Jabach-Medaille
Mit der Jabach-Medaille zeichnet die Stadt Köln Persönlichkeiten aus, die sich um die Kölner Museen außerordentliche Verdienste erworben haben.
Die Stiftung der Medaille erfolgte 1966 durch den Rat der Stadt Köln im Gedenken an den kölnischen Sammler und Mäzen Eberhard Jabach aus der Kölner Familiendynastie Jabach. Sie ist nicht dotiert und wird in unregelmäßigen Abständen verliehen.
Vorschlagsberechtigt für die Vergabe der Medaille sind der Oberbürgermeister sowie der Kulturausschuss der Stadt Köln. Die Entscheidung wird von einer Kommission getroffen, die aus dem Oberbürgermeister, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses, den ehrenamtlichen Bürgermeistern, dem Kulturdezernenten sowie dem Direktor des beteiligten Museums besteht.<ref name="Satzung" />
Die Medaille besteht aus Silber, 80 mm im Durchmesser, auf der Vorderseite mit dem Bildnis von Eberhard Jabach und auf der Rückseite das Kölner Wappen mit der Umschrift {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref name="Satzung" />. Sie wurde 1966 von Hans Karl Burgeff entworfen<ref name="EntwurfMedaille" />.
Preisträger
- 1967:
- Hermann Josef Abs, Frankfurt, für seine Verdienste im Wallraf-Richartz-Kuratorium<ref name="KSta1967" />
- Walter Franz, Köln, als „stillen Helfer in vielen Notlagen, die entstünden, wenn die Hitzigkeit des Handels mit Kunstgütern oftmals schnelles Zugreifen erfordere.“<ref name="KSta1967" />
- Günter Henle, Duisburg, für die Stiftung mehrerer Gemälde an das Wallraf-Richartz-Museum<ref name="KSta1967" />
- Elisabeth Reintjes van Munster (und ihrem verstorbenen Mann Eugen Reintjes), Emmerich, für die Schenkung ihres gesamten Kunstbesitzes<ref name="KSta1967" />
- Lotte Scheibler<ref name="Scheibler" />, Köln, für zahlreiche Stiftungen an Kölner Museen<ref name="KSta1967" />
- Werner Schulz, Köln, dem die Kölner Gemäldegalerie eine Reihe von Werken verdankt<ref name="KSta1967" />
- Franz Benno Wolff-Limper, Köln, für die Schenkung des auf seinem Grundstück 1960 gefundenen Diatretglases an das Römisch-Germanische Museum<ref name="KSta1967" />
- 1970: Peter Ludwig
- 1974:
- Gertrud Funke-Kaiser für die Schenkung der „Sammlung Gertrud und Dr. Karl Funke-Kaiser“ an das Kunstgewerbemuseum Köln<ref name="Funke-Kaiser" />
- Hans Wilhelm Siegel für die Schenkung einer Sammlung von Khmer-Kunst an das Rautenstrauch-Joest-Museum<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Notiz bei Deutschland-reise.de ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Juni 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 1976: Carola Peill für die Schenkung des Hauptteils der Sammlung an das Museum Ludwig sowie das Wallraf-Richartz-Museum<ref name="Peill" />
- 1977:
- Elisabeth Treskow für die Stiftung ihrer Schmucksammlung an das Kölner Kunstgewerbemuseum<ref name="Treskow" />
- Walter Neuerburg für die Stiftung von Grafiken Pablo Picassos an das WRM<ref>siehe Katalog</ref>
- 1978:
- Rosa Elena Luján de Traven Torsvan, die Briefe und Werke des Kölner Malers und Traven-Torsvan-Freundes Franz Wilhelm Seiwert der Stadt und dem Museum Ludwig zur Verfügung stellte<ref>Artikel im Spiegel vom 23. Januar 1978</ref>
- Jürgen von Lochow für die Stiftung von chinesischem Mobiliar und sakralen Bronzen an das Museum für Ostasiatische Kunst<ref>Ostasiatisches Museum</ref>
- 1980:
- Kurt Hansen als Förderer und zuletzt Ehrenvorsitzender des Kuratoriums und der Fördergesellschaft des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig<ref>Notiz zum Tode Hansens im KStA vom 28. Januar 2003</ref>
- Karl Löffler für seine Sammlung römischer Kleinkunst im Römisch-Germanischen Museum
- 1985:
- Walter Oppenhoff für Verdienste um die Kölner Museen
- Leo Fritz Gruber Im Museum für Angewandte Kunst befindet sich die Hutsammlung der Grubers, 14000 Fotografien waren dem Historischen Archiv der Stadt Köln überlassen<ref>Notiz im KStA vom 15. September 2014</ref>
- 1989:
