auf dem ISU Kalender in Graz. Schuba war maßgeblich bei der Grazer Weltmeisterschaftsbewerbung für die aufgrund der Naturkatastrophe in Japan 2011 abgesagten Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft beteiligt. 2017 wurde Trixi Schuba in Colorado Springs in die Hall of Fame des Eiskunstlaufs aufgenommen. Bei den World Figure & Fancy Championships, Vail, Colorado, ist Trixi Schuba seit 2015 als Kampfrichterin in der Jury tätig.
Seit 2017 unterstützt Trixi Schuba junge, bildende Künstler in Wien im Rahmen ihres Trixis.open.art.club.
Erfolge
| Wettbewerb / Jahr | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele | 5. | 1. | ||||
| Weltmeisterschaften | 9. | 4. | 2. | 2. | 1. | 1. |
| Europameisterschaften | 5. | 3. | 3. | 2. | 1. | 1. |
| Österreichische Meisterschaften | 1. | 1. | 1. | 1. | 1. | 1. |
Auszeichnungen
- 1972: Österreichs Sportler des Jahres
- 2024: ÖOC-Ehrenring<ref>Ehrung für Liesingerin: ÖOC-Ehrenring für Olympiasiegerin Trixi Schuba. In: meinbezirk.at. 10. Januar 2024, abgerufen am 12. Januar 2024.</ref>
Publikationen
- 2016 (gemeinsam mit Egon Theiner): Die Kür meines Lebens, EGOTH-Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-902480-15-6.
Weblinks
- Vorlage:Olympedia
- Offizielle Website (archiviert)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Navigationsleiste Sportler des Jahres (Österreich)Vorlage:Klappleiste/Anfang 1908: Datei:Flag of the United Kingdom.svg Madge Syers | 1920: Schweden Magda Julin | 1924: Datei:Flag of Austria.svg Herma Szabó | 1928: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1932: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1936: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1948: Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Barbara Ann Scott | 1952: Vereinigtes Königreich Jeannette Altwegg | 1956: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Tenley Albright | 1960: Datei:US flag 49 stars.svg Carol Heiss | 1964: Niederlande Sjoukje Dijkstra | 1968: Vereinigte Staaten Peggy Fleming | 1972: Österreich Trixi Schuba | 1976: Vereinigte Staaten Dorothy Hamill | 1980: Datei:Flag of East Germany.svg Anett Pötzsch | 1984: Datei:Flag of East Germany.svg Katarina Witt | 1988: Datei:Flag of East Germany.svg Katarina Witt | 1992: Vereinigte Staaten Kristi Yamaguchi | 1994: Ukraine Oksana Bajul | 1998: Vereinigte Staaten Tara Lipinski | 2002: Vereinigte Staaten Sarah Hughes | 2006: Japan Shizuka Arakawa | 2010: Vorlage:KOR-1997 Kim Yu-na | 2014: Russland Adelina Sotnikowa | 2018: Datei:Olympic flag.svg Alina Sagitowa | 2022: Vorlage:ROC Anna Schtscherbakowa | 2026: Vereinigte Staaten Alysa Liu Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1906–07: Madge Syers | 1908–11: Lily Kronberger | 1912–14: Opika von Méray Horváth | 1922–26: Herma Szabó | 1927–36: Sonja Henie | 1937: Cecilia Colledge | 1938–39: Megan Taylor | 1947–48: Barbara Ann Scott | 1949–50: Alena Vrzáňová | 1951: Jeannette Altwegg | 1952: Jacqueline du Bief | 1953: Tenley Albright | 1954: Gundi Busch | 1955: Tenley Albright | 1956–60: Carol Heiss | 1962–64: Sjoukje Dijkstra | 1965: Petra Burka | 1966–68: Peggy Fleming | 1969–70: Gabriele Seyfert | 1971–72: Trixi Schuba | 1973: Karen Magnussen | 1974: Christine Errath | 1975: Dianne de Leeuw | 1976: Dorothy Hamill | 1977: Linda Fratianne | 1978: Anett Pötzsch | 1979: Linda Fratianne | 1980: Anett Pötzsch | 1981: Denise Biellmann | 1982: Elaine Zayak | 1983: Rosalynn Sumners | 1984–85: Katarina Witt | 1986: Debi Thomas | 1987–88: Katarina Witt | 1989: Midori Itō | 1990: Jill Trenary | 1991–92: Kristi Yamaguchi | 1993: Oksana Bajul | 1994: Yuka Satō | 1995: Chen Lu | 1996: Michelle Kwan | 1997: Tara Lipinski | 1998: Michelle Kwan | 1999: Marija Butyrskaja | 2000–01: Michelle Kwan | 2002: Irina Sluzkaja | 2003: Michelle Kwan | 2004: Shizuka Arakawa | 2005: Irina Sluzkaja | 2006: Kimmie Meissner | 2007: Miki Andō | 2008: Mao Asada | 2009: Kim Yu-na | 2010: Mao Asada | 2011: Miki Andō | 2012: Carolina Kostner | 2013: Kim Yu-na | 2014: Mao Asada | 2015: Jelisaweta Tuktamyschewa | 2016–17: Jewgenija Medwedewa | 2018: Kaetlyn Osmond | 2019: Alina Sagitowa | 2021: Anna Schtscherbakowa | 2022–24: Kaori Sakamoto | 2025: Alysa Liu | 2026: Kaori Sakamoto Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1930: Fritzi Burger | 1931–36: Sonja Henie | 1937–39: Cecilia Colledge | 1947–48: Barbara Ann Scott | 1949: Eva Pawlik | 1950: Alena Vrzáňová | 1951–52: Jeannette Altwegg | 1953: Valda Osborn | 1954: Gundi Busch | 1955: Hanna Eigel | 1956: Ingrid Wendl | 1957: Hanna Eigel | 1958: Ingrid Wendl | 1959: Hanna Walter | 1960–64: Sjoukje Dijkstra | 1965–66: Regine Heitzer | 1967: Gabriele Seyfert | 1968: Hana Mašková | 1969–70: Gabriele Seyfert | 1971–72: Trixi Schuba | 1973–75: Christine Errath | 1976: Dianne de Leeuw | 1977–80: Anett Pötzsch | 1981: Denise Biellmann | 1982: Claudia Kristofics-Binder | 1983–88: Katarina Witt | 1989: Claudia Leistner | 1990: Evelyn Großmann | 1991–95: Surya Bonaly | 1996–97: Irina Sluzkaja | 1998–99: Marija Butyrskaja | 2000–01: Irina Sluzkaja | 2002: Marija Butyrskaja | 2003: Irina Sluzkaja | 2004: Júlia Sebestyén | 2005–06: Irina Sluzkaja | 2007–08: Carolina Kostner | 2009: Laura Lepistö | 2010: Carolina Kostner | 2011: Sarah Meier | 2012–13: Carolina Kostner | 2014: Julija Lipnizkaja | 2015: Jelisaweta Tuktamyschewa | 2016–17: Jewgenija Medwedewa | 2018: Alina Sagitowa | 2019: Sofja Samodurowa | 2020: Aljona Kostornaja | 2022: Anna Schtscherbakowa | 2023: Anastassia Gubanowa | 2024: Loena Hendrickx | 2025–26: Niina Petrõkina Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1913: Gisela Reichmann | 1914, 1916: Paula Zalaudek | 1917–1918: Gisela Reichmann | 1922–1927: Herma Szabó | 1928–1931: Fritzi Burger | 1932–1933: Hilde Holovsky | 1934–1935: Liselotte Landbeck | 1936–1939: Emmy Putzinger | 1940–1941: Hanne Niernberger | 1942–1943: Martha Musilek | 1946–1949: Eva Pawlik | 1950: Lilly Fuchs | 1951: Lotte Schwenk | 1952–1954: Annelies Schilhan | 1955–1956: Ingrid Wendl | 1957: Hanna Eigel | 1958: Ingrid Wendl | 1959: Hanna Walter | 1960–1966: Regine Heitzer | 1967–1972: Beatrix Schuba | 1973–1976: Sonja Balun | 1977–1982: Claudia Kristofics-Binder | 1983: Sonja Stanek | 1984: Parthena Sarafidis | 1985–1987: Sabine Paal | 1988–1992: Yvonne Pokorny | 1993: Andrea Kus | 1994: Julia Lautowa | 1995: Angela Tuska | 1996: Andrea Kus | 1997: Julia Lautowa | 1998–1999: Jubilee Jenna Mandl | 2000: Julia Lautowa | 2001: Anna Wenzel | 2002–2004: Julia Lautowa | 2005: Karin Brandstätter | 2006: Andrea Kreuzer | 2007: Kathrin Freudelsperger | 2008: Denise Kögl | 2009–2010: Miriam Ziegler | 2011: Belinda Schönberger | 2012–2017: Kerstin Frank | 2018–2019: Lara Roth | 2020-2021: Olga Mikutina | 2022: Stefanie Pesendorfer | 2023: Emily Saari | 2024–2026: Olga Mikutina Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schuba, Trixi |
| ALTERNATIVNAMEN | Schuba, Beatrix (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Eiskunstläuferin |
| GEBURTSDATUM | 15. April 1951 |
| GEBURTSORT | Wien, Österreich |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Eiskunstläufer (Wiener Eislauf-Verein)
- Eiskunstlauffunktionär (Österreich)
- Olympiasieger (Eiskunstlauf)
- Weltmeister (Eiskunstlauf)
- Europameister (Eiskunstlauf)
- Österreichischer Meister (Eiskunstlauf)
- Olympiateilnehmer (Österreich)
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1968
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1972
- Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952)
- Sportler des Jahres (Österreich)
- Mitglied der World Figure Skating Hall of Fame
- Österreicher
- Geboren 1951
- Frau