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Los-Angeles-Platz

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Los-Angeles-Platz
Datei:DEU Berlin COA.svg
Platz in Berlin
Los-Angeles-Platz
Los-Angeles-Platz,
Blickrichtung nach Norden zum Upper West
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Charlottenburg
Angelegt 1982
Einmündende Straßen
Augsburger Straße,
Rankestraße,
Marburger Straße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Autoverkehr (Tiefgarage)
Technische Daten
Platzfläche 7993 m²

Der Los-Angeles-Platz im Berliner Ortsteil Charlottenburg des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf ist eine Grünanlage, die durch die Augsburger Straße, Rankestraße und Marburger Straße begrenzt wird und unter diesem Namen seit 1982 besteht.

Der Platz ist mit einer Tiefgarage unterbaut und befindet sich im Privatbesitz des Betreibers.

Lage im Stadtraum

Datei:Berlin Rankestraße 078799a.jpg
Blick entlang der Rankestraße über den späteren Los-Angeles-Platz, 1965

Der Los-Angeles-Platz bildet die unmittelbare Rückseite eines Häuserblocks der Tauentzienstraße, der zum Platz hin vollständig begrenzt wird durch die einzige Adresse des Platzes, ein Hotelgebäude. Neben dem bündig an der Nordseite gelegenen Hotel hat er daher nur drei Straßen als Begrenzung, nämlich im Süden die Augsburger Straße, im Westen die Rankestraße und östlicherseits die Marburger Straße.

Der Platz ist vollständig durch eine Tiefgarage unterbaut, die Einfahrt erfolgt von der Rankestraße, die Ausfahrt zur Marburger Straße.

Geschichte

Ursprünglich stand auf dem Gelände des heutigen Platzes normale Wohnbebauung, die im Zweiten Weltkrieg allerdings weitestgehend beschädigt wurde.<ref name="alt"/> Noch in den 1950er Jahren standen einige Häuser auf dem Gelände. Später wurden diese abgerissen und wichen einem ersten Parkplatz für Ku’damm-Besucher. Ein Wettbewerb zur Neugestaltung fand 1978 statt. Siegreich war ein Entwurf von Urs Müller, Thomas Rhode und Hannelore Kossel, wobei Müller und Rhode für die Architektur verantwortlich waren und Hannelore Kossel für die Freiraumgestaltung.<ref>Leonie Glabau: Plätze in einem geteilten Land – Stadtplatzgestaltungen in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik von 1945 bis 1990. Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-631-61202-6, S. 301.</ref> 1981 erhielt der Platz zugleich mit der Errichtung des Steigenberger Hotels durch Baumaßnahmen im Wert von 17 Millionen Mark<ref name="tag"/> seine jetzige Gestalt und 1982 seinen Namen nach der Berliner Partnerstadt Los Angeles.<ref name="bz"/> Das Hotelgebäude ist ein Entwurf des Architekten Manfred Pechtold.<ref>Hotels | Pechtold Architekten. Abgerufen am 15. Februar 2022.</ref>

Über mehrere Jahre wurde die Tiefgarage wie alle landeseigenen Garagen im Bezirk Charlottenburg vom City Dienst betrieben, einem Tochterunternehmen der Arbeitsgemeinschaft City. 1994 wurde dann durch den damaligen Senat die Privatisierung der durch das Land Berlin verwalteten und betriebenen Tiefgaragen beschlossen. Im Zuge dessen verkaufte die Stadt 1996 das Parkhaus an die Firma Contipark.<ref name="taz94"/> Da seit mehreren Jahren die Drogenszene vom Bahnhof Zoo den Platz beherrschte, wurde auch der eigentliche Platz zum 1. Januar 1997 mit an Contipark verkauft. Seither wird der Park durch Sicherheitskräfte bewacht.<ref name="bz"/>

Der Verkauf des Parks wurde als Privatisierung des öffentlichen Raums kritisiert und führte zu Protesten bis hin zu Demonstrationen. Insbesondere die Zugangsbeschränkungen, die Contipark einführte (Verbot des Verzehrs von Speisen und Getränken, nächtliche Schließung des Parks durch symbolische Schranken) lösten Widerspruch aus. Der Betrieb des Hotels Steigenberger am Los-Angeles-Platz wurde 2021 eingestellt,<ref>Promi-Hotel Steigenberger hat dicht gemacht. Abgerufen am 15. Februar 2022.</ref> 2023 wurde es als Hotel DoubleTree der Hotelkette Hilton wiedereröffnet.<ref>Isabell Jürgens: Nach Corona: Das sind und werden Berlins neue Hotels. 19. Oktober 2023, abgerufen am 11. August 2024.</ref> Der Los-Angeles-Platz ist eingetragenes Kulturdenkmal.<ref>Denkmaldatenbank – Stadtplatz Los-Angeles-Platz</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Los-Angeles-Platz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="bz">berliner-zeitung.de: Die Drogenszene ist fort: Der Los-Angeles-Platz gehört seit drei Jahren einer Firma: Nachts bleibt der Privatpark geschlossen. Archiv der Berliner Zeitung, abgerufen am 31. Dezember 2012</ref> <ref name="tag">tagesspiegel.de: Vor 25 Jahren wurde in Charlottenburg der Los-Angeles-Platz gebaut. In: Berliner Chronik, 22. August 1982 im Tagesspiegel, abgerufen am 31. Dezember 2012</ref> <ref name="alt">alt-berlin.info: @1@2Vorlage:Toter Link/www.alt-berlin.infoGebäudeschäden 1945 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 1. Januar 2013</ref> <ref name="taz94">Severin Weiland: Wie viele Garagen hat das Land Berlin?, 4. August 1994 in: taz – Berlin lokal, Nr. 4382, S. 22</ref> </references>

Koordinaten: 52° 30′ 7,8″ N, 13° 20′ 5,1″ O

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