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Stephen Wiesner

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Stephen Wiesner

Stephen J. Wiesner (* 1942; † 12. August 2021<ref name="Aaronson21">Scott Aaronson: Stephen Wiesner (1942-2021). 14. August 2021, abgerufen am 14. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Jerusalem) war ein US-amerikanisch-israelischer Physiker, der für seine Beiträge zur Quanteninformationstheorie bekannt wurde. Diese gehörten zu den ersten Arbeiten auf diesem Feld.

Wiesner war der Sohn von Jerome Wiesner und seiner Frau Laya, geb. Wainger.<ref>President emeritus Jerome Wiesner is dead at 79. In: MIT Tech Talk 39(9). MIT, 26. Oktober 1994, abgerufen am 14. August 2021.</ref> Wiesner studierte am Caltech und dann an der Brandeis University und an der Columbia University, wo er 1972 mit einer Dissertation über Elementarteilchenphysik promoviert wurde.<ref>Stephen J. Wiesner: Experimental test of the rotational invariance of the weak interaction. Hrsg.: Columbia University. 1972 (columbia.edu).</ref>

Stephen Wiesner führte unter anderem um 1970 das Quanteninformations-Protokoll des Quanten-Geldes und des Conjugate Coding ein, aus dem sich das Konzept des Quantenschlüsselaustauschs entwickelte (BB84-Protokoll). Wie für jede Währung sollte es sehr schwierig sein, gefälschte Banknoten zu erzeugen. Es reicht nicht aus, jedem Geldschein eine eindeutige Seriennummer zu geben, wenn jeder die Nummer lesen und kopieren kann. Es bedürfe einer ausgeklügelten Technologie, um Fälschungen zu vereiteln. Wiesner erkannte, dass die Quantenphysik eine Lösung für das Problem bietet. Sein Schema nutzte ein Merkmal der Quantenmessung aus: Jeder Versuch, den Zustand eines Teilchen zu messen, kann alle Informationen über den Zustand, in dem es sich vor der Messung befand, löschen.<ref>Quantum Cryptography Pioneers Win Turing Award. In: Quanta Magazin. Abgerufen am 18. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Jede von Wiesners hypothetischen Quantenbanknoten würde eine Gruppe von Teilchen in verschiedenen Quantenzuständen enthalten. Diese Partikel würden Bits einer eindeutigen Seriennummer kodieren. Ein Möchtegern-Fälscher müsste jedes Teilchen in der Gruppe messen, ohne es zu stören, um für diese Seriennummer ein Duplikat zu erstellen. Das wäre technisch unvorstellbar. Da sein Manuskript damals nicht zur Veröffentlichung angenommen wurde, wandte er sich in seiner Dissertation einem anderen Thema zuw.<ref name="Kaiser2011">David Kaiser: How the Hippies Saved Physics: Science, Counterculture, and the Quantum Revival. W. W. Norton, 2011, ISBN 978-0-393-08230-2 (google.com).</ref> In den frühen 1970er Jahren gab Wiesner die Physikforschung abrupt auf. Sein Konzept kursierte nur in Form von Preprints, bis sein Fachartikel<ref>Stephen Wiesner: Conjugate coding. In: ACM SIGACT News, Volume 15, Issue 1, Seite 78 - 88, 1.1.1983. Abgerufen am 18. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> nach fast 15 Jahren 1983 veröffentlicht wurde.<ref name="Brassard2005">Gilles Brassard: Brief History of Quantum Cryptography: A Personal Perspective. In: Proceedings of IEEE Information Theory Workshop on Theory and Practice in Information Theoretic Security, Awaji Island, Japan. 2005, S. 19–23, doi:10.1109/ITWTPI.2005.1543949, arxiv:quant-ph/0604072.</ref> Das von ihm und Charles Bennett entworfene auf der Quantenverschränkung beruhende Konzept Dichter Kodierung (Superdense oder Dense Coding) wurde von Anton Zeilinger und seiner Gruppe 1996 experimentell demonstriert.

1993 zog Stephen Wiesner nach Israel und wurde Bauarbeiter.<ref>Scott Aaronson: Quantum Computing Since Democritus. Cambridge University Press, 2013, ISBN 978-0-521-19956-8, 127 (google.com).</ref> Er blieb mit der Quantum Foundations & Information Group an der Universität Tel Aviv affiliiert.<ref>Greer Fay Cashman: Grapevine: Total separation. In: Jerusalem Post. 23. April 2020, abgerufen am 14. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>People@Quantum. In: tau.ac.il. Abgerufen am 14. August 2021.</ref>

2006 wurde Wiesner mit Charles Bennett und Gilles Brassard mit dem Rank Prize in Optoelectronics ausgezeichnet.<ref>Optoelectronics winners. In: rankprize.org. Abgerufen am 20. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2019 erhielt er mit Bennett, Artur Ekert, Anton Zeilinger und Jian-Wei Pan den Micius Preis.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Micius Quantum Prizes 2019. In: miciusprize.org. Abgerufen am 14. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schriften

  • Conjugate Coding, SIGACT News, Band 15, 1983, S. 78–88
  • C. H. Bennett, S. Wiesner: Communication via one- and two-particle operators on Einstein-Podolsky-Rosen states. In: Phys. Rev. Lett. Band 69, 1992, S. 2881, doi:10.1103/PhysRevLett.69.2881. (dichte Kodierung)
  • Lior Goldenberg, Lev Vaidman, Stephen Wiesner: Quantum Gambling. In: Phys. Rev. Lett. Band 82, 1999, S. 3356–3359, doi:10.1103/PhysRevLett.82.3356, arxiv:quant-ph/9808001.

Einzelnachweise

<references />