Salzsteppen-Wermut
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| Salzsteppen-Wermut | ||||||||||||
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| Datei:Artemisia santonicum sl5.jpg
Salzsteppen-Wermut (Artemisia santonicum) im Seewinkel in Österreich | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Artemisia santonicum | ||||||||||||
| L. |
Der Salzsteppen-Wermut (Artemisia santonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="Euro+Med" />), auch Salz-Beifuß, Strand-Beifuß und Ungarischer Beifuß genannt,<ref name="Fischer2008" /> ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Mittel-, Südost- und Osteuropa verbreitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Salzsteppen-Wermut wächst als ausdauernder Chamaephyt bis Hemikryptophyt. Er erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimeter und ist stark aromatisch. Das Rhizom ist mehr oder weniger verholzt. Die Pflanze besitzt neben den blühenden auch vegetative, meist büschelig beblätterte Triebe.<ref name="Fischer2008" />
Zumindest die unteren Laubblätter sind zwei- bis dreifach fiederschnittig und mehr oder weniger gestielt. Die meisten Stängelblätter sind am Grund deutlich geöhrt, die mittleren Stängelblätter erreichen eine Länge von 2 bis 3 Zentimeter (manchmal auch nur 1 Zentimeter). Die Laubblätter sind filzig behaart bis fast kahl und erscheinen daher grün oder etwas grau. Die meist 0,7 bis 1 Millimeter breiten Laubblattzipfel sind spitz.<ref name="Fischer2008" />
Generative Merkmale
In sparrigen, rispigen Gesamtblütenständen stehen viele aufrechte („var. erecta“) oder nickende („var. salina“), eiförmige körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die Hüllblätter sind fast kahl und daher mehr oder weniger glänzend. Der Körbboden ist kahl. Die Blütenkörbchen besitzen eine Länge von 2,5 bis 3 Millimeter (teilweise nur 2 Millimeter) sowie einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Millimeter und enthalten nur Röhrenblüten. Die Randblüten sind, so wie die inneren Blüten, zwittrig.<ref name="Fischer2008" />
Die Blühzeit reicht in Mitteleuropa von September bis Oktober.<ref name="Fischer2008" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36 oder 18.<ref name="IPCN" />
Vorkommen und Gefährdung
Der Salzsteppen-Wermut ist in Mittel-, Südost- und Osteuropa verbreitet. Im deutschsprachigen Raum tritt er nur in Österreich auf.<ref name="Euro+MedV" /><ref name="Euro+Med" />
In Österreich sind Vorkommen nur aus dem pannonischen Gebiet der Bundesländer Niederösterreich (im Marchfeld) und dem Burgenland (im Seewinkel) bekannt. Der Salzsteppen-Wermut tritt lokal häufig bis zerstreut auf Salzsteppenrasen der collinen Höhenstufe auf, allerdings sind die geeigneten Standorte sehr selten. In Österreich gilt der Salzsteppen-Wermut als gefährdet.
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Artemisia santonicum erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, S. 845. Synonyme für Artemisia santonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Seriphidium santonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Soják, Artemisia boschniakiana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Besser) DC., Artemisia monogyna <templatestyles src="Person/styles.css" />Waldst. & Kit., Artemisia praticola <templatestyles src="Person/styles.css" />Klokov, Seriphidium monogynum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Waldst. & Kit.) Poljakov, Artemisia maritima subsp. monogyna <templatestyles src="Person/styles.css" />(Waldst. & Kit.) Hegi, Artemisia maritima var. boschniakiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Besser.<ref name="Euro+Med" />
Von Artemisia santonicum gibt es mindestens zwei Unterarten<ref name="Euro+Med" />:
- Artemisia santonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. santonicum: Sie kommt in Ungarn, auf der Balkanhalbinsel, in Rumänien, Moldawien, der Ukraine, Russland, in der Ägäis und in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Artemisia santonicum subsp. patens <templatestyles src="Person/styles.css" />K.M.Perss.: Sie kommt in Österreich, in Ungarn, in der Slowakei, in früheren Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien und in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
Bild
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Grundblätter
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Form mit aufrechten Köpfchen
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Form mit nickenden Köpfchen
Einzelnachweise
<references> <ref name="Fischer2008"> </ref> <ref name="IPCN">Artemisia santonica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Euro+Med"> Eintrag bei Euro+Med.</ref> <ref name="Euro+MedV"> Verbreitungskarte bei Euro+Med.</ref> </references>