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Upjever

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Upjever
Stadt Schortens
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(303)&title=Upjever 53° 33′ N, 7° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(303) 53° 32′ 40″ N, 7° 53′ 1″ O
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Einwohner: 303 (31. Dez. 2022)<ref>Schortens in Zahlen. Abgerufen am 10. April 2022.</ref>
Postleitzahl: 26419
Vorwahl: 04461

Upjever ist ein Stadtteil von Schortens im Landkreis Friesland in Niedersachsen.

Geschichte

Die Bezeichnung Upjever wird erstmals 1420 im sogenannten Stader Kopiar, einem Bremer Archidiakonatsregister erwähnt. In dieser Aufstellung aller Kirchen in Friesland wird eine Curia in Upjevere als Wirtschaftshof der Kirche aufgelistet.<ref name="Heimatlexikon">Werner Brune (Hrsg.): Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 1–3. Brune, Wilhelmshaven 1986–1987. Band 3, Seite 352</ref>

In Upjever bestanden bis ins 16. Jahrhundert mehrere Bauernhöfe. Maria von Jever veranlasste hier die Anlage des heutigen Upjeverschen Forstes. 1935 änderte sich der Charakter von Upjever durch den Bau eines Fliegerhorstes grundlegend. Der Fliegerhorst Jever nahm am 1. Mai 1936 seinen Betrieb auf. Durch die Ansiedlung des Flugplatzpersonals stieg die Einwohnerzahl von Schortens stark an.

Öffentliche Einrichtungen

Datei:FliegerhorstJever1986.jpg
Eingang zum Fliegerhorst, 1986

Seit dem 1. Mai 1936 existiert der Fliegerhorst Jever. Er wurde während des Zweiten Weltkrieges von verschiedenen Einheiten der Luftwaffe und der Wehrmacht genutzt. Nach Kriegsende wurden dort zunächst ehemalige Zwangsarbeiter einquartiert, anschließend wurde der Fliegerhorst von dänischen Einheiten sowie der britischen Royal Air Force genutzt. Im Jahre 1961 wurde der Fliegerhorst dann an die Bundeswehr übergeben, die hier ab 1964 wieder regelmäßigen Flugbetrieb durchführte.<ref name="relikte">Fliegerhorst Jever, abgerufen am 23. Januar 2011</ref> Seitdem waren dort diverse fliegende und nicht-fliegende Verbände und Einheiten stationiert. Mit der Auflösung des seit 1983 dort stationierten Jagdbombergeschwaders 38 „Friesland“ zum 31. August 2005 wurde das Ende des Flugbetriebes auf dem Flugplatz eingeleitet.<ref>Oliver Braun: Geschwader bald komplett aufgelöst. In: Nordwest-Zeitung. 20. Mai 2002, abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref> Damit einher ging ein substanzieller Kaufkraftverlust für die Region.<ref>Fliegerhorst in Upjever wird geschlossen. In: Die Welt. 21. Mai 2003, abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref> Im Herbst 2013 wurde der Flugplatz entwidmet.<ref>Melanie Hanz: Fliegerhorst zum 31. Mai entwidmet. In: Nordwest-Zeitung. 31. Mai 2014, abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref> Die weitläufige Liegenschaft ist nun Heimat des Objektschutzregimentes der Luftwaffe „Friesland“ und bietet für dieses ideale Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten.

Literatur

  • Werner Brune (Hrsg.): Wilhelmshavener Heimatlexikon. 3 Bände. Brune Druck- und Verlagsgesellschaft, Wilhelmshaven 1986
  • Heimatverein Schortens (Hrsg.): 75 Jahre Heimatverein Schortens – Heimatbuch und Festschrift. 1. Aufl. Heiber Druck & Verlag, Schortens 2004, ISBN 3-936691-22-3
  • Ingeborg Nöldeke, Almut Salomon, Antje Sander: Schortens. Heimatgeschichtliches vom Mittelalter bis zur Neuzeit. NORA Verlagsgemeinschaft Dyck & Westerheide OHG, Berlin 2006, ISBN 3-86557-097-6

Weblinks

Commons: Upjever – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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