- Ellen Doetsch-Amberger, die Kölner Ägyptologin, schenkte dem Rautenstrauch-Joest-Museum ihre Sammlung von Alt-Ägyptia<ref>Sammlung bei aegyptologie.com</ref>
- Heinz vom Scheidt stellte als Leihgaben Bilder und Skulpturen von Ernst Barlach zur Verfügung<ref>Hinweis Leihgaben aus dem Hist. Archiv</ref>
- Barbara Schu Die Sammlung Schu mit über 5000 Miniatur-Objekten, hauptsächlich Puppen, wurde 1988 dem Rautenstrauch-Joest-Museum vermacht.<ref>Sammlung Schu bei stadt-koeln.de</ref>
- 2000:
- Friedrich Wilhelm Christians für seine Verdienste um das Wallraf-Richartz-Museum, u. a. im Kuratoriumsvorsitz<ref name="KStA2000" /><ref name="ManagerMagazin" />
- Irene Greven für ihre Verdienste um das Schnütgen-Museum<ref name="KStA2000" />
- Irene Ludwig für ihre Verdienste insbesondere um das Museum Ludwig<ref name="KStA2000" />
- Paolo Viti vom Palazzo Grassi, Venedig, für die Berücksichtigung des Römisch-Germanischen Museums bei seinen Ausstellungs-Tourneen<ref name="KStA2000" />
- 2012:
- Gérard Corboud für seinen Einsatz um das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud<ref name="PMVerleihung2012" />
- Ludwig Theodor von Rautenstrauch für seinen Einsatz um das Rautenstrauch-Joest-Museum<ref name="PMVerleihung2012" />
- 2016:
- Josef Haubrich (postum) zum 70. Jahrestag der Stiftung seiner Kunstsammlung<ref>Notiz bei kunstmarkt.com</ref>
- 2021:
- Ehepaar Anna Friebe-Reininghaus und Ulrich Reininghaus, Kunstmäzene und Förderer der Kölner Museen<ref>Stadt Köln Pressemitteilung vom 28. September 2021: Kulturpreis Jabach-Medaille 2021, von Nicole Trum, abgerufen am 28. September 2021</ref>
- 2024:
- Robert Rademacher, Kulturmäzen
(Quelle:<ref name="PMVerleihung2012" />)
- 2025:
- Peter Jungen, Kulturmäzen<ref>Tobias Christ: „Staunenswertes Engagement“ Peter Jungen mit Jabach-Medaille ausgezeichnet. In: Kölner Stadt-Anzeiger (Köln) vom 30. September 2025, abgerufen am 30. September 2025</ref>
Einzelnachweise
<references> <ref name="Scheibler">Lotte Scheibler. Kölner Frauengeschichtsverein e.V., 4. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 21. März 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> <ref name="Satzung"> Neufassung der Satzung für die Verleihung der Jabach-Medaille. Der Rat der Stadt Köln, Ratsinformationssystem, 19. Januar 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012. </ref> <ref name="PMVerleihung2012"> Stefan Palm: Stadt Köln verleiht Jabach-Medaille an Corboud und von Rautenstrauch. Die beiden Persönlichkeiten haben sich um die Kölner Museen verdient gemacht. Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 10. Dezember 2012, abgerufen am 11. Dezember 2012. </ref> <ref name="EntwurfMedaille"> Jabach-Medaille der Stadt Köln. Rheinisches Bildarchiv - Kulturelles Erbe Köln, abgerufen am 6. Januar 2013. </ref> <ref name="Treskow"> Rüdiger Joppien: Elisabeth Treskow (1898–1992), Goldschmiedin. In: Portal Rheinische Geschichte. Landschaftsverband Rheinland, 30. September 2010, abgerufen am 6. Januar 2013. </ref> <ref name="Peill"> Generaldirektor der Museen der Stadt Köln Gerhard Bott (Hrsg.): Stiftung Günther und Carola Peill Köln 1976. Ausstellung der Stiftung und Sammlung Günther und Carola Peill 12. Mai 1976 bis 25. Juli 1976. Köln 1976, S. 9. </ref> <ref name="Funke-Kaiser"> Gisela Reineking von Bock, Carl-Wolfgang Schümann: KERAMIK Vom Historismus bis zur Gegenwart. Sammlung Gertrud und Dr. Karl Funke-Kaiser. Hrsg.: Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln. Köln 1975. </ref> <ref name="KStA2000"> Martin Oehlen: Loblieder auf die Nothelfer. Erstmals seit elf Jahren wieder Ehrung für die Kunst-Förderer. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Nr. 276. M. DuMont Schauberg, Köln 28. November 2000. </ref> <ref name="ManagerMagazin"> "Mister Deutsche Bank" ist tot. In: Manager Magazin. 25. Mai 2004, abgerufen am 22. März 2013. </ref> <ref name="KSta1967"> H.F.: Kein Erbe der Fürsten. Bürger als Mäzene der Museen mit der Jabach-Medaille ausgezeichnet. In: Kölner Stadt-Anzeiger. M. DuMont Schauberg, Köln 21. April 1967. </ref> </references>